
Bildquelle: OliverMi1 · CC BY 4.0
Flughafen-Biometrie bleibt freiwillig
Wer am Flughafen eine biometrische Option sieht, könnte den Eindruck bekommen, ohne Gesichtsscan nicht weiterzukommen. Das neue Gesetz stellt etwas anderes klar: Die digitale Abfertigung bleibt freiwillig, der reguläre Weg muss offenbleiben. Reisepass und Grenzkontrolle verschwinden trotzdem nicht. Entscheidend ist, vor dem Abflug zu prüfen, was Airline, Flughafen und Zielland tatsächlich verlangen.
Berlinuna Redaktion
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Das neue Gesetz zur digitalen Fluggastabfertigung zwingt niemanden zum Gesichtsscan. Wer biometrische Verfahren nicht nutzen will, muss weiterhin den regulären Weg wählen können. Diese Freiwilligkeit ist der Kern der Regelung, nicht ein Versprechen über eine sofortige Einführung an jedem deutschen Flughafen.
Nach Angaben der Bundesregierung trat das Gesetz am 23. Juli 2026 in Kraft. Es schafft die rechtliche Grundlage dafür, Flugschein und Reisedokument automatisiert zu prüfen. Ob eine Airline oder ein Flughafen diese Möglichkeit bereits anbietet, muss vor der Reise separat geprüft werden.
Vier mögliche Stationen
Der Deutsche Bundestag nennt Check-in, Gepäckaufgabe, Zugang zum Sicherheitsbereich und Boarding. An diesen Punkten können automatisierte Systeme künftig Bordkarte und Dokument zusammenführen. Der reguläre Abfertigungsprozess muss nach der beschlossenen Regelung dennoch ohne Einschränkungen erhalten bleiben.
Davon getrennt sind die Grenzkontrollen. Sie bleiben laut Bundestag unberührt. Für einen Flug innerhalb des Schengen-Raums kann je nach Verbindung Personalausweis oder Reisepass genügen. Bei Zielen außerhalb des Schengen-Raums kann der Reisepass zwingend sein. Die digitale Abfertigung ersetzt diese Vorgaben nicht.
EasyPASS ist nicht das neue System
EasyPASS existiert bereits als automatisierte Grenzkontrolle. Die Bundespolizei führt BER, Frankfurt, München, Köln/Bonn, Düsseldorf, Stuttgart, Hannover und Hamburg als Standorte auf. Die Nutzung ist kostenlos und freiwillig. Das Gesetz zur digitalen Fluggastabfertigung betrifft dagegen weitere Prozessschritte rund um den Flug.
Was Reisende jetzt prüfen sollten
Vor dem Abflug sind drei Fragen entscheidend: Bietet meine Airline biometrischen Check-in oder Boarding an? Wo befindet sich am Flughafen die reguläre Alternative? Welches Reisedokument verlangt das Zielland? Die Antworten stehen auf den Seiten von Airline und Flughafen sowie in den Einreisehinweisen für das Ziel. Wer auf Biometrie verzichtet, sollte für den regulären Ablauf genügend Zeit einplanen.
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- Aktualisiert
- 25. August 2026
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