Drei Universitäten und zwei Hochschulverbünde kommen neu in die Exzellenzförderung. Für Studieninteressierte liefert die Auszeichnung allerdings keine automatische Antwort auf die Frage, wo sie am besten studieren können. Die tagesschau beschreibt den Nutzen für Studierende in ihrem Bericht vom 2. Oktober 2026 als allenfalls indirekt: Das zusätzliche Geld fließt überwiegend in die Forschung.
Neu ausgewählt wurden laut tagesschau Freiburg, Jena und Köln sowie die Rhein-Main-Universitäten in Darmstadt, Mainz und Frankfurt am Main und der Verbund „Ruhr Innovation Lab“ aus TU Dortmund und Universität Bochum. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bestätigt die Auswahl von drei Universitäten und zwei Verbünden aus elf Bewerbungen. Ihr Zeitplan nennt den 2. Oktober 2026 als Entscheidungstermin und den 1. Januar 2027 als Förderbeginn. Die zweite Förderperiode der Linie Exzellenzuniversitäten läuft von 2027 bis 2033.
Wer jetzt Studiengänge vergleicht, braucht deshalb Angaben zum konkreten Angebot. Auf der Programmseite und im Modulhandbuch lässt sich nachlesen, welche Pflichtmodule vorgesehen sind, welche Schwerpunkte zur Wahl stehen und in welcher Sprache gelehrt wird. Dazu gehören die Zulassungsvoraussetzungen: Aus dem Exzellenztitel allein folgt weder eine bessere Zulassungschance noch eine Änderung der Anforderungen.
Neue Forschungsprogramme, Gebäude und Ausstattung: Dafür ist das Geld nach Angaben der tagesschau vorgesehen. Der Titel helfe den Einrichtungen außerdem, Spitzenforschende, wissenschaftlichen Nachwuchs und internationale Kooperationen anzuziehen. Konkrete Verbesserungen der Lehre oder einen direkten Vorteil für alle eingeschriebenen Studierenden belegt der Bericht nicht.
Die DFG unterscheidet dabei zwei Förderlinien. Exzellenzcluster finanzieren Projekte in international konkurrenzfähigen Forschungsfeldern. Die darauf aufbauende Linie Exzellenzuniversitäten unterstützt Hochschulen und Verbünde langfristig als Forschungsstandorte. Daraus lässt sich keine Bewertung jedes einzelnen Bachelor- oder Masterprogramms ableiten. Auch über die Qualität eines Fachs an einer nicht ausgewählten Hochschule sagt die Auswahl für sich genommen nichts aus.
Wer gezielt wegen der Forschung an eine Hochschule möchte, sollte bei der Studienfachberatung nachfragen: Welche Projekte stehen Studierenden dieses Studiengangs offen, und unter welchen Voraussetzungen können sie mitarbeiten? Ein gefördertes Labor auf dem Campus beantwortet diese Frage noch nicht. Für die eigene Entscheidung zählt, ob sich eine konkrete Verbindung zwischen dem Forschungsprofil und dem geplanten Studium finden lässt.
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