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"Ich schlief in der U-Bahn, weil ich nicht wusste, wohin" - Winter-Überlebensguide für Deutschland: Wer stirbt und warum?

Bei Temperaturen bis -15 Grad und Sturm "Elli", der das Land lahmlegte, verzeichnete Deutschland 4 Kältetote in diesem Winter. Die meisten waren nicht obdachlos - sondern normale Menschen, die nicht wussten, wohin sie gehen sollten. Ein praktischer Leitfaden, der Ihr Leben oder das Leben von jemandem, den Sie kennen, retten könnte.

Redaktioneller BelegAusstehend1 offizielle LinksAktualisiert 10. Januar 2026Methodik

Berlinuna Redaktion

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4 Min. Lesezeit130 Aufrufe

Omar, 29 Jahre, aus Aleppo. Kam vor 8 Monaten nach Deutschland. Wohnte in einer WG in Lichtenberg. Am Mittwochabend, als Sturm Elli Berlin traf, funktionierte die Heizung nicht mehr.

"Es war 23 Uhr. Die Wohnung war eiskalt - ich konnte meinen Atem sehen. Ich rief meinen Vermieter an - keine Antwort. Die Geschäfte waren geschlossen. Wohin sollte ich gehen?"

Omar entschied sich, zur U-Bahn-Station hinunterzugehen und die Nacht dort zu verbringen. "Ich wusste nicht, dass es in Berlin warme Notunterkünfte gibt." Er hatte Glück. Einfach nur Glück.

4 Kältetote - und es könnten mehr sein

Laut Tagesschau-Bericht zählte die BAG Wohnungslosenhilfe 4 Kältetote in Deutschland in diesem Winter. Aber die tatsächliche Zahl könnte höher sein - weil einige Fälle erst entdeckt werden, wenn der Schnee schmilzt.

Die größte Gefahr besteht bei Temperaturen unter -10 Grad - was diese Woche in den meisten Teilen Deutschlands der Fall war. Mit Sturm Elli stiegen die Risiken enorm:

  • Stromausfälle (Hunderttausende verloren Strom)
  • Zugausfälle - Menschen saßen in kalten Bahnhöfen fest
  • Gesperrte Straßen - keine Möglichkeit, Hilfe zu erreichen
Bittere Winterkälte in der Stadt - Symbolbild
Symbolbild. Photo: Levi XU/Unsplash

Wohin gehen, wenn Kälte tödlich wird?

Diese Informationen könnten Ihr Leben retten - speichern Sie sie jetzt:

1. Kältehilfe Berlin - Winter-Notunterkünfte

Vom 1. November bis 31. März öffnet Berlin jeden Abend kostenlose Winter-Notunterkünfte. Rufen Sie den Kältebus unter 0178 523 58 38 an - sie holen Sie ab und bringen Sie zu einer warmen Unterkunft. Ihr Aufenthaltsstatus spielt keine Rolle. Keine Fragen.

Hauptunterkünfte in Berlin:

  • Übernachtungsstelle Franklinstraße - 24/7 geöffnet, Platz für 220 Personen
  • Notübernachtung am Hauptbahnhof - neben dem Hauptbahnhof, ab 21 Uhr geöffnet
  • Wärmestube Bahnhof Zoo - 6 Uhr bis 22 Uhr geöffnet, kostenloses Essen

2. Wenn Sie jetzt auf der Straße feststecken

Warme Orte, die 24 Stunden geöffnet sind:

  1. U-Bahn-Stationen - Bleiben Sie im Untergeschoss, wo es warm ist. Aber schlafen Sie nicht - Sicherheitspersonal könnte Sie aufwecken und rausschicken.
  2. Krankenhäuser - Notaufnahme - Wenn Ihre Finger taub werden, Sie unkontrolliert zittern oder verwirrt sind, gehen Sie sofort ins nächste Krankenhaus. Warten Sie nicht.
  3. Öffentliche Bibliotheken - An Wochentagen bis 20 Uhr geöffnet. Warm und kostenlos.
  4. Große Einkaufszentren - Alexa, Mall of Berlin - bis 21 Uhr geöffnet

Warnzeichen: Wann wird Kälte tödlich?

