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512 Euro für ein WG-Zimmer: Studentenwohnen

Durchschnittlich 512 Euro kostet ein WG-Zimmer in Deutschland, 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine Studie des Moses Mendelssohn Instituts zeigt: In 83,4 Prozent der Hochschulstädte übersteigen die Mietkosten den BAföG-Wohnzuschlag. München nähert sich der 800-Euro-Marke, selbst günstige Städte wie Bielefeld liegen bei 375 Euro.

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Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•25. März 2026•3 Min. Lesezeit•21 Aufrufe
Symbolbild

2780243 / Pixabay · Pixabay License

512 Euro im Monat für ein WG-Zimmer. So viel zahlen Studierende in Deutschland durchschnittlich, 3,9 Prozent mehr als noch 2024. Das geht aus einer Erhebung des Moses Mendelssohn Instituts hervor, das rund 90 Hochschulstandorte untersucht hat. Die Steigerung liegt über der allgemeinen Inflationsrate. Wohnen frisst einen immer größeren Anteil des Studierendenbudgets.

Die Spanne zwischen den Städten ist enorm. In München kostet ein WG-Zimmer rund 800 Euro. Berlin und Hamburg liegen bei etwa 650 Euro, Düsseldorf bei 630, Köln bei 620 Euro. Selbst Bonn erreicht inzwischen 510 Euro. Am unteren Ende: Bielefeld mit 375 Euro und Bochum mit 385 Euro.

Ost gegen West, Bayern gegen den Rest

Auf Länderebene zeigt sich ein klares Gefälle. Bayern ist mit durchschnittlich 605 Euro pro Zimmer das teuerste Bundesland. Nordrhein-Westfalen liegt bei 485 Euro, Niedersachsen bei 431 Euro. Im Osten sind die Preise deutlich niedriger: Sachsen-Anhalt meldet im Schnitt 358 Euro, Sachsen 372 Euro. Die Differenz zwischen Bayern und Sachsen-Anhalt beträgt 247 Euro monatlich, fast 3.000 Euro im Jahr.

BAföG-Wohnpauschale reicht nicht

Die BAföG-Wohnpauschale liegt derzeit bei 380 Euro. Laut der Studie leben 83,4 Prozent aller Studierenden in Städten, in denen die Wohnkosten diese Pauschale übersteigen. Die staatliche Förderung geht also an der Realität des Wohnungsmarkts vorbei.

Die Bundesregierung plant, die Wohnpauschale zum Wintersemester 2026/27 auf 440 Euro anzuheben. Ein Plus von 60 Euro, das in Bielefeld oder Bochum helfen dürfte. In München oder Berlin, wo die Differenz über 200 Euro beträgt, bleibt die Lücke beträchtlich.

Angebote verschwinden am selben Tag

Es ist nicht nur eine Frage des Preises. Auf WG-Gesucht.de, Deutschlands größter Plattform für Wohngemeinschaften, werden Inserate laut eigenen Angaben "noch am selben Tag vergeben". Wer nicht sofort reagiert, geht leer aus. Für internationale Studierende, die aus dem Ausland suchen, ist die Lage besonders schwierig.

Wer zum Wintersemester ein Zimmer braucht, sollte jetzt anfangen zu suchen. Beim örtlichen Studierendenwerk auf die Warteliste für ein Wohnheimzimmer setzen lassen. BAföG-Antrag frühzeitig stellen. Und realistisch kalkulieren: Die 380 Euro Wohnpauschale decken in den meisten Universitätsstädten nicht einmal die Hälfte der tatsächlichen Kosten.

#student-housing#renting#Bildung#cost-of-living

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