Energiekosten: 4 Schritte, die sofort helfen
Die Ölpreise steigen wieder — und viele Haushalte in Deutschland zahlen immer noch den teuren Grundversorgertarif für Strom und Gas. Ein Anbieterwechsel dauert zehn Minuten und kann über 500 Euro im Jahr sparen. Dazu kommen Spritspar-Apps, Heizkostenzuschüsse und das Recht, die Nebenkostenabrechnung zu prüfen. Vier konkrete Schritte für diese Woche.
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صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: artellliii72/Pixabay · Pixabay License
Wer diese Woche tankt, merkt es sofort: Die Spritpreise ziehen wieder an. Die Ölpreise sind durch den Nahostkonflikt deutlich gestiegen. Wer mit Öl heizt, spürt den Effekt direkt. Bei Gas und Strom kommt er verzögert — aber er kommt.
Das eigentliche Problem liegt aber woanders: Millionen Haushalte in Deutschland sind noch immer im Grundversorgertarif für Strom und Gas — und der ist fast immer der teuerste. Ein Anbieterwechsel dauert zehn Minuten und kann über 500 Euro im Jahr sparen. Trotzdem wechseln viele nicht, weil sie den Aufwand überschätzen.
In Österreich gilt eine verschärfte Spritpreisverordnung: Tankstellen dürfen Preise nur noch dreimal pro Woche erhöhen. In Deutschland gibt es keine solche Regelung — umso wichtiger ist es, selbst aktiv zu werden. Vier Maßnahmen, die sofort helfen.
Spritpreise vergleichen — per App
Innerhalb derselben Stadt können die Benzinpreise um 15 bis 20 Cent pro Liter schwanken. Auf einen Monat gerechnet macht das schnell einen zweistelligen Betrag aus. Die Apps clever-tanken.de und ADAC Spritpreise zeigen in Echtzeit die Preise aller umliegenden Tankstellen an. Ein Blick vor dem Tanken genügt.
Grundregel: Abends tanken ist günstiger als morgens. Die Preise erreichen in den frühen Morgenstunden ihr Tageshoch und fallen im Laufe des Tages.
Strom- und Gasanbieter wechseln
Wer noch nie den Stromanbieter gewechselt hat, zahlt mit hoher Wahrscheinlichkeit den Grundversorgertarif — den teuersten am Markt. Ein Wechsel ist seit 2022 deutlich einfacher: Er dauert maximal drei Wochen, und die Stromversorgung wird zu keinem Zeitpunkt unterbrochen.
So geht's: Auf einem Vergleichsportal wie CHECK24 oder Verivox die Postleitzahl und den Jahresverbrauch eingeben (steht auf der letzten Stromrechnung). Die Ergebnisse nach Preis sortieren und auf zwei Dinge achten: eine Preisgarantie von mindestens zwölf Monaten und eine Vertragslaufzeit von maximal einem Jahr. Der neue Anbieter kündigt den alten Vertrag — darum muss man sich nicht selbst kümmern.
Heizkostenzuschuss prüfen
Wohngeld-Empfänger erhalten automatisch eine Heizkomponente, die einen Teil der gestiegenen Heizkosten abdeckt. Für BAföG- und BAB-Empfänger gab es im Rahmen des Heizkosten-Zuschussgesetzes eine Einmalzahlung.
Da sich die Regelungen ändern können, lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Übersicht der Verbraucherzentrale. Wer Wohngeld, BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe bezieht, sollte prüfen, ob ein Zuschuss zusteht — viele Berechtigte nehmen ihn nicht in Anspruch, weil sie nichts davon wissen.
Nebenkostenabrechnung kontrollieren
Laut Mieterverbänden ist jede dritte Nebenkostenabrechnung fehlerhaft — oft bei der Heizkostenverteilung oder der zugrunde gelegten Wohnfläche. Mieter haben das Recht, die Abrechnung innerhalb von zwölf Monaten nach Erhalt zu beanstanden.
Wichtig zu prüfen: Stimmt die angegebene Wohnfläche? Ist der Verteilerschlüssel für die Heizkosten nachvollziehbar? Im Zweifel lohnt sich die Mitgliedschaft im örtlichen Mieterverein — dort wird die Abrechnung geprüft und bei Bedarf Widerspruch eingelegt.
Fazit
Steigende Energiepreise lassen sich kurzfristig nicht ändern. Aber vier Maßnahmen — Spritpreise vergleichen, Stromanbieter wechseln, Zuschüsse prüfen und die Nebenkostenabrechnung kontrollieren — kosten zusammen weniger als eine Stunde und können mehrere hundert Euro im Jahr einsparen. Geld, das sonst beim teuersten Anbieter oder in einer fehlerhaften Abrechnung verschwindet.
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