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40 Jahre Sandoz: Was schützt den Rhein?

Die Bilder vom rot gefärbten Rhein stammen aus dem Jahr 1986. Zum 40. Jahrestag des Sandoz-Brandes berichtet die tagesschau über die damalige Verschmutzung und spätere…

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Bildquelle: Comet Photo AG (Zürich) · CC BY-SA 4.0

Redaktioneller BelegGeprüft2 QuellenlinksAktualisiert 2. November 2026Methodik
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Die Bilder vom roten Rhein zeigen die Folgen einer Katastrophe aus dem Jahr 1986. Am 1. November 2026 erinnert die tagesschau an den Sandoz-Brand bei Basel vor genau 40 Jahren. Für Menschen am deutschen Rhein bleibt eine praktische Frage: Was lässt sich daraus über das Wasser am eigenen Wohnort ableiten?

In der Nacht auf den 1. November 1986 brannte im Industriegebiet Schweizerhalle ein Chemikalienlager. Der Standort liegt rund acht Kilometer von der Basler Innenstadt entfernt. Nach Angaben der tagesschau lagerten dort 1.350 Tonnen giftige Chemikalien. Mehrere Tausend Kubikmeter belastetes Löschwasser gelangten ungefiltert in den Rhein. Die Schadstoffwelle zog flussabwärts bis nach Rotterdam.

Auch die Wassergewinnung war betroffen: In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurde dem Rhein 1986 laut dem Rückblick teilweise bis zu zwei Wochen lang kein Wasser für die Trinkwasserversorgung entnommen.

Rückhaltebecken und gemeinsame Übungen

Wie viel später in den Gewässerschutz floss, beziffert Marc Daniel Heintz, Geschäftsführer der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) in Koblenz. Die tagesschau gibt seine Schätzung mit rund 13 Milliarden Euro zwischen 1989 und 1995 an, eingesetzt für Wasserqualität und Ökologie im Rhein-Einzugsgebiet. Davon seien neun Milliarden Euro in den Ausbau von Kläranlagen geflossen. Die Zahlen beziehen sich auf das Einzugsgebiet über Staatsgrenzen hinweg.

Als weitere Veränderungen nach dem Brand nennt der Bericht den Bau von Rückhaltebecken sowie regelmäßige länderübergreifende Übungen. Behörden verschiedener Länder sollen dadurch für einen Katastrophenfall zusammenarbeiten können.

Für den Wasserhahn zählt die örtliche Versorgung

Wer wissen möchte, wie es um sein Trinkwasser steht, sollte die Qualitätsangaben des zuständigen Wasserversorgers prüfen. Der Zustand des Rheins allein beantwortet diese Frage nicht. Das Umweltbundesamt (UBA) erläutert, dass Trinkwasser aus Grund- und Quellwasser, aber auch aus Oberflächenwasser gewonnen wird. Hinzu kommt ursprünglich oberirdisches Wasser, das eine Bodenpassage oder Uferfiltration durchlaufen hat. Schutz vor Verunreinigungen ist nach dieser Darstellung entlang der gesamten Versorgungskette nötig: bei der Gewinnung, der Aufbereitung und der Verteilung.

Als rechtliche Grundlage für die Qualität nennt das UBA die Trinkwasserverordnung. Verantwortung für den Betrieb tragen demnach Wasserversorger und, für die Anlagen in Gebäuden, deren Eigentümer beziehungsweise Betreiber. Die staatliche Überwachung übernehmen die Gesundheitsämter in Verantwortung der Länder und Gemeinden. Die allgemeine UBA-Seite trägt den Aktualisierungsstand 30. Juli 2019.

Für eine konkrete Auskunft lohnt deshalb zuerst der Blick auf die eigene Adresse: Welcher Wasserversorger ist dort zuständig? Wer den Namen nicht kennt, kann bei der Hausverwaltung nachfragen. Auf der Internetseite des Versorgers helfen Suchbegriffe wie Wasserqualität oder Trinkwasseranalyse. Prüfen Sie Datum und Versorgungsgebiet der Angaben oder fragen Sie nach den passenden Ergebnissen für Ihre Adresse. Fragen zur behördlichen Überwachung gehören zum örtlichen Gesundheitsamt; bei Fragen zu Leitungen im Haus sollten auch Eigentümer oder Hausverwaltung einbezogen werden.

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