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99 Tote im Juni: Risiko am Wasser

Eine Zahl sollte den nächsten Ausflug ans Wasser verändern: Mindestens 99 Menschen ertranken allein im Juni – fast so viele wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht.

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99 Tote im Juni: Risiko am Wasser

DLRG-Rettungsboot auf der Ruhr bei Bochum-Dahlhausen. Symbolbild.Bildquelle: Divebalu · Pixabay License

Redaktioneller BelegVon der Berlinuna Redaktion3 QuellenlinksAktualisiert 6. August 2026Methodik
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Mindestens 99 Menschen sind im Juni 2026 in Deutschland ertrunken. Nur im Juni 2003 lag die Zahl in den vergangenen zwei Jahrzehnten noch höher: damals waren es 107. Die Bilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist ein Anlass, den nächsten Badetag anders zu planen – besonders an unbewachten Seen und Flüssen.

Das Risiko trifft nicht nur Kinder

Mehr als 90 Prozent der Opfer waren Männer, berichtete die tagesschau am 24. Juli unter Berufung auf die DLRG. Unter den Fällen mit bekanntem Alter waren 40 Menschen höchstens 30 Jahre alt; 35 waren älter als 50. Diese Verteilung erklärt keinen einzelnen Unfall. Sie zeigt aber, wie trügerisch die Annahme ist, nur unerfahrene Kinder seien gefährdet.

Auch der Deutschlandfunk meldete die Zahl von mindestens 99 Toten. Nach der von der tagesschau wiedergegebenen DLRG-Auswertung ereigneten sich die meisten tödlichen Unfälle in Seen und Flüssen. Dort fehlen häufig Aufsicht und klar markierte Schwimmbereiche; Strömung und Wassertiefe können sich unvermittelt ändern.

Was vor dem Baden konkret hilft

Wer ins Wasser will, sollte möglichst eine bewachte Badestelle wählen und lokale Warnungen beachten. Die offiziellen Baderegeln der DLRG raten davon ab, nach Alkohol- oder Drogenkonsum zu schwimmen. Wer mit Boot oder Stand-up-Paddle unterwegs ist, sollte eine Rettungsweste tragen – unabhängig von der eigenen Schwimmleistung.

Kinder brauchen am Wasser ununterbrochene Aufsicht in unmittelbarer Nähe. Gerät jemand in Not, gilt: 112 rufen und professionelle Hilfe holen, statt unvorbereitet in eine unbekannte Strömung zu springen. Die DLRG-Regeln lassen sich vor dem Ausflug in wenigen Minuten gemeinsam prüfen.

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