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"Nur 6 Minuten beim Hausarzt" - So bekommen Sie bessere Gesundheitsversorgung in Deutschland

Der durchschnittliche Hausarztbesuch in Deutschland dauert 6,8 Minuten. Tausende arabische Patienten klagen über Zeitdruck und mangelnde Aufmerksamkeit. Doch es gibt erprobte Strategien für bessere Versorgung ohne Arztwechsel - vom Verstehen des Quartalssystems bis zu Disease-Management-Programmen, von denen niemand spricht.

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فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•3. Januar 2026•5 Min. Lesezeit•49 Aufrufe
"Nur 6 Minuten beim Hausarzt" - So bekommen Sie bessere Gesundheitsversorgung in Deutschland

Photo by Mufid Majnun on Unsplash

Rena saß 45 Minuten im Wartezimmer. Als sie das Sprechzimmer in Wedding betrat, erwartete sie Gehör zu finden. Seit zwei Wochen hatte sie anhaltende Magenschmerzen, wiederkehrende Kopfschmerzen und eine Müdigkeit, die selbst Schlaf nicht besserte. Der Arzt schaute mehr auf den Bildschirm als auf sie.

"Stress wahrscheinlich," sagte er. Er schrieb ein Rezept für die Kopfschmerzen. Gesamtdauer: fünfeinhalb Minuten.

Das ist kein Einzelfall. Laut Daten des Statistischen Bundesamts dauert der durchschnittliche Arztbesuch in Deutschland 6,8 Minuten. In überfüllten Praxen in Neukölln und Wedding kann die Zeit auf 4 Minuten sinken.

Doch das Problem liegt nicht immer am bösen Willen des Arztes.

Das Quartalssystem, das niemand erklärt

Der Hauptgrund für die Eile: Das deutsche Vergütungssystem zahlt Ärzten einen Pauschalbetrag pro Patient pro Quartal - egal ob Sie einmal oder zehnmal kommen.

Arzt untersucht Patient in deutscher Praxis
Photo by Usman Yousaf on Unsplash

Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erhält ein Hausarzt etwa 45-55 Euro pro Patient im Quartal. Kommen Sie fünfmal im selben Quartal, bekommt er nicht mehr Geld. Kommen Sie nur einmal, erhält er denselben Betrag.

Das schafft ökonomischen Druck: Je mehr Patienten er sieht, desto höher sein Einkommen - auch wenn jeder Termin extrem kurz ist.

Was bedeutet das für Sie?

  • Mehrere gesundheitliche Probleme? Versuchen Sie nicht, alles in einem Termin zu lösen. Buchen Sie separate Termine in verschiedenen Quartalen, wenn möglich.
  • Der erste Besuch in einem neuen Quartal bekommt normalerweise mehr Zeit - der Arzt hat einen finanziellen Anreiz, Sie als neuen Patienten in diesem Quartal zu registrieren.
  • Jährliche Vorsorgeuntersuchungen (Check-up) werden separat vergütet - nutzen Sie diesen Termin für breitere Gesundheitsgespräche.

DMP-Programme: Der kostenlose Service, den Ihre Krankenkasse verschweigt

Wenn Sie an einer chronischen Krankheit leiden - Diabetes, Asthma, Herzkrankheit, Bluthochdruck - haben Sie ein gesetzliches Recht auf Teilnahme an einem Disease Management Programm (DMP).

Diese Programme bieten:

  1. Längere, strukturierte Termine (meist 15-20 Minuten statt 6)
  2. Regelmäßige, vorausgeplante Untersuchungen
  3. Zusätzliche Vergütung für den Arzt - was bessere Aufmerksamkeit bedeutet
  4. Bessere Koordination zwischen verschiedenen Ärzten

Laut dem Gemeinsamen Bundesausschuss gibt es derzeit DMP-Programme für 10 chronische Krankheiten, aber weniger als 40% der qualifizierten Patienten wissen davon.

Patient im Beratungsgespräch mit Arzt
Photo by Bermix Studio on Unsplash

Das Problem: Weder Ihre Krankenkasse noch Ihr Arzt informieren Sie automatisch. Sie müssen fragen.

Sagen Sie genau diesen Satz: "Ich möchte mich für das DMP-Programm für [Krankheit] anmelden. Bieten Sie das an?"

Die 3-Minuten-Strategie

Der Arzt trifft seine Grundentscheidungen in den ersten drei Minuten. So nutzen Sie sie klug:

Vor dem Betreten: Schreiben Sie auf einen Zettel:

  • Das Hauptsymptom in einem Satz
  • Wann es genau begann (konkretes Datum)
  • Was Sie bereits probiert haben (Medikamente, Hausmittel)
  • Was es schlimmer/besser macht

Schlechtes Beispiel: "Ich bin ständig müde und habe viele Probleme..."

