Gesundheit

Grippeimpfung: Schutz braucht Vorlauf

Der Impftermin steht im Kalender. Aber ab wann hat der Körper den Schutz aufgebaut?

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Robert Koch-Institut am Nordufer in Berlin. Archivaufnahme vom 24. September 2011.

Robert Koch-Institut am Nordufer in Berlin. Archivaufnahme vom 24. September 2011.Bildquelle: Fridolin freudenfett (Peter Kuley) · CC BY-SA 3.0

Redaktioneller BelegGeprüft1 offizielle LinksAktualisiert 16. September 2026Methodik
Quellenbeleg

Wer für den Herbst 2026 eine Grippeimpfung plant, sollte nicht nur den freien Praxistermin betrachten. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums baut sich der Impfschutz erst innerhalb von 10 bis 14 Tagen auf. Zwischen Spritze und Schutz liegt also eine Zeitspanne, die bei der Terminplanung leicht übersehen wird.

Zuerst die Empfehlung klären

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) nennt unter anderem Menschen ab 60 Jahren und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen als Gruppen, für die die STIKO eine jährliche Influenzaimpfung empfiehlt. Welche Empfehlung im Einzelfall gilt, sollte mit der behandelnden Praxis besprochen werden. Aus einer allgemeinen Altersangabe folgt noch keine individuelle medizinische Entscheidung.

Für die Vorbereitung verlinkt gesund.bund.de den Grippe-Impfcheck. Wählen Sie auf der Seite den Bereich Grippe (Influenza). Das Angebot hilft bei der Einordnung der Empfehlung. Mit dem Ergebnis können Sie gezielt bei Ihrer üblichen Praxis nachfragen, ob und wann eine Impfung für Sie sinnvoll ist.

Jetzt fragen, den Herbsttermin abstimmen

Als bevorzugten Zeitraum nennt das Gesundheitsministerium Oktober bis Mitte Dezember. Mitte September lässt sich deshalb bereits ein passender Termin besprechen. Das ist saisonale Terminplanung und keine Meldung über den Beginn einer Grippewelle.

Auch eine rechtzeitige Impfung verhindert nicht jede Erkrankung. Die BIÖG-Antworten zur Grippeimpfung erläutern den verzögerten Aufbau der Abwehr. Der Schutz richtet sich gegen Influenza; eine gewöhnliche Erkältung kann weiterhin auftreten. Wer Angehörigen bei der Organisation hilft, sollte diesen Unterschied ebenso erklären wie den zeitlichen Vorlauf.

Beim Anruf reicht zunächst eine konkrete Frage: Passt die jährliche Grippeimpfung zu meiner Situation, und welchen Herbsttermin empfiehlt die Praxis? Wenn der bevorzugte Zeitraum verpasst wird, muss das Thema nicht bis zum nächsten Jahr ruhen. Laut Gesundheitsministerium kann eine Impfung auch später noch sinnvoll sein. Die Entscheidung gehört ins ärztliche Gespräch, nicht in einen selbst gesetzten Kalenderstopp.

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