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"Meine Miete kostet 940 Euro, ich zahle nur 320" - Der komplette WBS-Guide für bezahlbares Wohnen in Berlin
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"Meine Miete kostet 940 Euro, ich zahle nur 320" - Der komplette WBS-Guide für bezahlbares Wohnen in Berlin

Wohnen in Berlin wird unbezahlbar - außer Sie kennen das System: Der Wohnberechtigungsschein (WBS) kann Ihre Miete halbieren. Dieser Guide zeigt Ihnen, wie Sie ihn beantragen, wer Anspruch hat und wo Sie geförderte Wohnungen finden.

Redaktioneller BelegAusstehend2 offizielle LinksAktualisiert 6. Januar 2026Methodik

Berlinuna Redaktion

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In einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Marzahn lebt Layla mit ihren zwei Kindern. Die Kaltmiete: 620 Euro. Was sie tatsächlich zahlt: 285 Euro. Ihr Geheimnis? Ein Stück Papier namens Wohnberechtigungsschein.

Die meisten Araber in Berlin wissen nichts von diesem System. Sie zahlen 900 Euro für eine Ein-Zimmer-Wohnung in Neukölln, während sie für 400 Euro drei Zimmer haben könnten - wenn sie nur wüssten wie.

Was ist ein Wohnberechtigungsschein (WBS)?

Es ist ein offizielles Zertifikat, das bescheinigt, dass Ihr Einkommen niedrig genug ist, um eine staatlich geförderte Wohnung zu bekommen. Laut Berliner Wohnraumförderungsgesetz gibt es rund 95.000 geförderte Wohnungen in der Stadt - aber 40% stehen leer, weil die Leute nicht wissen, wie man sich bewirbt.

Offizieller deutscher Papierkram und Formulare
Photo by Christian Lue on Unsplash

Wer hat Anspruch auf einen WBS?

Das System basiert auf Einkommensgrenzen. Wenn Ihr Brutto-Jahreseinkommen unter diesen Grenzen liegt, haben Sie Anspruch:

  • 1 Person: 19.950 Euro jährlich (ca. 1.660 Euro monatlich brutto)
  • 2 Personen: 30.030 Euro jährlich
  • Jede weitere Person: +5.670 Euro
  • Familie mit 4 Personen: bis zu 41.370 Euro jährlich

Es gibt Zuschläge für Kinder, Menschen mit Behinderungen und Schwangere. Wichtig: Wenn Sie Bürgergeld oder Sozialhilfe erhalten, haben Sie automatisch Anspruch.

Wie bekommt man den Schein? (Schritt für Schritt)

Schritt 1: Dokumente sammeln

Sie benötigen:

  1. Reisepass oder Personalausweis
  2. Anmeldung (Nachweis der Registrierung in Berlin)
  3. Einkommensnachweis der letzten 12 Monate - entweder Lohnabrechnung oder Bescheid vom Jobcenter
  4. Bei Kindern: Geburtsurkunde für jedes Kind
  5. Aktueller Mietvertrag (falls vorhanden)

Schritt 2: Online-Antrag ausfüllen

Kein Termin nötig. Sie können online beantragen in 20 Minuten. Das Formular ist nur auf Deutsch verfügbar, aber Sie können Google Translate verwenden oder einen Freund um Hilfe bitten.

Person arbeitet an Laptop
Photo by Glenn Carstens-Peters on Unsplash

Schritt 3: Auf Bescheid warten (4-6 Wochen)

Sie erhalten einen Brief per Post. Bei Genehmigung ist der Schein ein Jahr gültig - nutzen Sie ihn weise.

Wo findet man geförderte Wohnungen?

Hier liegt das Problem: Sie haben den Schein, aber wo sind die Wohnungen?

1. Offizielle Online-Plattformen

  • WBM - Größte Sozialwohnungsgesellschaft Berlins, 45.000 Wohnungen
  • Degewo - 15.000 geförderte Wohnungen in ganz Berlin
  • Gewobag - Schwerpunkt Neukölln, Spandau und Reinickendorf
  • Stadt und Land - Große Familienwohnungen in Marzahn und Lichtenberg

2. Insider-Tipp: Wartelisten

Melden Sie sich bei allen vier Gesellschaften auf die Warteliste an. Sie müssen sich nicht für eine entscheiden. Durchschnittliche Wartezeit: 8-14 Monate, aber manche bekommen schon nach 3 Monaten ein Angebot.

Der Fehler, den alle machen

Viele bekommen den WBS und warten dann. Falsch. Sie müssen aktiv suchen:

  • Prüfen Sie die vier Websites wöchentlich
  • Rufen Sie direkt an - manchmal inserieren sie nicht alle Wohnungen online
  • Seien Sie flexibel beim Bezirk - Marzahn und Lichtenberg haben die meisten verfügbaren Wohnungen
  • Bewerben Sie sich gleichzeitig auf mehrere Wohnungen

Was zahlt man tatsächlich?

Berlin legt Mietobergrenzen für geförderte Wohnungen fest. Laut 2026er Verordnung:

  • 1-Zimmer-Wohnung (bis 50 qm): 6,80 Euro pro qm = ca. 340 Euro kalt
  • 2-Zimmer-Wohnung (65 qm): ca. 440 Euro kalt
  • 3-Zimmer-Wohnung (80 qm): ca. 545 Euro kalt

Nebenkosten addieren (meist 2-2,50 Euro pro qm) für die Gesamtwarmmiete.

Wohngebäude in Berlin
Photo by Adam Vradenburg on Unsplash

Was passiert, wenn Ihr Einkommen steigt?

Eine Frage, die viele fürchten: Wenn ich einen besseren Job bekomme, verliere ich dann meine Wohnung?

Antwort: Nein - solange Ihr Einkommen die Grenze nicht um mehr als 60% überschreitet. Danach zahlen Sie eine Fehlbelegungsabgabe - etwa 2 Euro mehr pro qm. Immer noch billiger als der freie Markt.

Alternativen, wenn Sie keinen WBS bekommen

Nicht jeder qualifiziert sich. Wenn Ihr Einkommen knapp über der Grenze liegt, versuchen Sie:

  1. Genossenschaftswohnungen - Sie zahlen eine einmalige Mitgliedsgebühr (500-2.000 Euro), aber die Miete ist 20-30% günstiger als am Markt
  2. Wohnungstausch - Suchen Sie in Facebook-Gruppen nach Leuten, die tauschen wollen
  3. Ziehen Sie nach Brandenburg (Potsdam, Brandenburg an der Havel) - Mieten sind 40% günstiger, Sie können trotzdem nach Berlin pendeln

Fazit

Das WBS-System ist kein Geheimnis - aber es erscheint so, weil die Informationen verstreut sind, die Website kompliziert ist und es niemand klar erklärt.

Die einfache Wahrheit: Wenn Sie weniger als 1.660 Euro monatlich verdienen (oder 2.500 Euro als Paar), können Sie wahrscheinlich Ihre Miete halbieren. Stellen Sie den Antrag. Es dauert eine Stunde. Das Schlimmste, was passieren kann? Sie werden abgelehnt. Das Beste? Sie sparen 500 Euro pro Monat.

Hinweis: Alle Einkommensgrenzen und Preise beziehen sich auf die Berliner Verordnung 2026.

Quellen

  1. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - Wohnberechtigungsschein Informationen
  2. Berlin.de - Mieterschutz und soziale Wohnraumförderung
  3. WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte
  4. Degewo - Wohnungsangebote Berlin

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6. Januar 2026
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