Wer wissen will, wie viel CO2 er selbst verursacht, findet in den globalen Anteilen eines DW-Berichts noch keine persönliche Bilanz. Der Beitrag nennt Privatjets, größere Wohnungen und Häuser sowie einen höheren Verbrauch von Waren und Dienstleistungen als Beispiele für den Konsum sehr wohlhabender Menschen. Die Angaben zu Privatjets stammen laut DW aus einer Oxfam-Analyse.
Zur weltweiten Verteilung zitiert DW die Energieökonomin Claudia Kemfert: Auf die reichsten zehn Prozent entfalle annähernd die Hälfte der CO2-Emissionen, auf die ärmere Hälfte höchstens acht Prozent. Der Text nennt für diese Anteile weder ein Datenjahr noch eine konkrete Einkommens- oder Vermögensschwelle. Auch welche Emissionen in die Berechnung eingehen, erläutert er nicht. Vor einem Vergleich mit dem eigenen Fußabdruck müssen diese Angaben geklärt sein. Wer die Zahlen weitergibt, sollte die Lücken kenntlich machen. Das Veröffentlichungsdatum der Nachricht ersetzt weder das Datum der Untersuchung noch das Jahr ihrer Daten.
Was eine persönliche Bilanz erfasst
Welche Entscheidungen hinter einer solchen Berechnung stehen, erläutert das Umweltbundesamt in „Der UBA-CO2-Rechner für Privatpersonen“. Die Veröffentlichung vom September 2022 behandelt Datenquellen, Berechnungsgrundlagen und Systemgrenzen des Rechners. Die Publikationsseite nennt konkrete Fragen: Wie werden Flugreisen berechnet? Wie wird der Herstellungsaufwand für Gebäude berücksichtigt? Solche Angaben machen nachvollziehbar, welche Bestandteile eine persönliche Bilanz enthält.
Nutzen Sie den UBA-CO2-Rechner, um Ihren persönlichen Fußabdruck zu schätzen. Prüfen Sie dabei die berücksichtigten Bestandteile, bevor Sie das Ergebnis mit einem veröffentlichten Durchschnitt vergleichen. Es bleibt eine Schätzung, keine exakte Messung Ihrer Emissionen. Auf der Publikationsseite ist außerdem der UBA-Ratgeber „Klimaneutral leben“ verlinkt.
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