46,8 Jahre in ländlichen Gemeinden, 43,5 Jahre in Großstädten: So unterschiedlich war das Durchschnittsalter der Bevölkerung 2025. Darüber berichtet die tagesschau am 1. Oktober 2026 unter Berufung auf eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes. Auf dem Land stieg der Altersschnitt zudem deutlich stärker.
Die Untersuchung umfasst laut Bericht rund 10.500 Gemeinden und vergleicht die Jahre 2011 und 2025. In ländlichen Gemeinden nahm das Durchschnittsalter von 44,3 auf 46,8 Jahre zu, also um 2,5 Jahre. In Großstädten betrug der Anstieg lediglich 0,3 Jahre. Als weitere Gruppen nennt der Bericht Kleinstädte mit zuletzt 46,3 Jahren und mittlere Städte mit 45,4 Jahren.
Hinter dem demografischen Wandel steht eine Verschiebung der Altersstruktur: Jüngere Menschen werden weniger, ältere mehr. Das Statistische Bundesamt beschreibt auf seiner Themenseite, wie unterschiedlich stark dieser Wandel die Regionen betrifft.
Für Deutschland insgesamt nennt die tagesschau einen Altersschnitt von 45 Jahren im Jahr 2025. Berlin lag Ende 2025 mit 42,8 Jahren darunter. Den niedrigsten Wert unter den Bundesländern hatte Hamburg mit 42,3 Jahren; Bremen kam auf 43,2 Jahre.
Am höchsten war das Durchschnittsalter dem Bericht zufolge in Sachsen-Anhalt mit 48,4 Jahren. Dahinter lagen Mecklenburg-Vorpommern mit 48,3 und Thüringen mit 48,2 Jahren. Schon dieser Vergleich zeigt, wie viel der bundesweite Mittelwert verdeckt.
Ob Kitaplätze, Arztpraxen oder Arbeitsplätze fehlen, lässt sich aus dem Altersschnitt nicht ablesen. Wer einen Umzug plant, sollte bei der Kommune nach verfügbaren Betreuungsplätzen und der zuständigen Schule für die neue Adresse fragen. Für den Arbeitsweg zählt der konkrete Fahrplan. Auch Lebensqualität und Offenheit gegenüber neu Hinzuziehenden lassen sich nicht am Durchschnittsalter messen.
Wer sich über die örtliche Altersstruktur informieren möchte, findet entsprechende Angaben auf kommunalen Websites unter Begriffen wie „Bevölkerungsstatistik“ oder „Altersstruktur“. Achten Sie auf das Bezugsjahr und die Gebietsgrenzen, denn auch ein Landesdurchschnitt beschreibt keine einzelne Gemeinde. Fehlen lokale Zahlen, fragen Sie bei der Kommune nach der aktuellen Altersverteilung.
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