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Herzstillstand: Warten kostet Minuten
Praktisches Reanimationstraining an einer Laerdal Rescue Anne mit AED. Foto: Ch-info.ch, Wikimedia Commons, CC BY 3.0.

Bildquelle: Ch-info.ch / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Herzstillstand: Warten kostet Minuten

Einzelne tiefe, unregelmäßige Atemzüge bei einer bewusstlosen Person können täuschen: Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kann es Schnappatmung sein. Fehlt bei einem Erwachsenen die normale Atmung, zählt jede Minute: 112 wählen und sofort in der Mitte des Brustkorbs knapp zweimal pro Sekunde drücken. Das Deutsche Reanimationsregister weist für 2025 in den erfassten außerklinischen Fällen der beteiligten Rettungsdienstbereiche eine Ersthelfendenquote von 53,5 Prozent aus. Die Zahl erfasst nicht sämtliche Herzstillstände in Deutschland.

Redaktioneller BelegGeprüft1 offizielle LinksAktualisiert 14. August 2026Methodik

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Ein Mensch bricht zusammen, reagiert nicht und holt nur noch vereinzelt tief Luft. Das kann täuschend echt nach Atmung aussehen. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kann dahinter jedoch Schnappatmung stecken. Wer dann auf den Rettungswagen wartet, lässt Minuten verstreichen, in denen Herzdruckmassage den Blutfluss zum Gehirn aufrechterhalten kann.

Der am 13. August 2026 veröffentlichte Jahresbericht des Deutschen Reanimationsregisters weist für 2025 eine Ersthelfendenquote von 53,5 Prozent aus. Am 14. August berichtete auch die Tagesschau über die Auswertung. Gemeint sind die außerklinischen Fälle aus den beteiligten Rettungsdienstbereichen. Die Zahl ist keine lückenlose Erfassung sämtlicher Herzstillstände in Deutschland.

Nicht auf regelmäßige Atemzüge warten

Reagiert die Person nicht, sollte die Atmung etwa zehn Sekunden lang geprüft werden. Einzelne, unregelmäßige Atemzüge zählen dabei nicht als normale Atmung. Darauf weist das Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums ausdrücklich hin. Schnappatmung kann gerade in der frühen Phase eines Herz-Kreislauf-Stillstands auftreten.

Bei einer bewusstlosen erwachsenen Person ohne normale Atmung gilt deshalb: 112 anrufen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Die Rettungsleitstelle kann am Telefon anleiten. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung fasst die Reihenfolge in drei Schritten zusammen: Prüfen, Rufen, Drücken.

Gedrückt wird in der Mitte des Brustkorbs, knapp zweimal pro Sekunde. So beschreibt es gesund.bund.de. Wer nicht beatmen kann oder möchte, kann trotzdem helfen: Die Herzdruckmassage wird dann ohne unnötige Unterbrechungen fortgesetzt, bis der Rettungsdienst übernimmt oder die Leitstelle andere Anweisungen gibt.

Auch ein AED ist kein Gerät nur für medizinisches Personal. Automatisierte externe Defibrillatoren hängen etwa an Bahnhöfen, Flughäfen und anderen öffentlichen Orten. Sie prüfen den Herzrhythmus und führen Laien mit Sprach- oder Bildhinweisen durch die Anwendung. Wer ein solches Gerät zur Hand hat, folgt dessen Anweisungen.

Die Anleitung hat klare Grenzen

Diese Hinweise gelten für Erwachsene. Die Wiederbelebung von Säuglingen und Kindern folgt eigenen Regeln. Der Text ersetzt zudem keinen praktischen Erste-Hilfe-Kurs und kann für einen einzelnen Notfall keinen Erfolg versprechen. Er soll die gefährlichste Verzögerung verhindern: bei fehlender Reaktion und nicht normaler Atmung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu warten.

Was Sie heute vorbereiten können

Speichern Sie die Folge Prüfen, 112 rufen, Drücken. Öffnen Sie anschließend die offizielle Erste-Hilfe-Anleitung auf gesund.bund.de und buchen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs. Dort lassen sich Druckrhythmus und AED-Anwendung an einer Übungspuppe trainieren, bevor aus Theorie plötzlich eine Entscheidung unter Zeitdruck wird.

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14. August 2026
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