Skip to main content
Über unsKontakt
Berlinuna - برليننا
Startseite
Nachrichten
Aktuelle NewsPolitikBerlin
Lebensführer
Kultur
Wirtschaft
Technologie
Sport
Fragen
Frag BerlinunaSpieleLeitfäden
Abonnieren
Berlinuna - برليننا

Über Berlinuna

Unabhängige arabische Nachrichtenplattform für die arabische Gemeinschaft in Deutschland seit 2025. Wir bieten zuverlässige Nachrichten und praktische Lebensführer.

Folgen Sie uns

Bereiche

  • Nachrichten
  • Lebensführer
  • Kultur
  • Wirtschaft
  • Sport

Entdecken

  • Frag Berlinuna
  • Technologie
  • Berlin
  • Politik
  • Autoren
  • Tags

Unternehmen

  • Über uns
  • Kontakt
  • Impressum
  • Redaktionelle Transparenz

Rechtliches

  • Datenschutz
  • Nutzungsbedingungen
  • Impressum
  • Cookie-Richtlinie

Täglicher Newsletter

Nachrichten aus Deutschland auf Arabisch, jeden Morgen

© 2026 Berlinuna. Alle Rechte vorbehalten.

Made with ❤️ in Berlin

HomeAsk
🎮
WortGuides
  1. Startseite
  2. /
  3. Nachrichten
  4. /
  5. Gemeinschaft
Gemeinschaft

Iranerinnen in Berlin: Nur noch Wut

Von den Strassen Berlins bis zu den Plätzen Teherans verfolgen iranische Frauen, was in ihrer Heimat geschieht, mit zerrissenen Herzen. Eine von ihnen erzählt, wie sich ihre tägliche Angst in rastlosen Aktivismus verwandelte.

ف

فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•25. Januar 2026•3 Min. Lesezeit•109 Aufrufe
Iranerinnen in Berlin: Nur noch Wut

صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: Adam Vradenburg/Unsplash · Unsplash License

Es ist drei Uhr morgens in Berlin. Shirin schläft nicht. Ihre Augen sind auf das Handy gerichtet, sie wechselt zwischen Telegram und Instagram, sucht nach Nachrichten aus dem Iran. Neue Fotos von den Protesten. Ein Video einer Verhaftung. Eine Nachricht von ihrer Schwester in Teheran: Alles in Ordnung. Mach dir keine Sorgen.

Aber Shirin weiss, dass alles in Ordnung unter der Unterdrückung nichts bedeutet.

Ich lebe zwei Leben, sagt sie. Tagsüber bin ich in Berlin ich gehe zur Arbeit, trinke Kaffee, rede mit Kollegen über das Wetter. Aber nachts bin ich im Iran. Jede Nacht.

Ein Weggehen, das keine Wahl war

Shirin 42 Jahre verliess den Iran vor 8 Jahren. Als Architektin kam sie, um ihren Master an der TU Berlin zu machen. Sie hatte nicht geplant zu bleiben.

Ich liebte Teheran, erinnert sie sich. Den Lärm, das Chaos, den Geruch von frischem Brot am Morgen. Aber jeder Besuch in der Heimat wurde schwieriger. Die Gesetze wurden strenger. Die Freiheit schrumpfte. Bei meinem letzten Besuch vor 4 Jahren fühlte ich mich wie eine Fremde.

Frau blickt aus einem Fenster
Symbolbild. Photo by Brooke Cagle on Unsplash

Heute ist Shirin eine von etwa 80.000 Iranern, die in Berlin leben, laut Statistiken des Berliner Senats. Viele von ihnen besonders Frauen verfolgen die Ereignisse mit täglicher Sorge, die sich manchmal in chronische Schlaflosigkeit verwandelt.

Vom Zuschauen auf die Strasse

Als die jüngsten Proteste im Iran begannen, verfolgte Shirin sie aus der Ferne. Aber etwas änderte sich.

Ich sah die Bilder der Mädchen auf den Strassen, sagt sie. Manche waren im Alter meiner Nichte. Sie stehen vor der Polizei, ohne Angst. Und ich bin hier in Sicherheit und schaue zu. Ich schämte mich.

Am nächsten Tag stand Shirin am Brandenburger Tor mit einem Plakat. Es war nicht das erste Mal, dass sie an einer Demo teilnahm, aber es war das erste Mal, dass sie die Teilnahme als Pflicht empfand nicht als Wahl.

Jetzt organisiere ich, fügt sie hinzu. Wöchentliche Treffen, Koordination mit anderen iranischen Gruppen in Europa, Kontakt zur deutschen Presse. Manchmal arbeite ich 18 Stunden am Tag 8 in meinem Job, 10 im Aktivismus.

Die Angst, die nicht geht

Shirins Aktivismus bleibt nicht ohne Preis. Ihre Schwester in Teheran bat sie, aufzuhören, unter ihrem echten Namen zu posten. Die Sicherheitsbehörden überwachen die Auslandsiraner, erklärte sie in einer Nachricht. Jeder Post hier könnte uns dort angerechnet werden.

Shirin änderte ihren Namen in den sozialen Medien. Aber sie hörte nicht auf.

Ich kenne die Risiken, sagt sie ruhig. Ich weiss, dass meine Familie den Preis zahlen könnte. Das schmerzt mich jeden Tag. Aber was ist die Alternative? Schweigen? Schweigen ist es, was sie wollen.

