Skip to main content
Über unsKontakt
Berlinuna - برليننا
Startseite
Nachrichten
Aktuelle NewsPolitikBerlin
Lebensführer
Kultur
Wirtschaft
Technologie
Sport
Frag Berlinuna
Abonnieren
Berlinuna - برليننا

Über Berlinuna

Unabhängige arabische Nachrichtenplattform für die arabische Gemeinschaft in Deutschland seit 2025. Wir bieten zuverlässige Nachrichten und praktische Lebensführer.

Folgen Sie uns

Bereiche

  • Nachrichten
  • Lebensführer
  • Kultur
  • Wirtschaft
  • Sport

Entdecken

  • Frag Berlinuna
  • Technologie
  • Berlin
  • Politik
  • Autoren
  • Tags

Unternehmen

  • Über uns
  • Kontakt
  • Impressum

Rechtliches

  • Datenschutz
  • Nutzungsbedingungen
  • Impressum
  • Cookie-Richtlinie

© 2026 Berlinuna. Alle Rechte vorbehalten.

Made with ❤️ in Berlin

StartNewsRatgeberFragenAbo
  1. Startseite
  2. /
  3. Nachrichten
Nachrichten

Ramadan in Deutschland: Rechte und Alltag

Der Ramadan 2026 hat offiziell begonnen. Für Fastende in Deutschland stellen sich praktische Fragen zu Arbeitsrecht, Schulbefreiungen und Iftar-Veranstaltungen. Dieser Leitfaden erklärt die Rechte nach dem AGG, den Umgang mit Arbeitgebern und die wichtigsten Berliner Ramadan-Termine

ف

فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•18. Februar 2026•4 Min. Lesezeit•21 Aufrufe
Ramadan in Deutschland: Rechte und Alltag

صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: Adam Vradenburg/Unsplash

Sechs Uhr morgens in Berlin-Neukölln. Sara, eine syrische Mutter zweier Kinder, beendet ihre Sahur-Mahlzeit, bevor der Wecker klingelt. Vor ihr liegt ein voller Arbeitstag im Logistiklager, danach ein Gespräch mit der Lehrerin ihres Sohnes wegen der Schulmahlzeit. Es ist der erste Tag des Ramadan 2026 in Deutschland.

Mehrere arabische und islamische Länder haben den Beginn des Ramadan für den 17. Februar 2026 bekanntgegeben. In Deutschland -- wo rund 5,5 Millionen Muslime leben, so die Schätzungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge -- stehen Fastende vor praktischen Herausforderungen, die sich von ihren Heimatländern unterscheiden. Die Fastenzeit beträgt im Februar etwa 12 Stunden, und der Alltag steht nicht still.

Aber was garantiert das deutsche Recht während des Ramadan tatsächlich?

Geschäftsmeeting im Büro -- Symbolbild zur Arbeitswelt in Deutschland
Symbolbild. Photo by Nastuh Abootalebi on Unsplash

Am Arbeitsplatz: Rechtlicher Schutz

Die Grundregel ist eindeutig: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet Diskriminierung aufgrund der Religion am Arbeitsplatz. Das bedeutet: Ihr Arbeitgeber darf Sie nicht benachteiligen, weil Sie fasten. Aber -- und das ist der entscheidende Punkt -- das Gesetz verpflichtet ihn nicht automatisch, Arbeitszeiten anzupassen oder Aufgaben zu reduzieren.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes erklärte, dass Arbeitnehmer in Absprache mit dem Arbeitgeber eine Verschiebung der Pausenzeiten beantragen können. Zum Beispiel die Mittagspause auf die Iftar-Zeit verlegen oder kurze Pausen zusammenlegen. Gemäß Paragraf 87 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) hat der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht bei der Regelung von Pausenzeiten -- ein zusätzliches Werkzeug für Beschäftigte.

Ein praktischer Tipp: Sprechen Sie Ihren Vorgesetzten frühzeitig an. Die meisten deutschen Arbeitgeber (besonders in größeren Unternehmen) zeigen Verständnis, wenn man offen kommuniziert. Ein einfacher Satz wie "Ich faste im kommenden Monat und möchte die Pausenregelung besprechen" öffnet in der Regel Türen.

