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Tod von Rifaat al-Assad mit 87 Jahren
Rifaat al-Assad, der jüngere Bruder des verstorbenen syrischen Präsidenten Hafez al-Assad, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Mann, dessen Name mit dem Massaker von Hama 1982 verbunden ist, verbrachte seine letzten Jahrzehnte im Exil.
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Rifaat al-Assad, der jüngere Bruder des verstorbenen syrischen Präsidenten Hafez al-Assad, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der als Schlächter von Hama bekannte Mann starb in seinem europäischen Exil - weit entfernt von Syrien, das seine Familie über ein halbes Jahrhundert beherrschte.
Die Todesursache wurde bisher nicht bekanntgegeben. Bekannt ist jedoch, dass Rifaat in seinen letzten Jahren unter gesundheitlichen Problemen litt.
Wer war Rifaat al-Assad?
Geboren 1937 im Dorf Qardaha in der Provinz Latakia, führte Rifaat die Verteidigungsbrigaden - eine von seinem Bruder Hafez gegründete Elitetruppe mit bis zu 55.000 Kämpfern auf dem Höhepunkt ihrer Macht.
Im Februar 1982 leitete Rifaat die Belagerung von Hama und die Niederschlagung des Muslimbruder-Aufstands. Schätzungen zufolge kamen dabei zwischen 10.000 und 40.000 Menschen ums Leben - eines der blutigsten Kapitel der modernen syrischen Geschichte.
Machtkampf und Exil
1984 versuchte Rifaat, seinen erkrankten Bruder Hafez zu stürzen. Der Putschversuch scheiterte, und er wurde nach Europa verbannt. Seitdem kehrte er nie nach Syrien zurück.
Er ließ sich zunächst in Frankreich nieder und pendelte später zwischen mehreren europäischen Ländern. Sein Vermögen wurde von französischen Behörden allein im Immobilienbereich auf rund 90 Millionen Euro geschätzt.
Urteile und Strafverfolgung
2020 verurteilte ihn ein französisches Gericht zu vier Jahren Haft wegen Geldwäsche und Unterschlagung syrischer Staatsgelder. Laut Deutsche Welle beschlagnahmten die französischen Behörden seine Besitztümer, darunter luxuriöse Schlösser und Pferdefarmen.
Auch die Schweizer und spanischen Behörden verfolgten ihn wegen ähnlicher Vorwürfe.
Reaktionen der Syrer in Deutschland
Die Nachricht löste unter Syrern in Deutschland eine Welle von Reaktionen aus. Viele - besonders aus Hama und Homs - tragen bittere Erinnerungen an jene Zeit. Ein Syrer in Berlin, der anonym bleiben wollte, sagte: Meine Familie verlor drei Onkel bei den Ereignissen in Hama. Ich empfinde nichts bei seinem Tod.
Andere wiesen darauf hin, dass er starb, ohne jemals vor einem internationalen Gericht für seine mutmaßlichen Verbrechen zur Rechenschaft gezogen worden zu sein.
Ein umstrittenes Erbe
Mit dem Tod von Rifaat al-Assad wird ein Kapitel der modernen syrischen Geschichte geschlossen. Doch die Frage bleibt: Wird die Akte der Verantwortlichen für das Massaker von Hama jemals geöffnet? Nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 könnte sich die Lage ändern.
Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.
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- 22. Januar 2026
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