Kerzen bei einer Gedenkveranstaltung
Symbolbild. Photo by Mike Labrum on Unsplash

Laut Amnesty International Deutschland erleben viele iranische Aktivisten im Ausland Druck auf ihre Familien in der Heimat eine Taktik, die als Familien-Geiselnahme bekannt ist.

Eine Gemeinschaft formt sich neu

Aber Shirin ist nicht allein. Die jüngsten Proteste haben die Iraner in Berlin so zusammengebracht wie nie zuvor.

Vor einem Jahr kannte ich nicht viele Iraner hier, sagt sie. Wir lebten auf getrennten Inseln. Jetzt? Ich kenne Dutzende. Wir treffen uns wöchentlich. Einige von uns sind echte Freunde geworden.

Die Solidarität reicht auch über die iranische Gemeinschaft hinaus. Viele Deutsche unterstützen uns, bemerkt Shirin. Sie kommen zu den Demos, fragen, wie sie helfen können. Das bedeutet viel.

Was sie weitermachen lässt

Ich fragte sie: Was, wenn sich nichts ändert? Was, wenn die Unterdrückung noch Jahre andauert?

Sie schwieg einen Moment. Dann sagte sie:

Veränderung kommt nicht über Nacht. Die Berliner Mauer ist nicht an einem Tag gefallen. Aber sie ist gefallen. Ich weiss nicht, wann ich einen freien Iran sehen werde. Vielleicht nie in meinem Leben. Aber meine Nichte könnte es. Und das reicht.

Dann lächelte sie ein müdes Lächeln, aber mit etwas anderem darin. Vielleicht Hoffnung. Oder vielleicht nur Sturheit.

Es ist nur noch Wut übrig, schliesst sie. Und Wut ist Treibstoff.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre und Sicherheit der Familien geändert.

Quellen

  1. Senatsverwaltung Berlin - Bevölkerungsstatistik
  2. Amnesty International Deutschland - Iran
  3. Deutsche Welle - Bericht über Iran-Proteste

Teilen

5 Minuten jeden Morgen

Die wichtigsten Deutschland-Nachrichten für Sie

Wort des Tages, Nachrichten und Tipps — täglich in Ihrem Postfach

Treten Sie unserem Telegram-Kanal bei

Erhalten Sie sofortige Updates und Eilmeldungen direkt auf Ihr Telefon

Jetzt beitreten
ف

فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

Kommentare (0)

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht

Kommentare werden geladen...

Ähnliche Artikel

Autismus: Diese Hilfen stehen Familien zu

Autismus: Diese Hilfen stehen Familien zu

4. April 2026

Jeder zweite Syrer arbeitet. Die Zahlen.

Jeder zweite Syrer arbeitet. Die Zahlen.

31. März 2026

Kinderschutz online: Was Eltern tun können

Kinderschutz online: Was Eltern tun können

29. März 2026

Zurück zu Nachrichten

Das könnte Sie auch interessieren

Autismus: Diese Hilfen stehen Familien zuGemeinschaft

Autismus: Diese Hilfen stehen Familien zu

Fruehfoerderung, Schulbegleitung, Eingliederungshilfe nach SGB IX: Die Leistungen fuer Kinder mit Autismus sind gesetzlich verankert und finanziert. Arabischsprachige Familien erhalten sie seltener, spaeter, oder gar nicht, weil die Informationen kaum auf Arabisch vorliegen und Sprachbarrieren bei U-Untersuchungen fruehe Hinweise verschwinden lassen. Das Zeitfenster fuer wirksame Fruehfoerderung schliesst sich mit dem sechsten Lebensjahr.

فريق برليننا-4. April 2026
Jeder zweite Syrer arbeitet. Die Zahlen.Gemeinschaft

Jeder zweite Syrer arbeitet. Die Zahlen.

Jeder Zweite. So viele Syrer in Deutschland arbeiten inzwischen sozialversicherungspflichtig. Die Zahl ueberrascht viele. Doch ein Detail faellt in der Debatte unter den Tisch: Ein Ingenieur arbeitet im Lager. Eine Zahnaerztin als Praxishelferin. Ein Lehrer faehrt Lieferdienst. Das Problem dahinter betrifft nicht nur Syrer, sondern den gesamten Arbeitsmarkt.

فريق برليننا-31. März 2026
Kinderschutz online: Was Eltern tun könnenGemeinschaft

Kinderschutz online: Was Eltern tun können

Eine Mutter in Berlin nimmt das Handy ihres Zehnjaehrigen in die Hand. Er hat nichts gesucht, aber der Algorithmus hat entschieden, was er sieht. Deutschland verspricht schaerfere Gesetze, doch die gibt es noch nicht. Die Osterferien stehen bevor. Eine einzige Einstellung auf dem Smartphone Ihres Kindes kann heute Abend in fuenf Minuten aktiviert werden.

فريق برليننا-29. März 2026
41 Prozent der Jugend denken ans AuswandernGemeinschaft

41 Prozent der Jugend denken ans Auswandern

Eine neue Studie zeigt: 41 Prozent der jungen Menschen in Deutschland können sich vorstellen auszuwandern. 21 Prozent haben bereits konkrete Pläne. Die Forscher sprechen von einer Generation im Dauerkrisenmodus.

فريق برليننا-27. März 2026