Am 29. Juli sah Berlin für einen Moment schon wie der Gastgeber des Tour-Starts 2029 aus. Übergeben wurde jedoch eine Bewerbung. Einen Zuschlag der A.S.O. gibt es bislang nicht.
Die Initiative Grand Départ Allemagne hatte das Bidbook unter der Trägerschaft von German Cycling bereits zum 30. Juni 2026 bei der Tour-Veranstalterin A.S.O. eingereicht. Berlin bewirbt sich gemeinsam mit Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Warum die Bewerbung jetzt wieder Schlagzeilen macht
Die öffentliche Übergabe beziehungsweise Präsentation in Berlin brachte das Projekt am 29. Juli erneut in die Nachrichten. rbb24 zitierte Tour-Direktor Christian Prudhomme mit einer positiven Einschätzung, verwies aber zugleich auf Mitbewerber. Auch der Deutschlandfunk meldete die gemeinsame Bewerbung der vier Länder.
Noch fehlen Zuschlag, Strecke und Kosten
Die Bewerbungsinitiative rechnet bis zum Jahreswechsel mit der Entscheidung über den Grand Départ 2029. Das ist eine Erwartung der Bewerber, keine veröffentlichte Zusage der A.S.O. Deshalb sind konkrete Berliner Routen, Straßensperrungen oder Kosten derzeit keine belastbaren Tatsachen.
Schon vor der Übergabe hatte ZDFheute den deutschen Anlauf als Bewerbung beschrieben. Wer heute von einem sicheren Tour-Start in Berlin spricht, überspringt den wichtigsten Teil des Verfahrens.
Die Symbolik von 2029
Die Bewerbung verbindet 2029 mit dem 40. Jahrestag des Mauerfalls. Das ist Teil ihres Narrativs, aber keine Garantie für die Vergabe. Deutschland hat bereits Erfahrung mit einem Grand Départ: Die offizielle Tour-Seite erinnert an Düsseldorf 2017 und an den Start in West-Berlin 1987.
Woran du die echte Entscheidung erkennst
Speichere die News-Seite von Grand Départ Allemagne und achte auf eine ausdrückliche Mitteilung der A.S.O. oder der Tour de France zum Gastgeber 2029. Erst danach lassen sich Veranstaltung, Route oder Reiseplanung als bestätigt behandeln.
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