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Steuererklärung: So holen Sie Geld zurück

Viele arabische Migrantinnen und Migranten in Deutschland verschenken jedes Jahr Hunderte Euro, weil sie keine Steuererklärung abgeben. Die Frist für 2025 endet am 31. Juli 2026. Dieser praktische Leitfaden zeigt die wichtigsten Schritte und Absetzungsmöglichkeiten.

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فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•13. Februar 2026•5 Min. Lesezeit•44 Aufrufe
Steuererklärung: So holen Sie Geld zurück

Berlinuna / AI Generated

Samer, ein syrischer Ingenieur, lebt seit drei Jahren in Berlin. Dass er mehr als 900 Euro an zu viel gezahlten Steuern aus dem Jahr 2024 zurückbekommen konnte, erfuhr er erst durch einen deutschen Kollegen. Da war es für zwei vorherige Steuerjahre bereits zu spät.

Samers Geschichte ist kein Einzelfall. Viele arabische Migrantinnen und Migranten in Deutschland (besonders Neuangekommene) geben keine Steuererklärung ab — und verschenken damit bares Geld. Die durchschnittliche Steuererstattung für Arbeitnehmer liegt bei rund 1.063 Euro pro Jahr, so das Statistische Bundesamt. Aber viele wissen das schlicht nicht.

Die Frist für die Steuererklärung 2025 endet am 31. Juli 2026. Die Abgabesaison läuft bereits seit Januar. Wer als Arbeitnehmer in Deutschland Steuern zahlt, kann sich einen Teil davon zurückholen. Dieser Leitfaden erklärt, wie das geht — Schritt für Schritt.

Euro-Münzen und Taschenrechner auf einem Schreibtisch
Symbolbild. Photo by Ibrahim Boran on Unsplash

Was ist die Steuererklärung — und wer muss sie abgeben?

Die Steuererklärung ist ein jährliches Formular, mit dem Sie dem Finanzamt Ihre Einkünfte und absetzbaren Ausgaben mitteilen. Nicht jeder ist zur Abgabe verpflichtet — doch gerade diejenigen, die es freiwillig tun, profitieren am meisten. Arbeitnehmer mit nur einer Einkommensquelle? Für die ist es meist freiwillig. Und genau diese Gruppe bekommt oft die höchsten Erstattungen.

Pflicht wird es, wenn Sie mehrere Arbeitgeber haben, Lohnersatzleistungen wie Elterngeld oder Kurzarbeitergeld beziehen oder als Ehepaar die Steuerklassenkombination III/V gewählt haben. Wer trotz Pflicht nicht abgibt, riskiert Verspätungszuschläge und Verzugszinsen.

Absetzungsmöglichkeiten, die viele Migranten übersehen

Hier wird es interessant. Deutschland erlaubt zahlreiche Abzüge vom zu versteuernden Einkommen — und genau das bedeutet weniger Steuern oder eine höhere Erstattung. Das Problem? Die meisten Neuankömmlinge kennen diese Möglichkeiten nicht.

Zunächst die Werbungskosten. Jeder Arbeitnehmer erhält automatisch eine Pauschale von 1.230 Euro jährlich — ohne Nachweis. Übersteigen die tatsächlichen Ausgaben diesen Betrag (Pendelkosten, spezielle Arbeitskleidung, beruflich genutztes Internet), können Sie den höheren Betrag geltend machen. Allein die Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) bringt 30 Cent pro Kilometer einfacher Fahrt am Tag. Bei 25 Kilometern Arbeitsweg ergibt das über 1.650 Euro im Jahr.

Dann — und das wissen die wenigsten — Deutschkurskosten. Wer Deutsch aus beruflichen Gründen lernt (was fast immer der Fall ist), kann die gesamten Kursgebühren als Werbungskosten absetzen. Das umfasst Kursgebühren, Lehrbücher und sogar Fahrtkosten zum Unterrichtsort.

