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Gemeinschaft

Pingtok: Jugendliche filmen sich auf Drogen

Unter dem Hashtag #Pingtok filmen sich Jugendliche auf TikTok im Drogenrausch — ihre Videos erreichen Millionen. Das Phänomen breitet sich in Deutschland aus, doch viele arabische Eltern wissen nichts davon. Die Todeszahlen unter jungen Menschen steigen, die EU erhöht den Druck auf TikTok.

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فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•7. Februar 2026•4 Min. Lesezeit•40 Aufrufe
Pingtok: Jugendliche filmen sich auf Drogen

صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: Green Chameleon/Unsplash

Die Zahl der Drogentoten unter 30-Jährigen in Deutschland stieg 2024 um 14 Prozent. Eine alarmierende Zahl. Noch beunruhigender ist, wo viele dieser jungen Menschen den Weg in die Sucht beginnen: auf einem kleinen Handybildschirm, in einer App namens TikTok.

Unter dem Hashtag #Pingtok filmen sich Jugendliche im Drogenrausch und teilen die Videos mit Millionen Zuschauern. „Ping“ ist Slang für den Konsum von Ecstasy (MDMA). Die Clips zeigen oft keine direkte Einnahme — stattdessen präsentieren die Nutzer ihre geweiteten Pupillen und ihr auffälliges Verhalten vor der Kamera.

Laut dem Bundeskriminalamt haben sich die drogenbedingten Todesfälle in Deutschland innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. Aber wissen arabische Eltern in Deutschland überhaupt, was ihre Kinder auf dem Handy sehen?

Jugendlicher nutzt Smartphone im Dunkeln - Symbolbild für Social-Media-Nutzung
Symbolbild. Photo by Gilles Lambert on Unsplash

Wie die Kontrolle umgangen wird

Eine TikTok-Sprecherin erklärte gegenüber DW, die Plattform verbiete „die Darstellung oder den Handel mit Drogen“ und entferne mehr als 99 Prozent der regelwidrigen Inhalte vor einer Meldung. Die Realität sieht anders aus. Nutzer setzen auf sogenannte „Algospeak“ — eine Mischung aus Emojis, Codewörtern und Sounds, um die Moderationssysteme zu umgehen. Nachdem TikTok den Hashtag #Pingtok sperrte, tauchten sofort Alternativen wie #Pingtokk und #Pintok auf.

Das größere Problem? TikTok ist längst ein informeller Drogenmarktplatz geworden. In den Kommentaren unter den Videos finden sich Anfragen wie „Wer verkauft?“ oder „Brauche was in Berlin“. Dealer nutzen Symbole (etwa das Ladekabel-Emoji) als Verkaufssignal und leiten Interessierte in verschlüsselte Telegram-Gruppen weiter.

Vom Verborgenen in die Öffentlichkeit

Die Influencerin Sara — selbst mit 15 in die Sucht gerutscht, heute 26 Jahre alt — betonte im DW-Interview, dass sich die Art des Konsums grundlegend verändert hat. Früher schlossen Menschen die Vorhänge und konsumierten heimlich. Heute schalten sie die Kamera ein und nehmen Drogen allein in ihren Zimmern, um Klicks zu bekommen. „Du musst nicht mehr das Haus verlassen. Du bekommst alles, was du willst, allein in deinem Zimmer“, berichtete sie.

US-Studien zeigen, dass mehr als zwei Drittel der tödlichen Überdosen zu Hause passieren — oft weil niemand eingreifen kann. Ein direkter Zusammenhang mit Pingtok ist wissenschaftlich nicht belegt. Suchtexperten warnen jedoch: Die Kombination aus Isolation und ständiger Konfrontation mit Drogeninhalten im Netz mache den Konsum deutlich gefährlicher.

Abendlicher Blick auf Berlin - die deutsche Hauptstadt
Symbolbild. Photo by Adam Vradenburg on Unsplash

Was das für arabische Familien bedeutet

Nadia, eine syrische Mutter aus Berlin-Neukölln (seit 2016 in Deutschland), hatte bis vor wenigen Tagen noch nie von Pingtok gehört. „Mein Sohn ist 14 und verbringt Stunden auf TikTok“, sagte sie. „Aber ich verstehe nicht, was er schaut, weil alles auf Deutsch ist.“ Das ist die Lage vieler arabischer Familien — besonders derer, die noch kein fließendes Deutsch sprechen. Die digitale Welt ihrer Kinder bleibt für sie ein blinder Fleck.

Sara wies darauf hin, dass viele der Nachrichten, die sie auf ihrem Account erhält, von Minderjährigen stammen. „Sie haben niemanden zum Reden und schreiben mir manchmal schlimme Dinge über ihre Erfahrungen und Traumata.“ Und in Familien, in denen das Thema Drogen tabu ist — da kann das Schweigen gefährlicher sein als die Drogen selbst.

Europa reagiert — aber langsam

Politisch prüft die Europäische Union derzeit, ob die Plattformen ihren Jugendschutzpflichten nachkommen. Australien ging im Dezember 2025 als erstes Land voran und verbot Unter-16-Jährigen die Nutzung sozialer Medien. Großbritannien, Dänemark und Frankreich planen ähnliche Einschränkungen.

Ein Verbot allein reicht aber nicht. Die Forscherin Leila Bouzoubaâ — die mit ihrem Team Hunderte TikTok-Videos analysierte — fügte hinzu, dass mehr als die Hälfte der drogenbezogenen Inhalte auf der Plattform eigentlich Prävention, Genesung oder Hilfesuche zum Thema haben. Alles zu löschen könnte jungen Menschen, die nach Unterstützung suchen, eine wichtige Anlaufstelle nehmen.

Junge Menschen in einer Gesprächsrunde - Symbolbild für Aufklärungsprogramme
Symbolbild. Photo by Headway on Unsplash

Wo gibt es Hilfe?

Es reicht nicht, das Handy der Kinder zu kontrollieren. Wichtiger ist es, den Dialog zu öffnen (auch wenn es schwerfällt) — über Drogen, über Risiken, über das, was auf TikTok passiert. Die Sucht & Drogen Hotline ist unter 01805-313031 erreichbar, anonym und vertraulich. Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen bietet eine Liste kostenloser Beratungsstellen bundesweit. Und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt Informationsmaterialien zur Suchtprävention bereit. In Berlin gibt es in jedem Bezirk lokale Drogenberatungsstellen.

Sara brachte es auf den Punkt: „Drogenbeauftragte und Sozialarbeiter müssen verstehen, dass das meiste heute online passiert.“ In die Schulen zu gehen ist gut. Aber das Internet — und TikTok im Besonderen — ist der Ort, an dem junge Menschen jemanden brauchen, der ihnen zuhört.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Quellen / المصادر

  1. DW - Pingtok: Jugendliche im Drogenrausch auf TikTok (Februar 2026)
  2. Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen - Beratungsangebote
  3. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) - Studien zur Suchtprävention

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