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SCHUFA-Kopie: erst prüfen

Die kostenlose SCHUFA-Datenkopie kann vor der Wohnungsbesichtigung einen falschen Eintrag sichtbar machen.

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Symbolbild zum Datenschutz. Die kostenlose SCHUFA-Datenkopie sollte vor einer Weitergabe an Vermieter geprüft werden.Bildquelle: TheDigitalArtist · Pixabay License

Redaktioneller BelegVon der Berlinuna Redaktion3 QuellenlinksAktualisiert 29. Mai 2026Methodik
Quellenbeleg

Der Moment kommt oft erst kurz vor der Besichtigung: Der Vermieter möchte einen SCHUFA-Nachweis, die Wohnung ist umkämpft, und die Bewerbung soll noch heute raus. Gerade dann ist die kostenlose Datenkopie hilfreich. Sie ist aber nicht automatisch das Dokument, das ungeprüft in eine Mietbewerbung gehört.

Was die Datenkopie leisten soll

Nach der FAQ von meineSCHUFA können Verbraucherinnen und Verbraucher eine Kopie der personenbezogenen Daten nach Art. 15 DS-GVO über das Portal meineSCHUFA anfordern. Sie soll zeigen, welche personenbezogenen Daten zur eigenen Person gespeichert sind, woher sie stammen und an wen sie weitergegeben wurden. SCHUFA weist dabei selbst darauf hin, dass diese Kopie vertraulich behandelt werden sollte.

Für Wohnungssuchende ist das vor allem ein Kontrollinstrument. Die Verbraucherzentrale erklärt, dass Auskunfteien wie SCHUFA Daten zur Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit verwenden und dass Betroffene Auskünfte anfordern und falsche Daten korrigieren lassen können. Sie empfiehlt, mindestens einmal im Jahr zu prüfen, welche personenbezogenen Daten gespeichert sind, für welchen Zweck, aus welcher Quelle und an wen sie weitergegeben wurden.

Warum die Kopie nicht einfach weiterleiten

Für die Mietbewerbung ist der Unterschied zur Bonitätsauskunft entscheidend. Nach Darstellung der Verbraucherzentrale ist die kostenpflichtige SCHUFA-Bonitätsauskunft dafür gedacht, einem Dritten eine Einschätzung der wirtschaftlichen Situation zu ermöglichen, etwa wenn ein neuer Vermieter eine solche Auskunft verlangt. Sie enthält weniger Informationen als die Datenkopie, weil ein Vermieter in der Regel nicht wissen muss, wo jemand Geld geliehen hat oder welche Kreditkarte vorhanden ist.

Die Datenkopie kann dagegen deutlich näher am eigenen Datenprofil liegen. Dazu können nach Angaben der Verbraucherzentrale auch Anfragen von Vertragspartnern aus den vergangenen 12 Monaten gehören. Das ist für die eigene Kontrolle sinnvoll, für eine fremde Mietakte aber nicht automatisch notwendig.

Was vor der ersten Bewerbung hilft

Der praktische Schritt liegt vor dem Besichtigungsstress: über die offizielle Seite https://www.meineschufa.de/FAQ/Daten die kostenlose Datenkopie früh anfordern, die eigenen Angaben prüfen und erst danach entscheiden, welches Dokument in die Bewerbung gehört. Bei Online-Formularen rät die Verbraucherzentrale, sich auf Pflichtfelder zu beschränken. Wenn eine Ausweiskopie nötig wird, sollten nicht erforderliche Angaben wie die Ausweisnummer geschwärzt werden.

Wer einen Fehler findet, sollte ihn nicht nur für sich notieren. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, SCHUFA konkret zur Löschung oder Korrektur aufzufordern. Hat ein Unternehmen falsche Informationen gemeldet, sollte auch dieses Unternehmen aufgefordert werden, die Korrektur gegenüber SCHUFA zu veranlassen. Nach einer Korrektur kann eine neue Datenkopie helfen, die Änderung zu kontrollieren.

Für die Wohnungssuche heißt das: Die kostenlose Datenkopie ist zuerst ein Werkzeug für die eigene Kontrolle. Sie ersetzt nicht in jeder Situation die Bonitätsauskunft für Vermieter. Und sie gehört nicht aus Angst vor Konkurrenzdruck ungefiltert in jede Bewerbung.

Redaktioneller Hinweis

Die Informationen in diesem Artikel sind allgemeiner Natur und stellen keine Rechtsberatung dar. Für eine verbindliche Rechtsberatung wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Rechtsanwalt oder eine Migrationsberatungsstelle.

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