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EU plant gemeinsames Netz für Rettungskräfte

Französische oder polnische Feuerwehrleute brauchen bei Einsätzen in Deutschland mitunter deutsche Funkgeräte.

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EU plant gemeinsames Netz für Rettungskräfte

Bildquelle: User:Wiki-observer · CC BY-SA 2.5

Redaktioneller BelegGeprüft1 offizielle LinksAktualisiert 1. Oktober 2026Methodik
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Hilfe aus dem Nachbarland kann bei einem Waldbrand auch zusätzliche Funkgeräte erfordern. Französische oder polnische Feuerwehrleute brauchen für Einsätze in Deutschland mitunter deutsche Geräte, berichtet die tagesschau am 30. September 2026. Unterschiedliche Frequenzen, Verschlüsselungsverfahren und Software erschweren demnach die Verständigung über Grenzen hinweg. Teilweise weichen die Einsatzkräfte deshalb auf gewöhnliche Mobilfunknetze aus.

Die EU-Kommission will die nationalen Netze deshalb miteinander verbinden. Nach dem Bericht wurden am 30. September in Brüssel Einzelheiten des geplanten „European Critical Communication Systems“ (EUCCS) vorgestellt. Vorgesehen ist ein europaweites Breitbandnetz für Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei und weitere Organisationen mit Hilfs- und Sicherheitsaufgaben. Gemeinsame Schnittstellen und Standards sollen den Austausch zwischen ihren Netzen ermöglichen.

Laut dem von der tagesschau beschriebenen Zeitplan soll EUCCS 2030 mit ersten Mitgliedstaaten starten. Bis 2036 sollen sämtliche EU- und Schengen-Staaten vollständig angeschlossen sein. Vorgesehen ist eine schrittweise Einführung.

Technisch geht es auch um größere Datenmengen: Einsatzkräfte sollen etwa digitale Einsatzpläne und Videos austauschen können. Für den Ausfall terrestrischer Netze ist dem Bericht zufolge eine Satellitenverbindung als Reserve vorgesehen.

Deutschland plant zunächst einen Parallelbetrieb alter und neuer Netze. Rund 1,3 Millionen Endgeräte sollen von der Umstellung betroffen sein, schreibt die tagesschau unter Berufung auf die Bundesanstalt für Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS).

Als Hürden nennt die tagesschau die Stromversorgung der Sendemasten und fehlende eigene Frequenzen. Der Bericht gibt die Kritik von Branchenexperten wieder, dass kommerzielle Masten, auf die man in der Übergangsphase setze, bei Stromausfällen mangels Batteriereserven versagen könnten. Eine bevorzugte Weiterleitung der Einsatzkommunikation helfe dann nicht. Außerdem seien für die geplanten exklusiven Funknetze der Einsatzorganisationen noch nicht genügend Frequenzen verfügbar.

Wer in der EU Hilfe braucht, kann die 112 bei echten Notfällen kostenlos vom Festnetz oder Mobiltelefon anrufen, erläutert die Europäische Kommission auf ihrer offiziellen Informationsseite. Geschulte Beschäftigte bearbeiten den Anruf selbst oder leiten ihn je nach nationaler Organisation an Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei weiter. EUCCS soll dagegen die Kommunikation zwischen den Einsatzorganisationen verbessern. Verkehrs- und Wetterauskünfte oder allgemeine Informationen gibt es unter der 112 nicht. Lesen Sie vor einer Reise die verlinkte Informationsseite und speichern Sie sie als Lesezeichen.

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