
Bildquelle: NASA Headquarters / NASA/Bill Ingalls / Wikimedia Commons (Public domain)
Berliner Finsternis: Nur mit Schutz
Am 12. August verschwinden in Berlin kurz vor Sonnenuntergang rund 85 Prozent der Sonne. Das klingt nach Totalität, ist aber keine. Wer erst am Abend nach einer Schutzbrille sucht oder auf eine gewöhnliche Sonnenbrille vertraut, riskiert mehr als einen verpassten Blick. Eine kostenlose Berliner Veranstaltung bietet eine sichere Alternative, doch für einige Vorführungen zählt der Zeitpunkt an der Kartenausgabe.
Berlinuna Redaktion
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Am Mittwoch, 12. August, bleibt den Berlinerinnen und Berlinern nur ein knappes Zeitfenster. Um 20.08 Uhr sind rund 85 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt, weniger als eine halbe Stunde später geht die Sonne unter. Total wird die Finsternis hier nicht. Wer sie direkt beobachten will, braucht trotzdem geprüften Augenschutz.
Der Berliner Ablauf am Abend
Die Stiftung Planetarium Berlin nennt drei Eckzeiten: Die partielle Phase beginnt um 19.15 Uhr, erreicht um 20.08 Uhr ihr Maximum und endet gegen 20.37 Uhr mit dem Sonnenuntergang. Diese Berlin-Zeiten stammen von der Stiftung und sollten am Veranstaltungstag noch einmal geprüft werden. Eine Sichtgarantie gibt es ohnehin nicht, denn Wolken können den tiefen Westhimmel verdecken.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ordnet das Ereignis ein: In ganz Deutschland ist die Finsternis nur partiell sichtbar. Die Totalitätszone verläuft unter anderem über Island und die Iberische Halbinsel. Für Berlin ist deshalb ein freier Blick nach Westen wichtiger als die Erwartung einer plötzlich schwarzen Mittagssonne.
Warum eine Sonnenbrille nicht reicht
Für den direkten Blick empfiehlt das DLR ausschließlich eine anerkannt zertifizierte Sonnenfinsternisbrille, häufig SoFi-Brille genannt. Normale Sonnenbrillen, dunkles Glas oder ein Handybildschirm schützen die Netzhaut nicht. Gerade das gedämpfte Licht kann täuschen: Der Lidschlussreflex reagiert schwächer, während schädliche Strahlungsanteile weiterhin das Auge erreichen.
Die Schutzbrille darf zudem nicht zusammen mit einem Fernglas oder Teleskop benutzt werden. Optische Geräte benötigen einen geeigneten Filter vor dem Objektiv. Wer damit keine Erfahrung hat, sollte auf eigene Experimente verzichten und eine fachkundig organisierte Beobachtung oder einen Livestream wählen.
Kostenlos, aber nicht ohne Platzkarten
Im Zeiss-Großplanetarium an der Prenzlauer Allee läuft die Lange Nacht der Astronomie von 17 Uhr bis 1 Uhr bei freiem Eintritt. Das offizielle Programm sieht von 18 bis 21 Uhr einen Finsternis-Livestream vor, ab 21.30 Uhr folgen Himmelsbeobachtungen. Für die Fulldome-Kurzprogramme werden kostenlose Platzkarten jeweils 30 Minuten vor Beginn an der Ausgabe vor dem Haus verteilt. Freier Eintritt bedeutet also nicht automatisch einen Sitzplatz in jeder Vorstellung.
Wer dabei sein will, sollte jetzt die drei Berliner Zeiten speichern, rechtzeitig eine geprüfte SoFi-Brille besorgen und auf der Veranstaltungsseite den gewünschten Programmpunkt auswählen. Am 12. August lohnt sich außerdem ein Blick auf Bewölkung und Westhorizont. Ist die Sicht schlecht, bleibt der offizielle Livestream die sichere Alternative.
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- 5. August 2026
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