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Bürokratie: Größere Firmen klagen häufiger

Wer nach Ladenschluss noch Unterlagen sortiert, kennt den Aufwand.

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Bürokratie: Größere Firmen klagen häufiger

Bildquelle: Michal Kulesza · CC0

Redaktioneller BelegGeprüft2 QuellenlinksAktualisiert 24. September 2026Methodik
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59 Prozent der großen Unternehmen nennen Bürokratie als Problem, bei Solo-Selbstständigen sind es 33 Prozent. Diesen Abstand beschreibt die Tagesschau am 21. September 2026 in ihrem Bericht über eine ifo-Umfrage.

Insgesamt bewertet die Hälfte der befragten Unternehmen die Fülle staatlicher Regeln und Auflagen als größtes Problem des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Laut den von der Tagesschau wiedergegebenen Ergebnissen nennen 41 Prozent der Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten Bürokratie als Problem. Bei kleinen Unternehmen sind es 50 Prozent, bei mittleren 58 Prozent.

ifo-Befragungsleiter Klaus Wohlrabe begründet den Unterschied laut Tagesschau mit der Zahl der Regelwerke, die gleichzeitig greifen. Bei Betrieben mit Beschäftigten, Anlagen und Exportgeschäft kommen etwa Arbeitsrecht, Berichtspflichten und Datenschutz zusammen.

Die Prozentwerte zeigen, wie häufig Befragte Bürokratie als Problem nennen. Sie messen weder Stunden noch Kosten und erlauben deshalb keinen Vergleich der Belastung pro Beschäftigten oder im Verhältnis zum Umsatz. Angaben zu Stichprobengröße und Erhebungszeitraum enthält der Bericht nicht.

Was unter Bürokratiekosten fällt

Gesetzliche Vorgaben können auch außerhalb des Büros Aufwand verursachen. Das verdeutlicht ein Beispiel des Statistischen Bundesamtes (Destatis): Würde ein Gesetz Luftfilter in Fabrikschornsteinen vorschreiben, zählten auch die Sach- und Personalkosten für deren Einbau zum Erfüllungsaufwand. Dieser Begriff umfasst die Zeit und die Kosten, die durch das Befolgen von Gesetzen entstehen.

Die Kosten für den klassischen Papierkram in Unternehmen bilden davon einen Teil, den Destatis im Bürokratiekostenindex abbildet. Auch die Zeit für eine Steuererklärung gehört zum Erfüllungsaufwand. Wer den eigenen Betrieb betrachtet, sollte deshalb neben Rechnungen für externe Hilfe auch die selbst geleisteten Arbeitsstunden festhalten.

Für Laden, Restaurant oder Dienstleistungsbetrieb beginnt die Bestandsaufnahme bei einer wiederkehrenden Aufgabe: Notieren Sie ab dieser Woche, welcher Vorgang anfällt, wie oft er wiederkommt, wer ihn bearbeitet und wie viel Arbeitszeit er tatsächlich beansprucht. Halten Sie Ausgaben für externe Hilfe ebenfalls fest. Wartezeit auf eine Antwort gehört in eine eigene Spalte; Nacharbeit wegen fehlender Unterlagen sollte erkennbar bleiben.

Mit diesen Aufzeichnungen lässt sich gezielter prüfen, wo eine bessere Ablage hilft und welche Aufgabe Sie mit der Buchhaltung oder einer fachkundigen Beratung besprechen sollten.

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