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Handyverbot an Schulen: Was Eltern wissen müssen

Eine neue Studie zeigt: Jugendliche verbringen täglich über eine Stunde am Handy während des Unterrichts. Deutschland debattiert strenge Verbote. Für arabische Familien stellt sich eine doppelte Herausforderung.

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فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•13. Januar 2026•3 Min. Lesezeit•54 Aufrufe
Handyverbot an Schulen: Was Eltern wissen müssen

صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: Annie Spratt/Unsplash

In einer Grundschule in Wedding sitzt Nora (12) in der fünften Klasse. Ihre Lehrerin erklärt Mathematik. Aber Noras Augen sind nicht auf die Tafel gerichtet – sie scrollt unter dem Tisch durch TikTok.

Diese Szene wiederholt sich täglich in Tausenden deutschen Klassenzimmern. Laut einer neuen amerikanischen Studie verbringen Jugendliche 1 Stunde und 16 Minuten täglich am Handy während des Unterrichts – 77% davon auf Social-Media-Apps.

Für arabische Familien in Deutschland stellt sich die Frage etwas anders: Wie gehen wir mit einer digitalen Kultur um, die wir aus unseren Heimatländern nicht kennen?

Besorgniserregende Zahlen

Die Studie der Stanford University (berichtet von Deutsche Welle) verfolgte 200.000 Schüler in 15 US-Bundesstaaten. Die Forscher warnen jedoch: Das Phänomen ist global. Deutschland ist keine Ausnahme.

Schüler im Klassenzimmer schauen auf ihre Handys
Symbolbild. Photo by Marvin Meyer on Unsplash

In Berlin variieren die Regeln von Schule zu Schule. Einige Gymnasien verbieten Handys komplett. Andere erlauben sie nur in den Pausen. Viele haben überhaupt keine klare Richtlinie.

Ein Sprecher der Berliner Bildungsverwaltung erklärte: "Die Entscheidung liegt bei den einzelnen Schulen im Rahmen des Schulgesetzes." Das bedeutet: keine einheitliche Regelung.

Die doppelte Herausforderung arabischer Familien

Fatima, Mutter von drei Kindern in Neukölln, steht täglich vor einem Dilemma. Ihr ältester Sohn (14) braucht sein Handy, um mit seinen deutschen Freunden über WhatsApp zu kommunizieren. "Wenn ich es ihm verbiete, wird er isoliert", sagt sie.

Aber sie fügt hinzu: "In Syrien kannten wir dieses Problem nicht. Die Kinder spielten auf der Straße, nicht auf Bildschirmen."

Dieser Widerspruch – zwischen dem Wunsch nach Integration und der Angst vor Kontrollverlust – wiederholt sich in vielen arabischen Haushalten. Die deutsche Schule mit ihren unterschiedlichen Richtlinien hilft nicht bei der Lösung.

Was sagen die Experten?

Die Forscher warnten vor den Auswirkungen der Handynutzung auf die schulischen Leistungen. Die Lösung ist jedoch nicht einfach. Ein komplettes Verbot kann nach hinten losgehen – Kinder lernen zu umgehen statt sich selbst zu regulieren.

Ein Bericht des Bundesfamilienministeriums betont, dass "Medienkompetenz" wichtiger ist als Verbote. Das Ziel: Kinder sollen lernen, wann und wie sie Technologie nutzen.

Aber die Frage bleibt: Wer bringt diese Kompetenz zuerst den Eltern bei – besonders jenen aus Kulturen, die Smartphones erst kürzlich kennengelernt haben?

Praktische Schritte

Berliner Erziehungsberater empfehlen mehrere Schritte für Familien: Erstens, mit der Schule sprechen, um die offizielle Richtlinie zu erfahren. Zweitens, klare und konsistente Hausregeln aufstellen. Drittens, Kindersicherungs-Tools wie Googles Family Link oder Apples Screen Time nutzen – aber transparent, nicht heimlich.

Und das Wichtigste: Eltern sollten Vorbilder sein. "Wenn du selbst beim Abendessen am Handy scrollst", sagt Fatima mit einem Lächeln, "erwarte nichts anderes von deinen Kindern."

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Quellen

  1. Deutsche Welle - Studie zur Handynutzung im Unterricht (2026)
  2. Senatsverwaltung für Bildung Berlin - Schulsystem
  3. Bundesministerium für Familie - Medienkompetenz für Kinder

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