Kinder in der Schule: Mahlzeiten und Sportunterricht

Das Thema Fasten bei Schulkindern sorgt jedes Jahr für Diskussionen. Die Senatsverwaltung für Bildung in Berlin weist darauf hin, dass eine Befreiung vom Schulmittagessen auf schriftlichen Antrag der Eltern möglich ist. Gleiches gilt für intensiven Sportunterricht, wenn die Eltern eine Begründung vorlegen.

Die Praxis sieht allerdings komplizierter aus. Manche Lehrkräfte verstehen sofort, andere brauchen Erklärungen. Sara berichtete, dass sie im vergangenen Jahr zwei Gespräche mit der Schulleitung brauchte, bevor ihr zehnjähriger Sohn vom Mittagessen befreit wurde. "Es war keine Ablehnung, sondern Unwissen über den Ablauf" -- so fasste sie es zusammen.

Schüler beim Lernen -- Symbolbild für den Schulalltag
Symbolbild. Photo by MChe Lee on Unsplash

Iftar-Veranstaltungen in Berlin

Berlin -- mit über 80 Moscheen und Gebetsräumen -- bietet während des Ramadan Dutzende offener Iftar-Veranstaltungen. Die Schahadatein-Moschee in Neukölln und die Dar-as-Salam-Moschee in der Flughafenstraße gehören zu den bekanntesten Orten mit täglichem offenem Iftar. Daneben organisieren arabische und türkische Vereine Gemeinschafts-Iftare in gemieteten Sälen in Kreuzberg, Wedding und Charlottenburg.

Und die Veranstaltungen gehen manchmal über den religiösen Rahmen hinaus. Der Bezirk Neukölln hat in vergangenen Jahren gemeinsame Iftar-Abende zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen organisiert, um den interkulturellen Dialog zu fördern. Diese Art von Initiativen ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Bemerkenswert.

Um Iftar-Veranstaltungen in Ihrer Nähe zu finden, suchen Sie in lokalen Facebook-Gruppen oder googeln Sie "Ramadan Berlin 2026". Viele Moscheen veröffentlichen ihre Zeitpläne auf Instagram wenige Tage vor Monatsbeginn.

Gebetszeiten und Moscheen: Den Tag planen

Die Fastenzeiten in Berlin beginnen im Februar und März 2026 gegen 5:40 Uhr morgens und enden etwa um 17:45 Uhr -- also rund 12 Stunden. Das ist deutlich kürzer als bei einem Ramadan in den Sommermonaten, wo die Fastenzeit bis zu 19 Stunden betragen kann. Ein Glück, das sich nicht oft wiederholt.

Die meisten Berliner Moscheen bieten das Tarawih-Gebet direkt nach dem Abendgebet an. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland betonte, dass bundesweit über 2.500 Moscheen und Gebetsräume Ramadan-Programme anbieten -- einschließlich Tarawih, religiösem Unterricht und Korankreisen. In Berlin zählen die Omar-Ibn-al-Khattab-Moschee in Kreuzberg und die Neukölln-Moschee (Al-Haramain) zu den meistbesuchten Orten während des Fastenmonats.

Berliner Stadtansicht -- Symbolbild
Symbolbild. Photo by Florian Wehde on Unsplash

Häufige Fehler

Fachanwälte für Arbeitsrecht bestätigten, dass der größte Fehler darin besteht, nicht rechtzeitig mit dem Arbeitgeber zu kommunizieren. Fasten ist kein rechtlicher Grund für Fehlzeiten oder verminderte Leistung ohne vorherige Absprache. Und wenn Sie während der Arbeit unter starker Erschöpfung leiden (besonders bei körperlicher Arbeit), ist die Lösung eine Krankschreibung vom Arzt -- nicht das Ignorieren gesundheitlicher Risiken.

