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Schengen: EU will 90-Tage-Regel lockern

Die Mutter will bleiben, die 90-Tage-Regel sagt Nein. Die EU-Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt, der bestimmten Drittstaatsangehoerigen laengere Aufenthalte im Schengen-Raum ermoeglichen soll. Saisonarbeiter, entsandte Beschaeftigte und Geschaeftsreisende koennten profitieren. Noch ist nichts Gesetz, doch der Vorschlag koennte Familien aus der arabischen Diaspora direkt betreffen. Was das fuer Ihre naechste Familienplanung bedeutet und welche Alternativen schon jetzt bestehen.

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فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•23. März 2026•5 Min. Lesezeit•45 Aufrufe
Schengen: EU will 90-Tage-Regel lockern
Symbolbild

صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: NakNakNak/Pixabay · Pixabay License

Ahmads Mutter kommt jeden Sommer aus Amman. 90 Tage, nicht mehr. Sie hilft ihm in der neuen Wohnung, kocht, lernt ihre Enkelin kennen, die im Winter zur Welt kam. Dann muss sie zurueck. Das ist die Realitaet fuer Hunderttausende Familien in Deutschland, deren Angehoerige aus Drittstaaten kommen. Aber ein neuer Vorschlag der EU-Kommission koennte das aendern.

Im Januar 2026 legte die Europaeische Kommission einen Gesetzesvorschlag vor, der die Aufenthaltsregelungen im Schengen-Raum fuer bestimmte Drittstaatsangehoerige lockern soll. Die aktuelle Regel: Wer keinen EU-Pass besitzt, darf sich hoechstens 90 Tage innerhalb von 180 Tagen im Schengen-Raum aufhalten. Der neue Vorschlag zielt darauf ab, diese Grenze fuer bestimmte Berufsgruppen aufzuheben.

Wichtig: Der Vorschlag ist noch kein Gesetz. Er muss erst das Europaeische Parlament und den Rat der EU passieren. Erfahrungsgemaess dauert dieser Prozess 12 bis 24 Monate.

European Parliament building Brussels EU legislation
Das Europaeische Parlament in Bruessel, wo ueber den Vorschlag beraten wird

Wer soll profitieren?

Drei Gruppen stehen im Mittelpunkt des Vorschlags. Erstens Saisonarbeiter, die in Branchen wie Landwirtschaft und Tourismus fuer mehr als drei Monate benoetigt werden. Zweitens entsandte Arbeitnehmer, die von ihren Unternehmen fuer Projekte in den Schengen-Raum geschickt werden. Und drittens Geschaeftsreisende, die laengere Aufenthalte fuer Verhandlungen oder Partnerschaften brauchen.

Die Kommission erklaerte, man wolle "die Luecke zwischen dem Kurzzeitvisum (Typ C) und dem vollstaendigen Arbeitsvisum (Typ D) schliessen". Viele Fachkraefte aus Drittstaaten benoetigen vier oder fuenf Monate fuer ihre Auftraege. Das uebersteigt die 90-Tage-Grenze, rechtfertigt aber nicht das langwierige Verfahren fuer ein nationales Arbeitsvisum.

Die Zahlen hinter dem Vorschlag

Laut Eurostat erteilten EU-Staaten im Jahr 2024 rund 3,7 Millionen Erstaufenthaltstitel, davon etwa 860.000 arbeitsbedingte Genehmigungen. Doch diese Zahl bildet nicht ab, wie viele Menschen einen Aufenthalt zwischen drei und sechs Monaten gebraucht haetten, dafuer aber keinen passenden Rechtsweg fanden. Nach Schaetzungen der Kommission muessen Hunderttausende Arbeitskraefte jaehrlich den Schengen-Raum nach 90 Tagen verlassen und spaeter erneut einreisen. Das kostet europaeische Unternehmen nach Kommissionsangaben Milliarden.

In Deutschland leben laut Destatis rund 13,9 Millionen Menschen mit auslaendischer Staatsangehoerigkeit. Fuer viele von ihnen (besonders aus arabischen und tuerkischen Gemeinschaften) bedeutet ein Familienbesuch per Schengen-Visum buchstaeblich: Tage zaehlen.

