Beim Hackerangriff auf die Ludwig-Maximilians-Universität München haben sich Angreifer offenbar Zugang zu sensiblen Studierendendaten verschafft. Das berichtet tagesschau am 20. September 2026 unter Berufung auf Mitteilungen der LMU.
Genannt werden persönliche Stammdaten aus der Immatrikulation. Dazu gehören Namen, Geburtsdaten, Geschlecht und Geburtsorte sowie Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Aufgeführt werden außerdem Bankdaten wie IBAN und Kontoinhaber, Angaben zur Krankenversicherung, BAföG-Nummern sowie Informationen zum Studienverlauf und zu früheren Schul- oder Studienabschlüssen.
Prüfungsinformationen sowie konkrete Angaben zu Studieninhalten und individuellen Leistungen seien laut Universität ausdrücklich nicht betroffen. Auch eine Veränderung oder Manipulation der Daten habe verhindert werden können.
Für den Hochschulalltag hat der Vorfall bereits Folgen: Laut Bericht wurde der betroffene Immatrikulationsserver abgeschaltet. Einzelne nicht betroffene Systeme nahm die Universität vorsorglich ebenfalls außer Betrieb. Deshalb waren einige interne Dienste vorübergehend nicht verfügbar.
Die Einschreibung soll nach Angaben der LMU nach einer kurzen Unterbrechung in der Woche nach Veröffentlichung des Berichts weitergehen. Betroffene Immatrikulationsfristen würden entsprechend verlängert, bestehende Einschreibungen blieben gültig. Die Hochschule versichert, dass Studierenden kein Nachteil für das Studium entstehen werde. Wer gerade eine Einschreibung abschließt, sollte die konkrete Frist in den offiziellen Aktualisierungen prüfen.
Entdeckt wurde der Vorfall dem Bericht zufolge am 16. September. Wann die Angreifer tatsächlich eindrangen und wie lange sie Zugriff hatten, ist noch offen. Die LMU konnte bislang weder eine verlässliche Gesamtzahl der Betroffenen noch das Datenvolumen oder die betroffenen Zeiträume nennen. Welche Studierenden betroffen sind, geht aus dem Bericht nicht hervor. Auch ob Daten gestohlen wurden, ist noch nicht abschließend geklärt; einen Zugriff auf Passwörter belegt der Bericht nicht. Die technische Untersuchung dauert an.
Für eine Veröffentlichung oder missbräuchliche Verwendung lagen der LMU laut Bericht bislang keine Anhaltspunkte vor. Sollten entsprechende Hinweise auftauchen, wolle die Universität die Betroffenen unverzüglich kontaktieren.
Öffnen Sie für Aktualisierungen direkt die von tagesschau verlinkte Informationsseite der LMU zum Datenschutzvorfall. Prüfen Sie außerdem Mitteilungen der Hochschule auf Hinweise zu Ihrem Konto. Die Universität rät laut Bericht dazu, verdächtige E-Mail-Anhänge nicht zu öffnen und keine Bankdaten oder Passwörter preiszugeben.
Unabhängig von diesem Vorfall empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), jedes Passwort nur für einen Zugang zu verwenden. Ein Passwortmanager kann dabei helfen. Wer das Hochschulpasswort auch für private E-Mails oder andere Konten nutzt, sollte die mehrfach verwendeten Passwörter durch jeweils eigene ersetzen. Das ist allgemeine Vorsorge und keine besondere Anweisung der LMU. Welche zusätzlichen Schritte die Universität für Ihr Konto verlangt, entnehmen Sie ihren offiziellen Mitteilungen.
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