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US-Visa gestoppt: 13 arabische Länder
Die Trump-Administration stoppt überraschend die Visabearbeitung für 75 Länder, darunter 13 arabische. Was bedeutet das für Araber in Deutschland? Und wie beeinflusst es die WM-2026-Pläne?
Berlinuna Redaktion
Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.
In seinem kleinen Büro in Neukölln starrte Karim auf sein Handy. Die Nachricht vom US-Konsulat war eindeutig: Die Bearbeitung Ihres Antrags wurde bis auf Weiteres ausgesetzt. 14 Monate hatte er auf den Interviewtermin gewartet. Und jetzt? Nichts.
Karim ist nicht allein. Am Donnerstag verkündete das US-Außenministerium die Aussetzung der Bearbeitung von Einwanderungsvisa für Bürger aus 75 Ländern – darunter 13 arabische Staaten: Ägypten, Irak, Syrien, Jemen, Libyen, Sudan, Somalia, Jordanien, Libanon, Palästina, Algerien, Tunesien und Marokko.
Aber – und das ist wichtig – Touristen- und befristete Arbeitsvisa sind vorerst nicht betroffen.
Was bedeutet die Entscheidung konkret?
Betroffen sind nur Einwanderungsvisa – also Green Cards und Familiennachzug. Touristen- (B1/B2), befristete Arbeits- (H1-B) und Studentenvisa (F1) fallen nicht darunter.
Daten des US-Außenministeriums zeigen, dass die durchschnittliche Wartezeit für Einwanderungsvisa-Termine in der Berliner Botschaft vor der Entscheidung bei 674 Tagen lag. Und jetzt? Unbestimmt lautet die offizielle Antwort.
Am stärksten betroffen: Familien, die auf Zusammenführung warten. Ein Sprecher des UNHCR erklärte, tausende Familien befinden sich nun in einem rechtlichen Schwebezustand.
WM 2026 – gefährdet?
Die Frage, die alle umtreibt: Was ist mit der Weltmeisterschaft in den USA nächsten Sommer?
Die (einigermaßen) beruhigende Antwort: Touristenvisa wurden bisher nicht ausgesetzt. Aber – und hier liegt das Problem – ein Beamter des US-Außenministeriums erklärte gegenüber Deutsche Welle, dass die Sicherheitsüberprüfung für alle Visakategorien fortgesetzt wird.
Mit anderen Worten: Keine Garantien.
Was sollten Sie jetzt tun?
Wenn Sie in Deutschland leben und auf ein US-Einwanderungsvisum warten, hat die US-Botschaft in Berlin bestätigt, dass betroffene Antragsteller direkt kontaktiert werden. Versuchen Sie nicht, das Konsulat anzurufen – die Leitungen sind seit der Ankündigung völlig überlastet.
Falls Sie zur WM reisen möchten: Beantragen Sie jetzt das Touristenvisum. Warten Sie nicht. Die Bearbeitungszeiten könnten sich mit näherrückendem Event erheblich verlängern.
Eine Einwanderungsanwältin in Berlin – die anonym bleiben wollte – betonte: Familien, die seit Jahren im Nachzugsverfahren stecken, stehen vor einer Sackgasse. Die Entscheidung ist rein politisch.
Sie fügte hinzu: Die rechtliche Situation für Personen mit bereits vereinbarten Terminen ist unklar. Wir raten allen, sämtliche Unterlagen aufzubewahren und keine Buchungen zu stornieren, bis eine offizielle Klarstellung erfolgt.
Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.
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- 17. Januar 2026
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