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EU ermittelt gegen X – Was betrifft Sie?

Französische Polizei durchsuchte die X-Büros in Paris.

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EU ermittelt gegen X – Was betrifft Sie?

Bildquelle: Berlinuna / AI Generated · Berlinuna Original

Redaktioneller BelegVon der Berlinuna Redaktion1 offizielle LinksAktualisiert 5. Februar 2026Methodik
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750 Millionen Euro. Das ist die mögliche Strafe, die X (früher Twitter) an die EU zahlen muss. Die Zahl ist nicht willkürlich – es sind 6% der weltweiten Einnahmen des Unternehmens, die Höchststrafe nach dem Digital Services Act (DSA).

Am vergangenen Montag durchsuchte die französische Polizei die Büros von X in Paris. Die Vorwürfe? Verbreitung von Kinderpornografie, Deepfake-Technologien und Erleichterung von Desinformation.

Aber was hat das mit Ihnen zu tun – als arabischer Nutzer in Deutschland?

DSA: Was schützt Sie?

Der Digital Services Act der EU trat im Februar 2024 in Kraft. Das Ziel? Große Plattformen zum Schutz der Nutzer vor schädlichen Inhalten zu zwingen. Das Gesetz verpflichtet Plattformen zu Transparenz über ihre Algorithmen, schneller Entfernung illegaler Inhalte und Verhinderung von Desinformation – besonders in Wahlzeiten.

X steht besonders im Fokus. Warum? Weil die Plattform unter Elon Musk die Content-Moderationsteams von 3.700 auf unter 500 Mitarbeiter reduziert hat. Das Ergebnis – laut Deutsche Welle – ist ein deutlicher Anstieg von Hassrede und Fehlinformationen.

Auswirkungen auf die arabische Community

Die Plattform X bleibt wichtig für Araber in Deutschland. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass 34% der Araber in Deutschland X nutzen, um Nachrichten aus ihren Herkunftsländern zu erhalten. Das liegt über dem deutschen Durchschnitt (22%).

Aber dieselbe Plattform ist auch zur Arena für Desinformation über Migranten geworden. Ein deutscher Medienforscher warnt: "Der neue Algorithmus bevorzugt kontroverse Inhalte. Das bedeutet, dass negative Bilder über Migranten mehr Verbreitung finden."

Was könnte sich ändern?

Wenn die EU-Kommission X verurteilt, könnte die Plattform zu grundlegenden Änderungen gezwungen werden, die Ihre Nutzererfahrung betreffen. Ermittlungsdokumente zeigen, dass gefordert wird: bessere Moderation arabischer Inhalte – derzeit praktisch nicht vorhanden, mehr Transparenz darüber, warum bestimmte Inhalte in Ihrem Feed erscheinen, und schnellere Meldemechanismen für schädliche Inhalte.

Eine arabische Nutzerin in Berlin berichtet: "Ich habe ein Konto gemeldet, das Falschinformationen über syrische Flüchtlinge verbreitet hat. Die Antwort kam nach zwei Wochen: 'Verstößt nicht gegen unsere Richtlinien.' Das ist frustrierend."

Verfügbare Alternativen

Einige arabische Nutzer haben begonnen, zu alternativen Plattformen zu wechseln. Bluesky und Mastodon gewinnen an Beliebtheit, obwohl ihr arabisches Publikum noch begrenzt ist. Die Herausforderung? Freunde, Familie und Nachrichtenquellen sind immer noch auf X.

Letztendlich könnte die EU-Ermittlung Musk vor eine schwere Wahl stellen: entweder den Nutzerschutzregeln entsprechen oder den europäischen Markt ganz verlassen – ein wirtschaftlich unwahrscheinliches Szenario. Das Wahrscheinlichste? Schrittweise Änderungen, die Ihre Erfahrung verbessern könnten. Aber die Zeit wird es zeigen.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Quellen

  1. DW Arabic - Durchsuchung der X-Büros in Frankreich
  2. European Commission - Digital Services Act
  3. DW Arabic - EU-Ermittlung gegen X

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