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Lungenkrebs-Screening ab April kostenlos
Lungenkrebs macht sich im Fruehstadium nicht bemerkbar. Wenn Symptome auftreten, sind die Behandlungsoptionen oft schon eingeschraenkt. Ab April 2026 gibt es ein kostenloses Screening, das genau dieses Zeitfenster nutzt. Das Problem: Die meisten Berechtigten wissen nicht, dass es existiert. Wer zwischen 50 und 75 ist und eine laengere Rauchergeschichte hat, sollte weiterlesen.
Berlinuna Redaktion
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Lungenkrebs ist die haeufigste krebsbedingte Todesursache in Deutschland. In den meisten Faellen wird die Diagnose zu spaet gestellt, weil Symptome erst auftreten, wenn der Tumor bereits fortgeschritten ist. Ab April 2026 gibt es erstmals ein kostenloses Frueherkennungsprogramm fuer Risikogruppen. Wer berechtigt ist, was der Test beinhaltet und wie man einen Termin bekommt.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, dass die gesetzlichen Krankenkassen kuenftig die Kosten fuer eine Lungenkrebs-Frueherkennung per Niedrigdosis-CT uebernehmen. Die Untersuchung ist fuer Berechtigte vollstaendig kostenfrei. Kein Eigenanteil, keine Zuzahlung.
Wer hat Anspruch?
Berechtigt sind gesetzlich Versicherte zwischen 50 und 75 Jahren mit einer Raucherhistorie von mindestens 25 Packungsjahren. Ein Packungsjahr bedeutet: eine Schachtel pro Tag ueber ein Jahr. Wer also 20 Jahre lang anderthalb Schachteln taeglich geraucht hat, kommt auf 30 Packungsjahre. Auch ehemalige Raucher haben Anspruch, sofern sie innerhalb der letzten zehn Jahre aufgehoert haben. Wer unsicher ist, ob die eigene Raucherbiografie die Schwelle erreicht, sollte das Gespraech mit dem Hausarzt suchen.

Was passiert beim Screening?
Die Untersuchung erfolgt als Niedrigdosis-CT (Low-Dose-CT). Der Patient liegt auf einer Liege, der Scan dauert wenige Minuten. Es wird kein Kontrastmittel gespritzt, kein Fasten ist noetig. Die Strahlenbelastung ist deutlich geringer als bei einer herkoemmlichen CT-Untersuchung. Der Befund wird anschliessend vom Radiologen ausgewertet und an den ueberweisenden Arzt uebermittelt.
Was bringt die Frueherkennung?
Laut der europaeischen NELSON-Studie kann ein regelmaessiges CT-Screening die Lungenkrebssterblichkeit um bis zu 20 Prozent senken. Dieser Wert haengt vom individuellen Risikoprofil und der konsequenten Teilnahme am Screening ab. Er ist kein garantiertes Ergebnis, aber ein wissenschaftlich fundierter Hinweis darauf, dass Frueherkennung Leben retten kann. Wird Lungenkrebs im Fruehstadium entdeckt, sind die Behandlungsmoeglichkeiten deutlich besser als bei einer spaeten Diagnose.
So bekommen Sie einen Termin
Es gibt zwei Wege. Erstens: den Hausarzt aufsuchen und eine Ueberweisung an ein zertifiziertes Radiologiezentrum fuer das Lungenkrebs-Screening anfragen. Zweitens: die eigene Krankenkasse anrufen (die Nummer steht auf der Versichertenkarte) und nach teilnehmenden Zentren in der Region fragen. Da das Programm im April startet, ist mit einer erhoehten Nachfrage in den ersten Wochen zu rechnen. Wer frueh anruft, bekommt schneller einen Termin.

Nicht auf Symptome warten
Lungenkrebs verursacht im Fruehstadium keine Beschwerden. Genau deshalb gibt es dieses Screening. Wer Symptome abwartet, verpasst das Zeitfenster, in dem eine Behandlung die besten Aussichten hat. Das Angebot richtet sich ausdruecklich an Menschen ohne Beschwerden, die aufgrund ihrer Raucherhistorie ein erhoehtes Risiko tragen. Wer berechtigt ist, sollte den Termin beim Hausarzt nicht aufschieben.
Quellen
1. Gemeinsamer Bundesausschuss: Beschluss zur Lungenkrebs-Frueherkennung 2. DKFZ Krebsinformationsdienst: Lungenkrebs-Screening und NELSON-Studie 3. Spiegel Gesundheit: Lungenkrebs-Screening fuer Raucher ab April 2026
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- Aktualisiert
- 26. März 2026
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