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Molkereien wollen höhere Preise

Die Molkereien wollen höhere Preise für Milch, Joghurt und Quark durchsetzen.

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Molkereien wollen höhere Preise

SymbolbildBildquelle: Imoflow · Pixabay Content License

Redaktioneller BelegGeprüft3 QuellenlinksAktualisiert 6. Oktober 2026Methodik
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Die Molkereien wollen höhere Preise durchsetzen. Milch, Joghurt und Quark könnten deshalb spürbar teurer werden, berichtet die tagesschau am 27. September 2026. Der Bericht nennt weder einen einheitlichen Aufschlag noch einen Termin für dessen Umsetzung im Handel.

Wer seine Ausgaben vergleichen will, braucht am Kühlregal zwei Angaben. Der Gesamtpreis zeigt, was die ganze Packung kostet. Der Grundpreis rechnet diesen Betrag auf eine feste Menge um. Für vorverpackte Milchprodukte, die nach Gewicht oder Volumen angeboten werden, ist das ein Kilogramm beziehungsweise ein Liter. Die Bezugsgrößen regelt § 5 der Preisangabenverordnung auf Gesetze im Internet.

Ein reines Rechenbeispiel, keine erhobenen Ladenpreise: 500 Gramm Joghurt für 1,50 Euro entsprechen 3 Euro je Kilogramm. Ein Becher mit 400 Gramm für 1,40 Euro kommt auf 3,50 Euro je Kilogramm. Der kleinere Becher kostet an der Kasse weniger. Bezogen auf die Menge ist er teurer.

Für gewerblich an Verbraucher angebotene Fertigpackungen nach Gewicht oder Volumen verlangt § 4 PAngV grundsätzlich beide Preisangaben. Der Grundpreis muss eindeutig, gut erkennbar und lesbar sein. Das gilt auch für Werbung, die solche Waren mit Preisen anbietet.

Die Vorschrift enthält Ausnahmen. Ist der Grundpreis mit dem Gesamtpreis identisch, darf seine zusätzliche Angabe entfallen. Ausgenommen sind unter anderem Waren mit einem Nenngewicht unter 10 Gramm oder einem Nennvolumen unter 10 Millilitern sowie Waren in Getränke- und Verpflegungsautomaten. Ein fehlender Grundpreis ist deshalb nicht in jedem Fall ein Regelverstoß.

Hinter der aktuellen Preiserwartung stehen mehrere Faktoren. Nach dem Bericht der tagesschau hält der Milchindustrie-Verband erhebliche Preissteigerungen für dringend notwendig. Er verweist auf einen starken Absatz von Milch und Milchprodukten. Zugleich habe die sommerliche Dürre in Deutschland und Europa die Milchanlieferung regional stark sinken lassen.

Hinzu kommt eine Erwartung zum Wetter: Laut Bericht rechnen Experten damit, dass ein starker El-Niño-Effekt im tropischen Pazifik die weltweite Milchanlieferung deutlich abschwächen könnte. Das Phänomen kann in wichtigen Exportregionen für Milchprodukte Dürren auslösen.

Auch die Nachfrage nach Proteinprodukten spielt demnach mit hinein. Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) verweist auf stark gefragte Molkenproteinkonzentrate.

Beim nächsten Einkauf hilft daher ein direkter Vergleich ähnlicher Produkte, etwa Naturjoghurt mit Naturjoghurt: erst den Grundpreis je Kilogramm lesen, dann Packungspreis und benötigte Menge prüfen. Wer die Preisentwicklung seines üblichen Produkts verfolgen möchte, kann den Kassenbon aufheben und Packungsgröße sowie Grundpreis notieren. So lässt sich beim nächsten Kauf erkennen, ob dieselbe Menge tatsächlich mehr kostet.

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