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Führerschein soll deutlich günstiger werden

Bund und Länder haben sich auf eine grundlegende Reform der Fahrausbildung geeinigt.

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SymbolbildBildquelle: DWNTKRS · Pixabay License

Redaktioneller BelegVon der Berlinuna RedaktionBerlinuna MethodikAktualisiert 27. März 2026Methodik

Statt 12 Pflichtfahrten nur noch mindestens 3. Darauf haben sich die Verkehrsminister von Bund und Ländern bei ihrer Konferenz in Lindau geeinigt. Ab dem 1. Januar 2027 soll die Fahrausbildung in Deutschland kürzer, digitaler und günstiger werden.

Was sich konkret ändern soll

Die Reform betrifft drei zentrale Bereiche. Erstens: Die Zahl der Sonderfahrten (Nachtfahrt, Autobahnfahrt, Überlandfahrt) sinkt von 12 auf mindestens 3. Zweitens: Der Theorieunterricht muss nicht mehr vollständig in Präsenz stattfinden. Online-Kurse und hybride Formate sollen möglich werden. Drittens: Die Zahl der Theoriefragen in der Prüfung wird um 30 Prozent reduziert.

Ein weiterer Vorschlag steht noch zur Diskussion: begleitetes Fahren mit den Eltern nach dem Vorbild Österreichs und Luxemburgs. Beschlossen ist das noch nicht, aber es ist Teil der Verhandlungen.

Warum gerade jetzt

Der Führerschein kostet in Deutschland derzeit zwischen 3.000 und 4.500 Euro, je nach Bundesland und Fahrschule. Für viele junge Menschen und Familien, besonders auf dem Land, ist das eine erhebliche finanzielle Belastung. Minister Schnieder nannte das Ziel der Reform: "digital, bürokratiearm und letztlich günstiger". In ländlichen Regionen, wo der öffentliche Nahverkehr dünn ist, bleibt der Führerschein oft die einzige Möglichkeit, zur Arbeit zu kommen.

Was das praktisch bedeutet

Wer den Führerschein noch vor sich hat, könnte profitieren, wenn er bis zum Inkrafttreten der neuen Regeln wartet. Weniger Pflichtfahrten bedeuten weniger Fahrstunden, die bei der Fahrschule bezahlt werden müssen. Online-Theorie bietet mehr Flexibilität für Berufstätige mit unregelmäßigen Arbeitszeiten.

Die endgültigen Details stehen noch aus. Der Beschluss wurde auf der Verkehrsministerkonferenz gefasst, die konkreten Gesetzesänderungen brauchen Zeit. Aber die Richtung ist klar: Der Weg zum Führerschein in Deutschland wird sich verändern.

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