QLab und ERW-IN gehören zu den ersten Trägern des Berliner Erwachsenenbildungspreises. Die Senatsbildungsverwaltung gab die Auszeichnungen am 7. September 2026 bekannt. Verliehen wurde der neue Preis bei einer Veranstaltung im Rathaus Mitte. Die beiden prämierten Projekte richten sich an unterschiedliche Erwachsene, denen ein gewöhnliches Kursangebot nicht unbedingt den passenden Einstieg bietet.
Bei QLab stehen Frauen im Mittelpunkt. BAUFACHFRAU Berlin beschreibt praktische Seminare, für die keine Vorkenntnisse nötig sind. Die Teilnahme ist nach Angaben des Vereins kostenlos. Für Oktober 2026 führt die Projektseite den Schwerpunkt Zero Waste auf, für November nachhaltiges Bauen. Ob noch Plätze frei sind, lässt sich daraus nicht ablesen.
Wer einen beruflichen Perspektivwechsel erwägt oder praktische Umweltfragen bearbeiten möchte, kann dort nach den nächsten Terminen fragen. Vor einer Anmeldung sollten Interessentinnen Teilnahmebedingungen, Unterrichtssprache und den konkreten zeitlichen Ablauf klären. Ein angekündigter Kursmonat allein reicht für die Planung neben Arbeit oder Familie kaum aus.
ERW-IN setzt an einer anderen Stelle an. Die Lebenshilfe Bildung nennt kleine Gruppen, leicht verständliche Sprache und ein Lerntempo, das sich nach den Teilnehmenden richtet. Die Kurse sind offen für alle und eignen sich für Menschen mit Beeinträchtigungen. Entscheidend ist damit nicht allein das Thema, sondern auch die Art, wie gelernt wird.
Das ERW-IN-Büro beantwortet nach Angaben des Anbieters Kursfragen unter 030 82 99 98 14 99 oder über kontakt@erw-in.de. Dort können Interessierte ihren Lernwunsch nennen und nach Anmeldung, Kosten und benötigter Unterstützung fragen. Leicht verständliche Sprache bedeutet dabei nicht automatisch ein Angebot auf Arabisch.
Der Preis macht vorhandene Angebote sichtbarer. Er schafft weder einen Anspruch auf Teilnahme noch die Gewissheit, dass ein bestimmter Herbstkurs noch buchbar ist. Für Erwachsene, die nach einer passenden Lernumgebung suchen, liefern die ausgezeichneten Projekte aber konkrete Anlaufstellen. Der nächste Schritt ist eine Nachfrage beim jeweiligen Anbieter.
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