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Mietvertrag: Fallen für Mieter

Als Sara ihren Mietvertrag in Neukölln unterschrieb, übersah sie die Schönheitsreparaturklausel – das kostete sie später Hunderte Euro. Viele arabische Mieter in Berlin tappen in ähnliche rechtliche Fallen. Dieser Leitfaden erklärt die gefährlichsten Klauseln im deutschen Mietvertrag und wie man sich davor schützt.

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Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•2. Februar 2026•3 Min. Lesezeit•47 Aufrufe
Mietvertrag: Fallen für Mieter

صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: Francesca Tosolini/Unsplash

In einer kleinen Wohnung im vierten Stock in Berlin-Neukölln saß Sara (Name zum Schutz der Privatsphäre geändert) und blätterte zum ersten Mal nach der Unterschrift durch ihren Mietvertrag. Acht Seiten Juristendeutsch. Sie hatte drei Monate zuvor unterschrieben und versuchte immer noch zu verstehen, worauf sie sich eingelassen hatte.

„Sie sagten mir, ich solle schnell unterschreiben, sonst sei die Wohnung weg", erklärte Sara und deutete auf einen Absatz auf Seite fünf. Die Schönheitsreparaturklausel — sie verpflichtete Sara, die Wände alle drei Jahre zu streichen. Was sie nicht wusste: Der Bundesgerichtshof hat solche Klauseln für unwirksam erklärt, wenn sie starre Fristen vorgeben. Hunderte Euro, die sie beinahe grundlos bezahlt hätte.

Saras Geschichte ist kein Einzelfall. In einem Mietmarkt, in dem die durchschnittliche Kaltmiete in Berlin bei rund 12,50 Euro pro Quadratmeter liegt — Tendenz steigend — finden sich viele arabische Mieter vor Verträgen wieder, die sie nicht vollständig verstehen. Und genau da liegt das eigentliche Problem.

Mietwohnung in Berlin
Symbolbild. Photo by Spacejoy on Unsplash

Kaution: Ihr Geld gehört auf ein Sonderkonto

Das Erste, womit Mieter konfrontiert werden, ist die Kaution. Das deutsche Recht ist eindeutig: Die Kaution darf maximal drei Monatsmieten (kalt) betragen und muss vom Vermieter auf einem separaten Konto getrennt vom eigenen Vermögen angelegt werden. Aber tun das wirklich alle Vermieter? Nicht immer. Und viele Mieter fragen erst beim Auszug nach dem Verbleib ihres Geldes.

Man darf — und sollte dringend — einen Nachweis verlangen, dass die Kaution auf einem separaten Bankkonto liegt. Das ist keine Unverschämtheit. Das ist geltendes Recht.

Nebenkostenabrechnung: 60 Prozent sind fehlerhaft

Die Zahl ist erschreckend. Nach Angaben des Berliner Mietervereins enthalten rund 60 % der Nebenkostenabrechnungen Fehler. Sechzig Prozent. Das bedeutet, dass die meisten Mieter mehr zahlen, als sie müssten — manchmal Hunderte Euro im Jahr — ohne die Abrechnung jemals zu prüfen.

Der Berliner Mieterverein betonte, dass „Mieter, die nicht fließend Deutsch sprechen, besonders anfällig für solche Fehler" seien. Viele wüssten nicht, dass sie zwölf Monate Zeit haben, Widerspruch einzulegen. Ein gesetzliches Recht, das an der Sprachbarriere scheitert.

Überprüfung von Vertragsdokumenten
Symbolbild. Photo by Scott Graham on Unsplash

Mietpreisbremse und Mietspiegel

Berlin gehört zu den Städten, in denen die Mietpreisbremse gilt. Diese begrenzt die Miete auf maximal 10 % über dem Mietspiegel. Aber — und das ist entscheidend — der Vermieter muss den Mietspiegel im Vertrag referenzieren. Tut er das nicht, zahlen Sie möglicherweise mehr als gesetzlich erlaubt.

Was die Kündigungsfrist betrifft: Mieter sind an drei Monate gebunden. Für Vermieter verlängert sich die Frist je nach Mietdauer — ein Schutzmechanismus, den erstaunlich viele Bewohner nicht kennen.

So schützen Sie sich

Der erste Schritt ist einfach, aber entscheidend: Lesen Sie Ihren Vertrag vollständig, bevor Sie unterschreiben. Nehmen Sie ihn mit nach Hause, wenn möglich (und ja, das steht Ihnen zu). Bitten Sie einen Freund mit juristischen Deutschkenntnissen um Hilfe oder beauftragen Sie einen professionellen Übersetzer. Und wenn Ihnen Klauseln seltsam vorkommen — etwa die Pflicht, alle zwei Jahre zu streichen, oder ein Verbot, Bilder aufzuhängen — dann wissen Sie: Viele dieser Klauseln sind rechtlich unwirksam.

Eine Mitgliedschaft im Mieterverein (kostet etwa 90 Euro im Jahr) bringt kostenlose Rechtsberatung und Vertragsprüfung mit sich. Eine kleine Investition für große Sicherheit.

Sara hat ihre Lektion gelernt. „Ich werde nie wieder etwas unterschreiben, das ich nicht verstehe", sagte sie mit einem vorsichtigen Lächeln. Damit hat sie recht.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Quellen

  1. Mieterschutz — Senatsverwaltung Berlin
  2. Mietrecht — Bundesministerium der Justiz
  3. Wohnen — Statistisches Bundesamt

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