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April: Honorarkürzung für Therapeuten
40 Prozent der Patienten warten laenger als drei Monate auf einen Therapieplatz. Ab April werden die Honorare fuer Therapeuten in Ausbildung gekuerzt, viele drohen abzubrechen. Es gibt drei legale Wege, schneller an einen Termin zu kommen. Die wenigsten wissen: Ihre Krankenkasse muss einen Privattherapeuten bezahlen, wenn kein Kassenplatz frei ist.
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Sechs Monate auf der Warteliste, dann die Antwort: kein Termin verfuegbar. So sieht die Realitaet fuer viele Menschen in Deutschland aus, die psychotherapeutische Hilfe suchen. Ab April 2026 koennte es noch schwieriger werden.
Was aendert sich im April?
Laut einem Bericht des Spiegel werden ab April 2026 die Honorare fuer Therapiestunden in der psychotherapeutischen Ausbildung gekuerzt. Angehende Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erhalten kuenftig weniger Geld fuer ihre praktische Arbeit in den Ausbildungsambulanzen.
Die Konsequenz liegt auf der Hand. Laut Spiegel warnen Betroffene, dass diese Kuerzung dazu fuehren koennte, dass viele angehende Therapeuten die Ausbildung vorzeitig abbrechen. Bei einer Ausbildung, die mehrere Jahre dauert und hohe Eigeninvestitionen verlangt, wird eine schlechtere Verguetung zum entscheidenden Faktor.
Die Zahlen hinter der Krise
Laut der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) betraegt die durchschnittliche Wartezeit auf einen Therapieplatz in Deutschland drei bis sechs Monate. In laendlichen Regionen kann es noch laenger dauern. Rund 1,8 Millionen Menschen benoetigen laut Schaetzungen der Deutschen Gesellschaft fuer Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN) jaehrlich psychotherapeutische Behandlung. Gleichzeitig zeigen Erhebungen der BPtK, dass etwa 40 Prozent der Patientinnen und Patienten laenger als drei Monate auf den Beginn einer Behandlung warten.

Was bedeutet das fuer Sie?
Wer aktuell auf einen Therapieplatz wartet oder darueber nachdenkt, eine Therapie zu beginnen, ist direkt betroffen. Weniger Therapeuten in Ausbildung bedeutet weniger approbierte Therapeuten in den kommenden Jahren. Das verlaengert die ohnehin langen Wartelisten weiter.
Fuer viele Menschen mit Migrationsgeschichte kommen zusaetzliche Belastungen hinzu: der Umgang mit Entwurzelung, Sprachbarrieren und die Distanz zur Familie. Professionelle psychologische Unterstuetzung ist in diesen Situationen kein Luxus, sondern notwendig.
Drei Alternativen, die Sie jetzt nutzen koennen
Die erste Option ist die Terminservicestelle unter der Nummer 116117. Diese Stelle ist gesetzlich verpflichtet, Ihnen innerhalb von vier Wochen einen Ersttermin bei einem Therapeuten zu vermitteln. Der Service ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar.
Die zweite Moeglichkeit ist ein Dringlichkeitscode vom Hausarzt. Dieser Code gibt Ihnen Vorrang bei der Terminvergabe und beschleunigt den Prozess erheblich.
Die dritte Alternative ist das Kostenerstattungsverfahren. Wenn innerhalb einer zumutbaren Frist kein Therapeut im Kassennetzwerk verfuegbar ist, haben Sie das Recht, einen Therapeuten in Privatpraxis aufzusuchen. Ihre gesetzliche Krankenkasse uebernimmt dann die Kosten. Rufen Sie dafuer bei Ihrer Krankenkasse an und lassen Sie sich schriftlich bestaetigen, dass kein Termin verfuegbar ist.

Wie geht es weiter?
Das Problem ist strukturell, nicht voruebergehend. Die Honorarkuerzung fuer Therapeuten in Ausbildung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach psychotherapeutischer Behandlung in Deutschland weiter steigt. Doch Warten ist nicht die einzige Option. Die drei genannten Alternativen stehen jedem gesetzlich Versicherten offen. Rufen Sie heute die 116117 an.
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- Aktualisiert
- 28. März 2026
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