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GKV oder PKV? Ein Wegweiser

Das deutsche Krankenversicherungssystem verwirrt viele Neuankömmlinge. Der Unterschied zwischen GKV und PKV ist nicht offensichtlich, und Fehler können Tausende Euro kosten. Ein praktischer Leitfaden zu Rechten und Schritten, die viele nicht kennen.

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فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•16. Februar 2026•5 Min. Lesezeit•446 Aufrufe
GKV oder PKV? Ein Wegweiser

Berlinuna / AI Generated

Sara kam vor acht Monaten nach Berlin. Beim Landesamt für Einwanderung am Friedrich-Krause-Ufer stellte der Sachbearbeiter eine Frage, die sie nicht verstand: Gesetzliche oder private Krankenversicherung? Sie hatte keine Ahnung, was der Unterschied ist. Damit ist sie nicht allein.

Das deutsche Krankenversicherungssystem steht auf zwei Säulen: der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV). Rund 73 Millionen Menschen in Deutschland sind gesetzlich versichert, etwa 9 Millionen privat -- so die Zahlen des Statistischen Bundesamts. Aber welche Variante passt zu wem? Die Antwort ist alles andere als einfach.

Der größte Fehler, den viele arabische Neuankömmlinge (besonders Selbstständige) begehen, ist die Wahl der PKV, weil sie anfangs günstiger wirkt. Die Überraschung? Die Beiträge steigen mit dem Alter, und der Rückweg in die GKV wird nach dem 55. Lebensjahr quasi unmöglich.

Symbolbild - Medizinische Dokumente und Stethoskop
Symbolbild. Photo by National Cancer Institute on Unsplash

Was unterscheidet GKV und PKV?

Die GKV basiert auf dem Solidaritätsprinzip: Man zahlt einen Prozentsatz des Bruttogehalts, unabhängig vom Gesundheitszustand. Im Jahr 2026 beträgt der allgemeine Beitragssatz 14,6 Prozent, hälftig geteilt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Hinzu kommt ein kassenindividueller Zusatzbeitrag, der im Schnitt bei rund 2,5 Prozent liegt -- ein deutlicher Anstieg gegenüber den 1,7 Prozent von 2025.

Der größte Vorteil der GKV -- und das wissen viele Neuankömmlinge nicht -- ist die Familienversicherung. Ehepartner ohne eigenes Einkommen und Kinder sind beitragsfrei mitversichert. Eine vierköpfige Familie zahlt also denselben Beitrag wie eine Einzelperson. Das allein spart mehrere Hundert Euro pro Monat.

Die PKV funktioniert nach einer völlig anderen Logik. Die Beiträge richten sich nach Alter und Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss, nicht nach dem Einkommen. Ein gesunder 30-Jähriger zahlt vielleicht nur 250 Euro monatlich. Aber derselbe Betrag kann sich bis zum 60. Lebensjahr verdreifachen.

Wer darf überhaupt in die PKV?

Nicht jeder kann einfach in die PKV wechseln. Laut Krankenkassen.de muss das jährliche Bruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze von rund 73.800 Euro liegen (Stand 2026). Beamte und Selbstständige können unabhängig vom Einkommen in die PKV.

Und genau hier liegt das Problem, wie Berater der Verbraucherzentrale Berlin warnten: Viele arabische Selbstständige melden sich bei der PKV an, weil der monatliche Beitrag verlockend niedrig erscheint. Was sie übersehen -- jedes Familienmitglied braucht eine eigene Police. Eine Familie mit zwei Kindern zahlt dann vier separate Beiträge statt eines einzigen in der GKV.

Symbolbild - Person prüft Finanzdokumente
Symbolbild. Photo by Scott Graham on Unsplash

Anmeldung: Die ersten Schritte

Für Neuankömmlinge ist die GKV der Standardweg beim Jobantritt. Der Arbeitgeber übernimmt in der Regel die Anmeldung, aber die Wahl der Krankenkasse bleibt dem Arbeitnehmer überlassen. Zu den größten Kassen gehören die Techniker Krankenkasse (TK), die AOK, BARMER und DAK. Die Kernleistungen sind nahezu identisch; Unterschiede gibt es beim Zusatzbeitrag und bei ergänzenden Services.

Der Ablauf beginnt mit dem Arbeitsvertrag. Innerhalb von zwei Wochen nach Arbeitsbeginn wählt man seine Krankenkasse. Wer keine Wahl trifft, wird automatisch bei der letzten Kasse oder einer vom Arbeitgeber bestimmten angemeldet. Nach der Registrierung kommt die Gesundheitskarte per Post -- sie ist der Schlüssel zu sämtlichen medizinischen Leistungen.

Häufige Fehler bei Neuankömmlingen

Wie das Portal Krankenkassen.de erläuterte, sind drei Fehler besonders verbreitet. Erstens: PKV-Wahl ohne langfristige Kostenkalkulation (gerade für Familien fatal). Zweitens: Ehepartner und Kinder werden nicht in die kostenlose Familienversicherung aufgenommen, was unnötige Ausgaben verursacht. Drittens: verspätete Anmeldung nach der Einreise, die zu Deckungslücken führen kann.

Und ein Punkt, den viele übersehen: Wer einmal in der PKV ist und zurück in die GKV möchte, muss sein Einkommen mindestens ein Jahr lang unter die Versicherungspflichtgrenze senken. Ab 55 Jahren? Dann ist der Wechsel gesetzlich so gut wie ausgeschlossen. Diese Tür schließt sich -- und öffnet sich nicht wieder.

Symbolbild - Hand hält Gesundheitskarte
Symbolbild. Photo by National Cancer Institute on Unsplash

Was deckt die GKV ab?

Der Leistungskatalog der GKV ist umfangreich: Arztbesuche, Operationen, Medikamente (mit einer Zuzahlung von in der Regel höchstens 10 Euro pro Rezept), grundlegende Zahnbehandlungen und Krankenhausaufenthalte. Was viele nicht wissen: Vorsorgeuntersuchungen, Kinderimpfungen und die gesamte Schwangerschaftsbetreuung sind ebenfalls abgedeckt. Ohne Zusatzkosten.

Die PKV bietet (theoretisch) mehr: Einzelzimmer im Krankenhaus, schnellere Facharzttermine, bessere Zahnversorgung. Aber lohnt sich der Preisunterschied wirklich? Für eine arabische Familie mit kleinen Kindern lautet die Antwort in den meisten Fällen: nein.

Ein praktischer Ratschlag

Vor jeder Entscheidung empfiehlt sich ein Besuch bei der nächsten Verbraucherzentrale. Die Beratung kostet zwischen 10 und 30 Euro und kann Tausende sparen. In Berlin befindet sich die Hauptstelle am Hardenbergplatz, unweit des Bahnhofs Zoo. Wer nach der günstigsten Kasse sucht, kann die Zusatzbeiträge direkt auf Krankenkassen.de vergleichen.

Die goldene Regel, wie Finanzberater betonten: Wer angestellt ist und eine Familie hat, sollte in der GKV bleiben. Allein die beitragsfreie Familienversicherung macht die Rechnung klar. Wer hingegen ledig ist, gut verdient, gesund ist und nur begrenzt in Deutschland bleiben will, für den kann die PKV eine Überlegung wert sein -- aber nur mit äußerster Vorsicht.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt - Bevölkerungsstand und Versichertenzahlen
  2. Krankenkassen.de - Beitragssätze und Zusatzbeiträge 2026
  3. Krankenkassen.de - Krankenversicherung für Ausländer in Deutschland
  4. Techniker Krankenkasse - International Services
  5. AOK - Leistungen und Services

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