Riester-Ersatz ab 2027: Was sich ändert
Millionen zahlen jeden Monat in ihren Riester-Vertrag ein. Der Bundestag hat beschlossen, das System ab 2027 zu ersetzen. Wer jetzt kündigt, riskiert die Rückzahlung sämtlicher Zulagen aus Jahren der Einzahlung. Es gibt genau eine Sache, die Betroffene vor Ende 2026 tun sollten, und einen Fehler, der Tausende Euro kosten kann.
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صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: Maximilianovich/Pixabay · Pixabay License
Millionen Menschen zahlen jeden Monat in einen Riester-Vertrag ein. Viele verstehen bis heute nicht genau, was sie dafür bekommen. Jetzt hat der Bundestag entschieden: Riester wird ersetzt.
Am 27. März 2026 beschloss das Parlament eine Reform der privaten Altersvorsorge. Laut Tagesschau soll ab 2027 ein neues staatlich gefördertes Modell die Riester-Rente ablösen. Es soll günstiger und renditestärker sein. Konkrete Zahlen zu Kosten und Rendite liegen allerdings noch nicht vor.
Wer jetzt seinen Vertrag kündigt, macht einen Fehler. Denn die Übergangsregeln für bestehende Verträge sind noch nicht festgelegt. Und eine vorzeitige Kündigung (die sogenannte schädliche Verwendung) bedeutet: Alle bisher erhaltenen staatlichen Zulagen müssen zurückgezahlt werden.

Was genau hat der Bundestag beschlossen?
Die Riester-Rente gibt es seit 2001. Sie war als private Ergänzung zur gesetzlichen Rente gedacht, gefördert durch jährliche Zulagen vom Staat. Das Problem: hohe Verwaltungskosten und niedrige Renditen machten das Modell zunehmend unattraktiv.
Die Koalition hat laut Tagesschau nun ein Nachfolgemodell beschlossen, das ab 2027 starten soll. Günstiger, renditestärker, so die Ankündigung. Eine unabhängige Bewertung der prognostizierten Renditen gibt es bisher nicht.
Bestehende Verträge: Bloß nicht kündigen
Wer einen laufenden Riester-Vertrag hat, sollte jetzt vor allem eines tun: abwarten. Die Übergangsregelungen (also wie bestehende Verträge in das neue System überführt werden) stehen noch aus. Es ist damit zu rechnen, dass es ein Wechselfenster geben wird. Wer vorher kündigt, verliert doppelt: die Zulagen und möglicherweise die Chance auf einen reibungslosen Übergang.
Das gilt besonders für Arbeitnehmer mit Aufenthaltstitel, die über Jahre Zulagen aufgebaut haben. Eine Kündigung wäre (im wahrsten Sinne des Wortes) teuer.
Wer kann das neue Modell nutzen?
Riester stand grundsätzlich allen offen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Das betrifft die meisten Arbeitnehmer in Deutschland, unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Wer einen Arbeitsvertrag hat und auf der Gehaltsabrechnung den Posten "RV-Beitrag" sieht, war in der Regel förderberechtigt.
Die genauen Förderkriterien für das neue Modell sind noch nicht veröffentlicht. Der bisherige Rahmen deutet darauf hin, dass die Voraussetzungen ähnlich bleiben. Selbstständige (Selbstständige ohne Rentenversicherungspflicht) waren bei Riester meistens nicht förderberechtigt. Ob sich das ändert, ist offen.

Was jetzt zu tun ist
Erstens: Prüfen Sie, ob Sie überhaupt einen Riester-Vertrag haben. Suchen Sie nach Briefen mit dem Betreff "Zulagenantrag" oder "Riester-Vertrag". Viele Verträge wurden beim Kontoeröffnen abgeschlossen, ohne dass die Kunden es richtig wahrgenommen haben.
Zweitens: Nichts tun. Klingt unbefriedigend, ist aber die vernünftigste Strategie. Warten Sie, bis die Übergangsregeln veröffentlicht werden, voraussichtlich Ende 2026. Dann entscheiden.
In der deutschen Finanzwelt kostet eine übereilte Entscheidung fast immer mehr als Geduld. Und in diesem Fall ist Abwarten keine Passivität. Es ist der Plan.
Quellen
- Tagesschau — Bundestag beschließt Reform der privaten Altersvorsorge (27.03.2026)
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