Einmalpreisregel: Nur noch eine Erhöhung pro Tag
Wer morgens auf dem Weg zur Arbeit tankt, zahlt bis zu 15 Cent pro Liter zu viel. Bei regelmäßigem Tanken sind das 60 bis 80 Euro im Monat. Ein neues Gesetz, über das der Bundestag heute abstimmt, macht das Preismuster an Tankstellen erstmals berechenbar. Zwei Uhrzeiten sind fast immer die günstigsten.
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صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: JirkaF/Pixabay · Pixabay License
Morgens 1,75 Euro pro Liter, mittags 1,89, abends 1,80. Wer regelmäßig tankt, kennt das Spiel. Der Bundestag will es heute beenden. Am 26. März 2026 stimmen die Abgeordneten über die Einmalpreisregel ab. Das Prinzip: Tankstellen dürfen ihre Spritpreise nur noch einmal am Tag erhöhen. Danach geht es nur noch runter.
Was die Einmalpreisregel bedeutet
Nach der geplanten Regelung dürfen Tankstellen den Preis für Benzin und Diesel nur noch einmal innerhalb von 24 Stunden anheben. Preissenkungen bleiben unbegrenzt möglich. In der Praxis heißt das: Der Tageshöchstpreis steht früh fest. Danach können die Stationen nur noch unterbieten, nicht nachziehen. Das Spritpreispaket muss noch die Abstimmung im Bundestag passieren. Eine Mehrheit gilt als wahrscheinlich, beschlossen ist das Gesetz aber noch nicht.
Wann tanken am günstigsten ist
Schon heute zeigen die Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS) beim Bundeskartellamt ein klares Muster: Die niedrigsten Preise fallen regelmäßig auf den Zeitraum zwischen 18 und 20 Uhr. Der Grund: Stationen senken im Tagesverlauf schrittweise die Preise, um Kunden anzulocken. Mit der Einmalpreisregel wird dieses Muster noch ausgeprägter, weil die tägliche Erhöhung nur einmal stattfinden darf.
Der Preisunterschied zwischen dem Tageshoch und dem Tagestief an derselben Tankstelle beträgt laut MTS-Daten regelmäßig 10 bis 15 Cent pro Liter. Wer zweimal pro Woche 50 Liter tankt, zahlt bei ungünstigem Timing 40 bis 60 Euro mehr im Monat als nötig. Laut ADAC-Berechnungen können Vielfahrer bei konsequenter Nutzung der Preisvergleichs-Apps zwischen 50 und 80 Euro monatlich sparen.

Drei Apps für den günstigsten Preis
Alle drei nutzen die offiziellen Echtzeitdaten der MTS, an die jede Tankstelle in Deutschland ihre Preise melden muss. Der Tankstellenfinder kommt direkt vom Bundeskartellamt und zeigt alle Stationen auf einer Karte. Clever-tanken ist die meistgenutzte App und bietet Preisalarme, die bei Unterschreitung eines Wunschpreises benachrichtigen. ADAC Spritpreise liefert regionale Vergleiche und Preistrend-Analysen.
Alle drei Apps sind kostenlos und für Android und iOS verfügbar.
Was jetzt zu tun ist
Wer eine der drei Apps installiert und Preisalarme für die Stammtankstelle einrichtet, spart schon jetzt. Sobald die Einmalpreisregel in Kraft tritt, wird das Preismuster noch berechenbarer. Abends tanken statt morgens, Preise vergleichen statt spontan halten. Der Aufwand ist minimal, die Ersparnis über ein Jahr gerechnet erheblich.

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