Dokumente und Laptop auf einem Schreibtisch
Symbolbild. Photo by Firmbee.com on Unsplash

Außerdem absetzbar: Umzugskosten (Umzugskostenpauschale), wenn der Umzug beruflich bedingt ist — etwa weil sich der Arbeitsweg um mindestens eine Stunde täglich verkürzt. Und Kinderbetreuungskosten: Bis zu 4.000 Euro pro Kind unter 14 Jahren können jährlich abgesetzt werden.

Drei Wege zur Steuererklärung

Die günstigste Option ist das Online-Portal ELSTER der Finanzverwaltung. Komplett kostenlos, allerdings nur auf Deutsch verfügbar. Die Registrierung dauert etwa zwei Wochen, weil der Aktivierungscode per Post kommt. Kompliziert? Ein wenig. Aber völlig kostenlos.

Die zweite Möglichkeit ist ein Lohnsteuerhilfeverein. Diese Vereine gibt es überall in Deutschland, und sie kosten deutlich weniger als ein Steuerberater — in der Regel zwischen 50 und 150 Euro pro Jahr je nach Einkommen. Der große Vorteil: Die Abgabefrist verlängert sich automatisch bis Februar 2027 (statt Juli 2026). In Berlin allein gibt es Dutzende Beratungsstellen. Eine Suche nach "Lohnsteuerhilfeverein Berlin" zeigt Ihnen die nächstgelegene.

Die dritte Option: ein Steuerberater. Die teuerste Variante — zwischen 300 und 1.000 Euro — aber sinnvoll bei komplizierten Steuersituationen wie Selbständigkeit oder Einkünften aus dem Ausland. Auch hier verlängert sich die Frist automatisch.

Häufige Fehler

Der häufigste Fehler? Gar keine Erklärung abgeben. Viele gehen davon aus, der Arbeitgeber habe die Steuer korrekt abgeführt und die Sache sei erledigt. Die Realität: Das Lohnsteuerabzugssystem unterstellt, dass Sie keinerlei Abzüge haben. Es nimmt Ihnen also in den meisten Fällen zu viel ab.

Fehler Nummer zwei ist das Wegwerfen von Belegen. Das Finanzamt verlangt sie zwar nicht standardmäßig bei der Abgabe, kann sie aber nachträglich anfordern. Ohne Nachweis — kein Abzug. Und drittens: die falsche Steuerklasse. Ehepaare, bei denen ein Partner Vollzeit und der andere Teilzeit arbeitet (oder gar nicht), profitieren erheblich von der Kombination III/V statt IV/IV.

Taschenrechner und Finanzunterlagen auf einem Holztisch
Symbolbild. Photo by Towfiqu barbhuiya on Unsplash

Nicht bis Juli warten

Laut Bundesfinanzministerium werden früh eingereichte Erklärungen schneller bearbeitet — teils innerhalb von vier bis acht Wochen. Wer in letzter Minute abgibt, wartet mitunter mehrere Monate. Und der wichtigste Hinweis: Selbst wenn die Frist für frühere Jahre abgelaufen ist, können Sie eine freiwillige Steuererklärung rückwirkend für die letzten vier Jahre einreichen. Das heißt: 2026 können Sie noch die Steuerjahre 2022, 2023 und 2024 nachholen.

Für alle, die das System verwirrend finden — und das ist es selbst für viele Deutsche — bieten Apps wie Wiso Steuer, Steuerbot und Taxfix eine einfache Oberfläche. Manche davon sind auch auf Englisch verfügbar. Die Kosten liegen zwischen 30 und 40 Euro, und die App führt Sie mit klaren Fragen durch den Prozess statt mit komplizierten Formularen.

Samer hat seine Erklärung für 2025 im Januar über einen Lohnsteuerhilfeverein in Neukölln eingereicht. Kosten: 75 Euro. Erwartete Erstattung: über 1.100 Euro. Diesmal lässt er sein Geld nicht liegen.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

المصادر / Quellen

  1. Statistisches Bundesamt - Einkommen, Konsum, Lebensbedingungen
  2. ELSTER - Elektronische Steuererklärung (Bundesfinanzministerium)
  3. Bundesfinanzministerium - Steuern
  4. Vereinigte Lohnsteuerhilfe - Fristen für die Steuererklärung

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