Ein weiterer Fehler betrifft Kinder: Manche Eltern lassen kleine Kinder (unter 10 Jahren) fasten, ohne einen Kinderarzt zu konsultieren. Ärzte in Neuköllner Praxen wiesen darauf hin, dass Kinder vor der Pubertät religiös nicht zum Fasten verpflichtet sind und dass erzwungenes Fasten die schulische Konzentration und die Gesundheit beeinträchtigen kann.

Zusammenfassung

Ramadan in Deutschland ist nicht immer einfach, aber mit guter Planung machbar. Sprechen Sie Ihren Vorgesetzten frühzeitig an und beantragen Sie offiziell eine Anpassung der Pausenzeiten. Schicken Sie ein Schreiben an die Schule Ihrer Kinder wegen der Befreiung vom Mittagessen. Verfolgen Sie die Moschee-Zeitpläne für Veranstaltungen und Iftar-Angebote. Und notieren Sie sich die Nummer der Antidiskriminierungsstelle (030-18555 1855) -- für den Fall, dass Sie wegen Ihres Fastens diskriminiert werden.

Ramadan Kareem.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

المصادر / Quellen

  1. Antidiskriminierungsstelle - Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
  2. Gesetze im Internet - BetrVG Paragraf 87 (Mitbestimmungsrechte)
  3. BAMF - Statistik zur ausländischen Bevölkerung in Deutschland
  4. Senatsverwaltung für Bildung Berlin - Schule
  5. DW عربية - أخبار ألمانيا ورمضان 2026

Teilen

5 Minuten jeden Morgen

Die wichtigsten Deutschland-Nachrichten für Sie

Wort des Tages, Nachrichten und Tipps — täglich in Ihrem Postfach

Treten Sie unserem Telegram-Kanal bei

Erhalten Sie sofortige Updates und Eilmeldungen direkt auf Ihr Telefon

Jetzt beitreten
ف

فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

Kommentare (0)

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht

Kommentare werden geladen...

Ähnliche Artikel

Milliarden für Gaza und Iran-Ultimatum – Presse-Echo vom 20. Februar

Milliarden für Gaza und Iran-Ultimatum – Presse-Echo vom 20. Februar

20. Februar 2026

Ramadan in Berlin und automatisches Kindergeld – Tagesüberblick

Ramadan in Berlin und automatisches Kindergeld – Tagesüberblick

19. Februar 2026

Rassismus in Behörden und Migrantenregularisierung – Tagesüberblick

Rassismus in Behörden und Migrantenregularisierung – Tagesüberblick

19. Februar 2026

Zurück zu Nachrichten

Das könnte Sie auch interessieren

Milliarden für Gaza und Iran-Ultimatum – Presse-Echo vom 20. FebruarNachrichten

Milliarden für Gaza und Iran-Ultimatum – Presse-Echo vom 20. Februar

Die wichtigsten Themen der deutschen Presse heute: Trumps Gaza-Milliarden, Iran-Ultimatum, Warnstreik im Nahverkehr und Schulstreik gegen Wehrpflicht

فريق برليننا-20. Februar 2026
Ramadan in Berlin und automatisches Kindergeld – TagesüberblickNachrichten

Ramadan in Berlin und automatisches Kindergeld – Tagesüberblick

Die wichtigsten Themen der deutschen Presse heute: Ramadan in Berlin, automatisches Kindergeld, Großrazzia gegen Schleuser in NRW und neue Entwicklungen in der Migrationspolitik

فريق برليننا-19. Februar 2026
Rassismus in Behörden und Migrantenregularisierung – TagesüberblickNachrichten

Rassismus in Behörden und Migrantenregularisierung – Tagesüberblick

Die wichtigsten Themen der deutschen Presse heute: Studie zu Rassismus in Behörden, Debatte über Migrantenregularisierung nach spanischem Vorbild und AfD-Nepotismus-Affäre

فريق برليننا-19. Februar 2026
Rassismus in Behörden und Ramadan naht – TagesüberblickNachrichten

Rassismus in Behörden und Ramadan naht – Tagesüberblick

Die wichtigsten Themen der deutschen Presse heute: Rassismus in Behörden, Ramadan-Beginn und AfD-Erbschaft von 700.000 Euro

فريق برليننا-18. Februar 2026