Skip to main content
Über unsKontakt
Berlinuna - برلينناBerlinuna - برليننا
Startseite
Nachrichten
Aktuelle NewsPolitikBerlin
Lebensführer
Kultur
Wirtschaft
Technologie
Sport
Fragen
Frag BerlinunaSpieleLeitfäden
Abonnieren
Berlinuna - برليننا

Über Berlinuna

Unabhängige arabische Nachrichtenplattform für die arabische Gemeinschaft in Deutschland seit 2025. Wir bieten zuverlässige Nachrichten und praktische Lebensführer.

Folgen Sie uns

Bereiche

  • Nachrichten
  • Lebensführer
  • Kultur
  • Wirtschaft
  • Sport

Entdecken

  • Frag Berlinuna
  • Technologie
  • Berlin
  • Politik
  • Autoren
  • Tags

Unternehmen

  • Über uns
  • Kontakt
  • Impressum
  • Redaktionelle Transparenz

Rechtliches

  • Datenschutz
  • Nutzungsbedingungen
  • Impressum
  • Cookie-Richtlinie

Täglicher Newsletter

Nachrichten aus Deutschland auf Arabisch, jeden Morgen

© 2026 Berlinuna. Alle Rechte vorbehalten.

Made with ❤️ in Berlin

HomeAsk
🎮
WortGuides
  1. Startseite
  2. /
  3. Nachrichten
Nachrichten

Berliner Bauer verschenkt 4.000 Tonnen Kartoffeln - "Der Supermarkt zahlt 10 Cent, die Leute hungern"

Ein deutscher Landwirt verschenkt seine gesamte Ernte kostenlos an Berliner, statt sie zu Spottpreisen an Supermarktketten zu verkaufen. Die Geschichte enthüllt eine tiefe Krise im deutschen Lebensmittelsystem - und eine goldene Chance für arabische Familien.

ف

فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•10. Januar 2026•3 Min. Lesezeit•262 Aufrufe
Berliner Bauer verschenkt 4.000 Tonnen Kartoffeln - "Der Supermarkt zahlt 10 Cent, die Leute hungern"

صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: Hush Naidoo Jade/Unsplash · Unsplash License

Die Lastwagen begannen um sieben Uhr morgens in Tempelhof anzukommen. Reihen von Berlinern warteten in der Kälte. Keine Brotschlangen, keine Notfallhilfe - sondern 4.000 Tonnen frische Kartoffeln, die ein deutscher Bauer kostenlos verteilt, weil er sich weigerte, sie wegzuwerfen.

Karl-Heinz Schultz, Landwirt aus Brandenburg, traf letzte Woche eine schockierende Entscheidung: Statt seine Ernte für 10 Cent pro Kilo an Supermarktketten zu verkaufen (die sie später für 1,89 Euro weiterverkaufen), wird er sie direkt an Berliner verteilen. Kostenlos.

"Ich baue seit 40 Jahren Kartoffeln an", sagte Schultz gegenüber Deutsche Welle. "Die Preise, die sie uns jetzt zahlen, liegen unter den Produktionskosten. Ich verliere jede Saison 15.000 Euro. Also habe ich beschlossen: Wenn ich schon Verlust mache, sollen die Kartoffeln zu denen gehen, die sie brauchen."

Deutscher Bauer hält frische Kartoffeln
Symbolbild. Photo by Gabriel Gurrola on Unsplash

Die wahre Krise: Warum Bauern verlieren, während wir mehr zahlen

Die Zahlen sind schockierend.

Laut Statistischem Bundesamt sanken die Erzeugerpreise in der Landwirtschaft 2025 um 23% im Vergleich zu 2023 - während die Verbraucherpreise für Gemüse im gleichen Zeitraum um 12% stiegen. Das Geld geht an Zwischenhändler, nicht an Bauern oder Verbraucher.

Schultz ist nicht allein. Von 266.000 Betrieben in Deutschland im Jahr 2010 blieben 2024 nur noch 183.000. Jedes Jahr schließen 2.500 Familienbetriebe endgültig.

Aber - und das ist der Teil, der nicht gesagt wird - während deutsche Höfe untergehen, erzielten Großketten wie Edeka und Rewe 2024 Rekordgewinne.

Wie können Sie die kostenlosen Kartoffeln bekommen?

Die Verteilung erfolgt in Phasen:

  • Phase 1 (10.-12. Januar): Tempelhofer Feld, 9-18 Uhr
  • Phase 2 (15.-17. Januar): Marzahn-Hellersdorf (genauer Standort wird auf der Website der Berliner Zeitung bekannt gegeben)
  • Phase 3 (20.-22. Januar): Neukölln - Karl-Marx-Straße

Jede Familie kann bis zu 25 Kilogramm mitnehmen. Es wird empfohlen, große Stofftaschen oder einen Einkaufswagen mitzubringen.

Einkaufswagen voller Kartoffeln
Symbolbild. Photo by Ilo on Unsplash

Warum das für die arabische Community wichtig ist

Fatima, eine syrische Mutter von vier Kindern in Wedding, erfuhr von der Verteilung durch ihre Nachbarin. "Ich bin Donnerstagmorgen hingefahren und habe 20 Kilo bekommen", erzählt sie. "Die Kartoffeln sind frisch - viel besser als bei Lidl. Ich habe diese Woche etwa 35 Euro gespart."