Achten Sie auf diese Zeichen bei sich selbst oder anderen:

Stufe 1 - Leichte Unterkühlung (mittlere Gefahr)

  • Heftiges Zittern, das nicht aufhört
  • Taubheitsgefühl in Fingern oder Zehen
  • Schwierigkeiten, klar zu sprechen

Was tun: Gehen Sie sofort an einen warmen Ort. Trinken Sie etwas Warmes (kein Alkohol). Rufen Sie den Kältebus: 0178 523 58 38

Stufe 2 - Mittlere Unterkühlung (akute Gefahr)

  • Zittern hört auf (sehr schlechtes Zeichen!)
  • Verwirrung - Sie wissen nicht, wo Sie sind
  • Langsame Bewegungen oder Sprache
  • Wärmegefühl (obwohl es kalt ist) - sehr gefährlich

Was tun: Rufen Sie sofort 112 an. Warten Sie nicht. Dies ist lebensbedrohlich.

Wenn der Strom in Ihrer Wohnung ausfällt

Das ist Hunderttausenden diese Woche passiert:

  1. Nutzen Sie NIEMALS den Ofen zum Heizen - das kann Sie durch CO-Vergiftung (Kohlenmonoxid) töten
  2. Tragen Sie mehrere Schichten Kleidung - 3-4 dünne Schichten sind besser als eine dicke Jacke
  3. Schließen Sie alle ungenutzten Räume - Bleiben Sie in einem kleinen Raum, um Wärme zu bewahren
  4. Gehen Sie zu Ihren Nachbarn - Wenn sie Strom haben, fragen Sie, ob Sie bleiben können. Deutsche verstehen das - es ist ein Notfall.
  5. Rufen Sie Ihr Energieunternehmen an - Vattenfall: 0800 267 1060 (kostenlos). Sie sagen Ihnen, wann der Strom zurückkommt.

Wenn Sie an einem Bahnhof festsitzen

Mit Sturm Elli standen Züge stundenlang still - und einige Menschen saßen in kalten Bahnhöfen fest. Laut Tagesschau-Bericht sollen die Züge schrittweise wieder fahren, aber es kann zu Verzögerungen kommen.

Was tun:

  • Bleiben Sie im Hauptgebäude des Bahnhofs - nicht auf dem Bahnsteig
  • Fragen Sie DB-Mitarbeiter nach Notunterkünften - sie haben Listen warmer Orte in der Nähe
  • Versuchen Sie NICHT, lange Strecken im Sturm zu gehen - Menschen verirren sich und sterben. Bleiben Sie drinnen.

"Hätte ich das wissen sollen?"

Omar, der diese kalte Nacht in der U-Bahn überlebte, sagt: "In Syrien tötet Kälte nicht. Hier schon. Niemand hat es mir gesagt. Es gab keinen Workshop im Integrationskurs darüber. Ich habe es auf die harte Tour gelernt."

Jetzt hat er diese Nummern in seinem Telefon gespeichert:

  • Kältebus Berlin: 0178 523 58 38
  • Notfall: 112
  • Vattenfall (Strom): 0800 267 1060

"Diese Nummern könnten eines Tages mein Leben retten", sagt er. "Oder das Leben von jemand anderem, den ich kenne."

Wenn Sie jemanden sehen, der stark friert und auf der Straße ist, zögern Sie nicht - rufen Sie 112. Minuten können den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

المصادر / Quellen

  1. Tagesschau - Obdachlosen droht Kältetod - Gefahr steigt mit Sturm Elli
  2. Tagesschau - Wintersturm Elli: Fernverkehr soll wieder rollen
  3. Berlin.de - Kältehilfe und Notunterkünfte

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10. Januar 2026
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