Gutes Beispiel: "Seit dem 14. Januar habe ich scharfe Magenschmerzen direkt nach dem Essen. Ich habe Buscopan 5 Tage probiert - keine Besserung. Die Schmerzen verschlimmern sich bei Milchprodukten. Ich brauche ein Blutbild und möglicherweise eine Überweisung zum Gastroenterologen."

Dieser Ansatz zeigt, dass Sie:

  1. Ihre Symptome sorgfältig beobachtet haben
  2. Versucht haben, das Problem zu lösen
  3. Wissen, was Sie brauchen

Deutsche Ärzte respektieren vorbereitete Patienten - nicht "schwierige" oder vage Patienten.

Die geheimen Zeiten für bessere Termine

Vermeiden Sie:

  • Montagmorgen - vollste Zeit (Wochenend-Rückstau)
  • Freitagnachmittag - Ärzte wollen die Woche schnell beenden
  • Erste 3 Tage eines neuen Quartals - extremer Andrang

Optimale Zeiten:

  • Dienstag/Mittwoch vormittags (10:00-11:30)
  • Donnerstag nach 15:00 (falls die Praxis geöffnet ist)
  • Letzter Termin des Tages - der Arzt gibt Ihnen möglicherweise Extrazeit, da keine Warteschlange hinter Ihnen ist
Wartezimmer einer Arztpraxis
Photo by Hush Naidoo Jade Photography on Unsplash

Videosprechstunde: Die versteckte Alternative

Seit 2020 haben Sie das Recht, 30% Ihrer Termine per Video (Videosprechstunde) wahrzunehmen. Das ist nützlich für:

  • Besprechung von Testergebnissen
  • Rezeptverlängerungen
  • Einfache Beratungen
  • Wenn Sie kleine Kinder haben und das Haus nicht verlassen können

Großer Vorteil: Videosprechstunden dauern normalerweise länger (10-15 Minuten), weil der Arzt nicht unter dem Druck eines vollen Wartezimmers steht.

Fragen Sie Ihre Praxis: "Bieten Sie Videosprechstunden an?" Die meisten Praxen nutzen zertifizierte Plattformen wie TI-Messenger oder Doccirrus.

Die Wechsel-Option: Wann und wie

Manchmal liegt das Problem nicht am System - sondern am Arzt selbst. Zeichen, dass Sie wechseln sollten:

  1. Verweigert Überweisung zum Facharzt trotz mehrfacher Bitten
  2. Verschreibt dasselbe Medikament für jedes Problem
  3. Nimmt Ihre Beschwerden nicht ernst ("Nur Stress" für alles)
  4. Rassistische oder diskriminierende Kommentare (selbst wenn "scherzhaft")

Laut deutschem Recht können Sie Ihren Hausarzt einmal pro Quartal wechseln, ohne einen Grund anzugeben. Sie müssen dem alten Arzt nichts sagen. Einfach:

  1. Zum neuen Arzt gehen
  2. Versichertenkarte vorlegen
  3. Sagen: "Ich möchte Sie als neuen Hausarzt wählen"

Ihre Krankenakte wird automatisch über das ePA-System (elektronische Patientenakte) übertragen.

Die Website Weisse Liste ermöglicht die Suche nach Ärzten basierend auf Patientenbewertungen, Praxissprachen und Wartezeiten - eine viel bessere Ressource als Google.

Was hat Rena gemacht?

Nach ihrer Recherche bat Rena um Aufnahme in das DMP für Magen-Darm-Erkrankungen (sie hatte chronisches Reizdarmsyndrom, ohne zu wissen, dass es dafür ein Programm gibt). Sie bekam regelmäßige Termine alle 8 Wochen, jeweils 20 Minuten.

Im zweiten Termin, nachdem sie zeigte, dass sie ihre Symptome sorgfältig beobachtet, überwies der Arzt sie zum Gastroenterologen. Sie wurde mit Laktoseintoleranz diagnostiziert - etwas, das Monate früher hätte entdeckt werden können.

"Ich dachte, das Problem seien deutsche Ärzte," sagte Rena. "Es stellte sich heraus, dass das Problem war, dass ich nicht wusste, wie man mit dem System umgeht."

Das deutsche Gesundheitssystem ist nicht schlecht - es ist komplex. Und wenn Sie seine versteckten Regeln verstehen, können Sie exzellente Versorgung bekommen. Sogar in 6 Minuten.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt - Gesundheit in Deutschland
  2. Kassenärztliche Bundesvereinigung - Vergütungssystem
  3. Gemeinsamer Bundesausschuss - Disease Management Programme
  4. KBV - Videosprechstunde Informationen
  5. Weisse Liste - Arztsuche mit Patientenbewertungen

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