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Schulwahl: Was arabische Eltern wissen müssen

Gymnasium oder ISS? Arabische Eltern stehen vor einer schwierigen Entscheidung, wenn ihre Kinder die Grundschule verlassen. Das deutsche Schulsystem unterscheidet sich grundlegend von den einheitlichen Systemen arabischer Länder. Dieser Leitfaden erklärt die Schulformen und die Rechte der Eltern

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فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•21. Februar 2026•4 Min. Lesezeit•113 Aufrufe
Schulwahl: Was arabische Eltern wissen müssen

Berlinuna / AI Generated · Berlinuna Original

Als Noura den Brief von der Grundschule in Neukölln öffnete, verstand sie ein Wort nicht: Förderprognose. Ihr Sohn Ahmed war in der sechsten Klasse, und die Klassenlehrerin empfahl den Übergang zur Integrierten Sekundarschule (ISS) statt zum Gymnasium. Noura weinte. Hat ihr Kind versagt?

Die kurze Antwort: Nein. Aber um das zu verstehen, muss man wissen, wie das deutsche Schulsystem funktioniert. Und für viele arabische Eltern ist dieses System ein Rätsel.

In Syrien, dem Irak, Ägypten und dem Libanon besuchen alle Kinder bis zum Ende der Mittelstufe dieselbe Schule. Keine Aufteilung, keine Selektion. In Deutschland hingegen werden Kinder zwischen 10 und 12 Jahren in verschiedene Bildungswege sortiert. Das sogenannte Dreigliedrige Schulsystem — ein Konzept, das es in arabischen Ländern schlicht nicht gibt.

Symbolbild: Ein Klassenzimmer in einer Schule
Symbolbild. Photo by MChe Lee on Unsplash

Wie funktioniert das System in Berlin?

Berlin unterscheidet sich von den meisten anderen Bundesländern. Hier gibt es keine eigenständige Hauptschule oder Realschule. Stattdessen kennt das Berliner System laut der Senatsverwaltung für Bildung nach der sechsten Klasse nur zwei Schulformen: das Gymnasium und die Integrierte Sekundarschule (ISS).

Das Gymnasium führt in sechs Jahren zum Abitur — also bis zur zwölften Klasse. Der Unterricht ist akademisch orientiert und das Tempo höher. Aber hier kommt die Überraschung, die viele arabische Eltern nicht kennen: Auch die ISS bietet das Abitur an, allerdings in sieben statt sechs Jahren. Der Unterschied liegt nicht im Ziel, sondern im Weg dorthin.

Dazu kommt eine dritte Option: die Gemeinschaftsschule, die Kinder von der ersten bis zur dreizehnten Klasse ohne Selektion zusammen unterrichtet. Laut Angaben der Berliner Bildungsverwaltung (Stand 2025) gibt es rund 30 solcher Schulen in der Stadt.

Die Empfehlung der Lehrkraft: Welche Rechte haben Eltern?

Am Ende der sechsten Klasse erhält jedes Kind eine sogenannte Förderprognose. Diese Empfehlung gibt an, welche Schulform zum Kind passt. Was viele Eltern (besonders jene, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind) nicht wissen: Diese Empfehlung ist in Berlin nicht bindend. Die Senatsverwaltung bestätigt ausdrücklich, dass Eltern ihr Kind an jeder Schulform anmelden dürfen — unabhängig von der Prognose.

Symbolbild: Kinder lernen gemeinsam an einem Tisch
Symbolbild. Photo by Annie Spratt on Unsplash

Aber es gibt einen Haken. Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die verfügbaren Plätze — und das passiert bei beliebten Schulen regelmäßig — greifen Auswahlkriterien. Die Noten des Kindes spielen dann eine große Rolle. Die Anmeldefrist liegt zwischen Februar und März, und Eltern können bis zu drei Wunschschulen angeben.

ISS als Sackgasse? Ein weit verbreiteter Irrtum

Viele arabische Familien fürchten, dass die ISS eine akademische Sackgasse ist. Das stimmt nicht. Das deutsche Bildungssystem basiert auf dem Prinzip der Durchlässigkeit — Wechsel zwischen den Schulformen sind möglich. Ein Kind, das an der ISS beginnt, kann das Abitur erreichen. Und ein Kind, das am Gymnasium nicht zurechtkommt, kann zur ISS wechseln, ohne Schuljahre zu verlieren.

Laut der Kultusministerkonferenz (KMK) werden rund 43 Prozent aller Abiturzeugnisse in Deutschland nicht am Gymnasium erworben, sondern an Gesamtschulen, ISS oder beruflichen Gymnasien.

Symbolbild: Lehrerin erklärt Schülern etwas an der Tafel
Symbolbild. Photo by Kenny Eliason on Unsplash

Praktische Schritte für Eltern

Der erste Schritt ist der Besuch des Tags der offenen Tür, den weiterführende Schulen in der Regel zwischen November und Januar veranstalten. Hier können Eltern die Schule von innen sehen und mit Lehrkräften sprechen. Danach folgt das direkte Gespräch mit der Klassenlehrerin über die Gründe der Empfehlung — denn die Förderprognose stützt sich auf die Noten in Mathematik, Deutsch und der ersten Fremdsprache sowie auf das allgemeine Lernverhalten.

Die Schulpsychologischen Beratungszentren (SIBUZ) bieten kostenlose Beratung in mehreren Sprachen — darunter Arabisch — zu Fragen der Schulwahl und Lernförderung. In jedem der zwölf Berliner Bezirke gibt es ein SIBUZ.

Und das Wichtigste: Nicht zurückschrecken. Bildungsberater warnen, dass manche Lehrkräfte — manchmal in guter Absicht — dazu neigen, Kindern mit Deutsch als Zweitsprache niedrigere Empfehlungen zu geben. Das bedeutet nicht, dass das Kind weniger begabt ist. Es braucht nur mehr Zeit für die Sprache. Genau das bietet die ISS. Aber wenn Eltern von den akademischen Fähigkeiten ihres Kindes überzeugt sind, können sie es am Gymnasium anmelden. Viele Berliner Schulen bieten zudem Sprachförderprogramme direkt vor Ort an.

Noura hat Ahmed schließlich an einer ISS mit gymnasialer Oberstufe angemeldet. Er ist jetzt in der neunten Klasse und seine Noten sind gut. Was sich anfühlte wie eine Niederlage, wurde zu einer Chance — der Weg ist anders, das Ziel bleibt dasselbe.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Quellen / المصادر

  1. Senatsverwaltung für Bildung - Bildungswege in Berlin
  2. Berlin.de - Wohin nach der Grundschule? Übergang zur weiterführenden Schule
  3. SIBUZ - Schulpsychologische und Inklusionspädagogische Beratungs- und Unterstützungszentren Berlin
  4. KMK - Bildungswege und Abschlüsse im deutschen Schulsystem
  5. Berlin.de - Sprachförderung an Berliner Schulen

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