Für Familien, die auf Bürgergeld angewiesen sind (563 Euro pro erwachsene Person monatlich), sind 35 Euro kein kleiner Betrag. Das entspricht einem monatlichen Internetabo oder Schulkleidung für ein Kind.

Laut einer aktuellen Destatis-Studie leiden 18,7% der Haushalte mit Migrationshintergrund in Berlin unter "Ernährungsunsicherheit" - das heißt, sie müssen manchmal Mahlzeiten auslassen oder Lebensmittel minderer Qualität kaufen, weil das Geld knapp ist.

Deshalb organisieren arabische Vereine in Neukölln und Wedding "Gemeinschaftsfahrten" zu den Verteilungsstellen, um Familien ohne Auto zu helfen.

Die größere Lektion: Ein kaputtes Lebensmittelsystem

Was Schultz tut, ist nicht nur Wohltätigkeit. Es ist politischer Protest.

In Deutschland - dem Land, das stolz auf Effizienz und Organisation ist - ist das Lebensmittelsystem erschreckend widersprüchlich: Bauern gehen bankrott, Lebensmittel werden tonnenweise weggeworfen, und Familien kämpfen darum, frisches Gemüse zu kaufen.

Wir fragten Ahmed, einen irakischen Ingenieur, der seit 8 Jahren in Charlottenburg lebt, nach seiner Meinung. "Im Irak, wenn du überschüssige Ernte hast, gibst du sie den Nachbarn. Hier wirft der Bauer sie lieber weg, als sie billig zu verkaufen? Das bedeutet, dass das System grundlegend kaputt ist."

Und er hat recht. Das Problem liegt nicht bei Schultz - es liegt in einer Lieferkette, die es Rewe erlaubt, 3,2 Milliarden Euro Gewinn zu erzielen, während der Bauer, der das Essen produziert, mit Verlust arbeitet.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Schultz' Geschichte hat sich schnell verbreitet. Inzwischen haben 17 weitere Bauern in Brandenburg und Sachsen angekündigt, dasselbe mit ihren kommenden Ernten zu tun - Karotten, Zwiebeln und Kohl.

Die Berliner Regierung reagierte mit einer vorsichtigen Erklärung. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sagte, dass "private Spenden geschätzt werden, aber die strukturelle Krise nicht lösen". Aber sie schlug keine alternativen Lösungen vor.

In der Zwischenzeit tun arabische Familien in Berlin, was sie immer getan haben: sich anpassen, Informationen teilen und verfügbare Chancen nutzen.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Quellen

  1. DW Arabic - Bauer verteilt 4.000 Tonnen Kartoffeln kostenlos
  2. Statistisches Bundesamt - Landwirtschaft
  3. Destatis - Lebensbedingungen und Armutsgefährdung

Teilen

5 Minuten jeden Morgen

Die wichtigsten Deutschland-Nachrichten für Sie

Wort des Tages, Nachrichten und Tipps — täglich in Ihrem Postfach

ف

فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

Kommentare (0)

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht

Kommentare werden geladen...

Ähnliche Artikel

Fachkräfte-Überholspur und Renten-Einschnitte – Tagesüberblick

Fachkräfte-Überholspur und Renten-Einschnitte – Tagesüberblick

21. April 2026

Kriminalstatistik-Streit und Möblierungs-Falle – Abendüberblick

Kriminalstatistik-Streit und Möblierungs-Falle – Abendüberblick

20. April 2026

Hormus-Mission und Druck auf dem Mietmarkt – Tagesüberblick

Hormus-Mission und Druck auf dem Mietmarkt – Tagesüberblick

20. April 2026

Zurück zu Nachrichten

Das könnte Sie auch interessieren

Fachkräfte-Überholspur und Renten-Einschnitte – TagesüberblickNachrichten

Fachkräfte-Überholspur und Renten-Einschnitte – Tagesüberblick

Die wichtigsten Themen der deutschen Presse heute: Neue Fast Lane für Fachkräfte in Hessen, Einschnitte bei Pflege und Rente, Verlängerung der 1000-Euro-Entlastungsprämie.

فريق برليننا-21. April 2026
Kriminalstatistik-Streit und Möblierungs-Falle – AbendüberblickNachrichten

Kriminalstatistik-Streit und Möblierungs-Falle – Abendüberblick

Die wichtigsten Themen der deutschen Presse am Montagabend: Streit um die Kriminalstatistik mit Dobrindt, Möblierungs-Falle im Mietmarkt und Israels Warnung an Libanesen vor der Rückkehr.

فريق برليننا-20. April 2026
Hormus-Mission und Druck auf dem Mietmarkt – TagesüberblickNachrichten

Hormus-Mission und Druck auf dem Mietmarkt – Tagesüberblick

Die wichtigsten Themen der deutschen Presse heute: Deutschlands Bereitschaft zur Hormus-Mission, wachsender Druck auf dem regulären Mietmarkt und rassistisches Mobbing an einer Brandenburger Grundschule.

فريق برليننا-20. April 2026
Hormus wieder offen und Berlin verschärft Milieuschutz – TagesüberblickNachrichten

Hormus wieder offen und Berlin verschärft Milieuschutz – Tagesüberblick

Die wichtigsten Themen der deutschen Presse heute: Iran öffnet die Straße von Hormus und Deutschland prüft Beteiligung an EU-Mission, Berlin verschärft Milieuschutz gegen befristetes Wohnen, und Prozess gegen mutmaßlichen syrischen Milizenführer Anwar S.

فريق برليننا-17. April 2026