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Preise steigen: So schützen Sie Ihr Budget

Das IFO-Institut registriert eine Welle geplanter Preiserhöhungen in Industrie, Bau und Dienstleistungen.

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SymbolbildBildquelle: planet_fox · Pixabay License

Redaktioneller BelegVon der Berlinuna Redaktion1 offizielle LinksAktualisiert 30. März 2026Methodik
Quellenbeleg

Henkel-Chef Carsten Knobel warnte vergangene Woche: Wer Preiserhöhungen hinauszögere, verschärfe den Druck nur. Sein Unternehmen, das Persil und Schwarzkopf herstellt, gehört zu einer wachsenden Zahl deutscher Firmen, die ihre Preise anheben wollen. Laut einer aktuellen Erhebung des IFO-Instituts planen Unternehmen in Industrie, Bau und Dienstleistungen deutliche Aufschläge. Der Grund: ein "signifikanter Anstieg der Preise für Rohöl, Gas und Strom seit Beginn des Krieges im Iran", so IFO-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe.

Für arabische Familien in Deutschland trifft die Entwicklung besonders hart. Viele stemmen neben den Lebenshaltungskosten auch regelmäßige Überweisungen an Angehörige in der Heimat. Jeder Euro mehr an der Supermarktkasse oder auf der Stromrechnung fehlt doppelt.

Aber die Preisspirale betrifft nicht nur den Einkauf. Transportunternehmen warnen, dass steigende Dieselpreise regionale Busanbieter in die Knie zwingen könnten. Ländliche Linien stehen vor der Streichung, wenn die Politik nicht gegensteuert. Wer im Umland wohnt und auf den Bus angewiesen ist (etwa für den Integrationskurs oder die Arbeit), spürt das direkt.

Verbraucher wechseln zu Discountern

Die Deutschen reagieren bereits. Mobilfunkdaten des Analyseunternehmens Accurat zeigen einen rasanten Wechsel zu Aldi-Filialen. Aldi Nord gewann 0,7 Prozentpunkte bei den Ladenbesuchen, Aldi Süd sogar einen vollen Prozentpunkt. Rewe und Edeka verloren Kunden. Das klingt klein? Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel mit einem Jahresumsatz von 200 Milliarden Euro bedeutet ein Prozentpunkt etwa zwei Milliarden Euro Umsatzverschiebung.

Sechs von zehn Deutschen erwarten laut dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen, dass die Energiepreise dauerhaft hoch bleiben. Das Verbrauchervertrauen ist eingebrochen.

Konkrete Sparstrategien

Erster Schritt: den Energieanbieter wechseln. Vergleichsportale wie Verivox und Check24 zeigen in wenigen Minuten günstigere Tarife. Viele Haushalte (besonders Neuzugezogene) stecken noch in der teuren Grundversorgung. Der Wechsel ist kostenlos und läuft online.

Beim Einkauf lohnt sich der konsequente Wechsel zu Discountern. Eine vierköpfige Familie kann beim Wocheneinkauf bei Aldi oder Lidl statt bei Rewe 30 bis 40 Euro sparen. Apps wie Too Good To Go verkaufen überschüssige Mahlzeiten von Restaurants und Bäckereien zum halben Preis.

Und staatliche Hilfen? Die werden oft nicht abgerufen. Das Wohngeld wurde kürzlich erhöht und deckt jetzt einen breiteren Personenkreis ab. Der Kinderzuschlag kann bis zu 297 Euro pro Kind und Monat betragen. Beides beantragt man bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. Der größte Fehler? Gar nicht erst nachfragen.

Politik diskutiert, liefert aber nicht

Die gemeinsame Taskforce von CDU/CSU und SPD traf sich am 27. März. Das Ergebnis: "weitere Prüfaufträge". Keine konkreten Maßnahmen. In der Diskussion sind Steuersenkungen, eine höhere Pendlerpauschale und günstigerer Nahverkehr. Umgesetzt wurde bisher nur eine Begrenzung der Kraftstoffpreiserhöhungen.

Auf politische Lösungen zu warten, ist keine Strategie. Wer jetzt seinen Energieanbieter vergleicht, Wohngeld und Kinderzuschlag prüft und bewusster einkauft, schafft sich finanziellen Spielraum. Für Familien, die gleichzeitig Geld in die Heimat überweisen, kann das den Unterschied machen zwischen Engpass und Stabilität.

Quellen

  1. IFO Institut - Konjunkturumfragen und Preiserwartungen
  2. Nürnberg Institut für Marktentscheidungen - Verbrauchererwartungen
  3. Bundesministerium für Wohnen - Wohngeld
  4. The Local Germany - Berichterstattung zu Preiserhöhungen (März 2026)

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