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Chinas E-Autos: Spione auf deutschen Straßen?

Der Verfassungsschutzchef in Thüringen warnt vor Datenschutzrisiken durch chinesische E-Autos. Kameras und Mikrofone könnten sensible Infrastrukturdaten sammeln - ein Thema, das auch die arabische Community betrifft.

Redaktioneller BelegAusstehend2 offizielle LinksAktualisiert 22. Januar 2026Methodik

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Stephan Kramer nimmt kein Blatt vor den Mund. Der Verfassungsschutzchef in Thüringen stand diese Woche vor Journalisten mit einer deutlichen Warnung: Chinesische Elektroautos könnten "mobile Spione" auf Deutschlands Straßen sein.

Die Warnung ist nicht völlig neu. Aber ihr Timing – und ihre Schärfe – sind diesmal anders.

"Diese Fahrzeuge sind mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet, die alles aufzeichnen können",

erklärte Kramer gegenüber DW. "Die Daten könnten auf Server in China übertragen werden – und wir wissen nicht, was danach damit passiert."

Die Zahlen sprechen für sich

Im Jahr 2025 verkauften chinesische Hersteller rund 185.000 Elektroautos in Deutschland – ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Marken wie BYD, NIO und Xpeng sind mittlerweile ein vertrauter Anblick auf deutschen Straßen. Und die Preise? Deutlich niedriger als bei deutschen Konkurrenten.

Elektroauto an einer deutschen Ladestation
Symbolbild. Photo by CHUTTERSNAP on Unsplash

Aber ist der günstige Preis das Sicherheitsrisiko wert?

Kramer betonte, dass die Bedenken nicht nur die persönliche Privatsphäre betreffen. "Die Kameras in diesen Autos könnten militärische Einrichtungen, Flughäfen oder Regierungsgebäude filmen", wies er darauf hin. "Das sind wertvolle nachrichtendienstliche Informationen."

Was bedeutet das für die arabische Community?

Mahmoud, Lieferfahrer in Berlin (er bat darum, seinen vollen Namen nicht zu nennen), kaufte vor sechs Monaten ein chinesisches E-Auto. "Der Preis war ausschlaggebend", berichtete er. "Ich habe 12.000 Euro gegenüber einem VW ID.4 gespart."

Jetzt fragt er sich allerdings. "Kann jemand meine Gespräche mit meiner Familie mithören? Daran hatte ich vorher nicht gedacht."

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik darin, dass europäische Daten strengeren Schutzgesetzen unterliegen.

Peking dementiert

Die chinesische Regierung wies die Vorwürfe zurück. "Diese Anschuldigungen sind unbegründet", bestätigte ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Berlin. "Chinesische Unternehmen halten sich an die Datenschutzgesetze in den Märkten, in denen sie tätig sind."

Bundesamts für Verfassungsschutz, merkte an, dass "das chinesische Gesetz Unternehmen verpflichtet, auf Anfrage mit den Geheimdiensten zusammenzuarbeiten – und das ist unsere Sorge."

Was können Sie tun?

Wenn Sie über den Kauf eines chinesischen E-Autos nachdenken – oder bereits eines besitzen – gibt es Maßnahmen, die Sie ergreifen können. Erstens überprüfen Sie die Datenschutzeinstellungen in der Auto-App und deaktivieren Sie unnötige Datenfreigaben. Zweitens vermeiden Sie sensible Gespräche im Fahrzeug, wenn Sie besorgt sind. Drittens verfolgen Sie Software-Updates – einige davon beheben möglicherweise Sicherheitslücken.

Und die größere Frage bleibt offen: Wird Deutschland strengere regulatorische Schritte unternehmen? Die Europäische Kommission prüft derzeit zusätzliche Zölle auf chinesische Autos. Aber ein Verbot? Das ist vorerst unwahrscheinlich.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Quellen

  1. DW - Verfassungsschutz warnt vor chinesischen E-Autos
  2. Bundesamt für Verfassungsschutz - Cyber- und Informationssicherheit
  3. BSI - Informationen für Verbraucher

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