Eine Million Euro für Forschung aus Münster: Sara Wickström soll am 18. September 2026 im Hamburger Rathaus den Körber-Preis erhalten. Das kündigt ihr Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin an. Ausgezeichnet wird eine Arbeit über Kräfte, die auf Zellen wirken und bis zur Aktivität ihrer Gene reichen.
Die Medizinerin ist seit Ende 2021 Direktorin am Institut. Ihr Porträt bei der Max-Planck-Gesellschaft beschreibt den Weg vom Medizinstudium in Helsinki zur Forschung in Deutschland. Heute untersucht ihr Team, wie Zellen und ihre Umgebung die Entstehung und Erhaltung von Gewebe steuern.
Was Druck in Zellen auslösen kann
Nach Darstellung der Körber-Stiftung können Zellen mechanische Reize wie Druck und Dehnung verarbeiten. Diese wirken bis in den Zellkern und können beeinflussen, welche Gene aktiv sind. Es geht um physikalische Kräfte, nicht um eine Aussage über psychischen Stress.
Die Stiftung verbindet damit die Hoffnung auf spätere Anwendungen etwa gegen Krebs und Organvernarbungen. Die Auszeichnung ist jedoch kein Nachweis, dass eine neue Behandlung schon verfügbar wäre. Gerade bei solchen Meldungen lohnt es sich, den beschriebenen Mechanismus von möglichen medizinischen Anwendungen zu trennen.
Wer die Forschung näher kennenlernen möchte, findet auf der Preis-Seite der Stiftung eine Erklärung und den angekündigten Livestream. Als Beginn nennt sie für den 18. September 11 Uhr. Die Darstellung erlaubt auch einen genaueren Blick darauf, welche Fragen Wickström weiter untersuchen will.
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