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Elterngeld: Aufenthalt zuerst prüfen

Viele Eltern rechnen mit Elterngeld und merken erst spät, dass nicht der Antrag das erste Problem ist, sondern der Aufenthaltstitel.

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Elterngeld: Aufenthalt zuerst prüfen

Berliner Sitz des Bundesfamilienministeriums.Bildquelle: Jörg Zägel / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Redaktioneller BelegGeprüft4 QuellenlinksAktualisiert 22. Juni 2026Methodik
Quellenbeleg

Vor der Elternzeitplanung lohnt der Blick auf den Aufenthaltstitel. Für ausländische Eltern ist nicht die Staatsangehörigkeit allein entscheidend, sondern ob der Aufenthalt voraussichtlich dauerhaft ist und ob Arbeit erlaubt ist. Genau dort entscheidet sich oft, ob Elterngeld realistisch eingeplant werden kann.

Das Familienportal des Bundes schreibt: Eltern aus der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz können in der Regel Elterngeld bekommen, wenn sie in Deutschland wohnen oder arbeiten. Für andere Staatsangehörige kommt es auf den konkreten Aufenthaltstitel und die Arbeitserlaubnis an. Die gesetzliche Grundlage ist das BEEG.

Genannt werden unter anderem Niederlassungserlaubnis, Daueraufenthalt-EU, Blaue Karte EU, ICT-Karte, Mobile ICT-Karte, Aufenthaltsdokument GB und Beschäftigungsduldung. Auch eine Aufenthaltserlaubnis kann reichen, wenn Arbeit für mindestens 6 Monate erlaubt ist oder früher erlaubt war. Das ist keine Pauschalregel für jeden Titel; unklare Fälle gehören zur Elterngeldstelle.

Gestattung und Duldung vorsichtig prüfen

Nach Angaben des Familienportals gibt es mit Aufenthaltsgestattung während des Asylverfahrens kein Elterngeld. Eine Duldung reicht grundsätzlich ebenfalls nicht; die Beschäftigungsduldung ist die ausdrücklich genannte Ausnahme. Wer hier unsicher ist, sollte die zuständige Elterngeldstelle vor der Geburt anschreiben.

Die Einkommensgrenze zählt anders als brutto

Für Geburten ab dem 1. April 2025 nennt das Familienportal in den Neuregelungen zum Elterngeld eine Grenze von 175,000 EUR/year (zu versteuerndes Einkommen) Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen. Bei Paaren und getrennt erziehenden Eltern wird das Einkommen beider Elternteile zusammengerechnet; bei Alleinerziehenden zählt das eigene Einkommen.

Basiselterngeld liegt je nach Fall zwischen 300 EUR/month und 1,800 EUR/month Euro monatlich. Für die Planung ist der Rechner hilfreich, ersetzt aber keine Klärung des Aufenthaltstitels.

Digital heißt nicht überall papierlos

Über ElterngeldDigital gibt es elektronische Unterstützung in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Je nach Land wird das Dokument anschließend ausgedruckt, unterschrieben und per Post an die zuständige Elterngeldstelle geschickt. Andere Länder nutzen eigene Onlinewege.

Praktisch heißt das: Aufenthaltstitel beidseitig kopieren, Einkommen oder Steuerbescheid bereitlegen, Bundesland auswählen und früh die lokale Elterngeldstelle fragen, wenn Gestattung, Duldung oder ein zweckgebundener befristeter Titel im Spiel ist.

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