Was bedeutet das fuer arabische Familien?

Der Vorschlag in seiner aktuellen Fassung zielt auf Arbeitskraefte, nicht auf Familienbesuche. Einen ausdruecklichen Passus fuer Familienaufenthalte gibt es nicht. Migrationsrechtsexperten wiesen aber darauf hin, dass die Oeffnung der 90-Tage-Debatte mittelfristig auch zu einer Diskussion ueber laengere Familienbesuche fuehren koennte, besonders angesichts des wachsenden Drucks aus Diaspora-Gemeinschaften in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.

Das beste Szenario? Ein Zusatz fuer Familienbesuche waehrend der Verhandlungen im Europaparlament. Das realistische Szenario (und das wahrscheinlichere): Die Aenderung bleibt auf die drei Berufsgruppen beschraenkt. Und trotzdem haette das indirekte Auswirkungen. Ein arabischer Arbeitnehmer, der von seinem Arbeitgeber aus Jordanien oder Tunesien fuer ein Projekt nach Deutschland entsandt wird, muesste nicht mehr nach drei Monaten ausreisen und erneut einreisen.

Schengen visa passport stamp border control Europe
Schengen-Visum-Stempel im Reisepass an einer europaeischen Grenzkontrolle

Die Alternative: Nationales Visum Typ D

Wer nicht auf das Gesetzgebungsverfahren warten kann (oder will), hat bereits jetzt eine Option: das nationale Visum Typ D. Jeder Schengen-Staat stellt es eigenstaendig aus, und es erlaubt Aufenthalte ueber 90 Tage fuer Arbeit, Studium oder Familiennachzug. In Deutschland erfolgt die Beantragung ueber die jeweilige deutsche Botschaft oder ueber VFS-Global-Zentren in mehreren arabischen Laendern.

Das Problem dabei? Die Wartezeiten. Berichten zufolge betragen die Bearbeitungszeiten fuer Typ-D-Visa an den deutschen Botschaften in Amman, Beirut und Kairo bis zu drei Monate, teils laenger. Genau deshalb ist der EU-Vorschlag relevant: Er koennte einen schnelleren Weg fuer Aufenthalte in der "Grauzone" zwischen 90 Tagen und Langzeitaufenthalt schaffen.

ETIAS: Was ausserdem kommt

Parallel dazu bereitet die EU das ETIAS-System (Europaeisches Reiseinformations- und Genehmigungssystem) vor, das voraussichtlich 2026 starten soll. Aehnlich dem US-amerikanischen ESTA muessen Angehoerige visumbefreiter Staaten (etwa aus den Emiraten oder Bahrain) kuenftig eine elektronische Reisegenehmigung beantragen. EU-Beamte betonten, dass ETIAS die 90-Tage-Regel selbst nicht aendere, wohl aber eine digitale Infrastruktur schaffe, die Aufenthaltszeitraeume besser erfasst.

Was Sie jetzt tun koennen

Wenn Ihre Familie dieses Jahr einen laengeren Besuch plant: Der EU-Vorschlag wird Ihnen noch nicht helfen. Die aktuelle Rechtslage gilt weiterhin. Der einzige praktische Schritt: Beantragen Sie fruehzeitig ein Typ-D-Visum ueber die deutsche Botschaft, denn Termine (besonders im Sommer) sind schnell vergeben.

Fuer Arbeitgeber und entsandte Arbeitnehmer aus Drittstaaten lohnt es sich, die Entwicklung im Europaparlament zu verfolgen. Fachanwaelte fuer Migrationsrecht warnten: Wer die 90-Tage-Grenze ohne gueltige Genehmigung ueberschreitet, riskiert eine Einreisesperre von bis zu fuenf Jahren. Die Regel hat sich noch nicht geaendert. Und der Fehler bei der Berechnung ist teuer.

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphaerae geaendert.

Quellen

  1. European Commission - Schengen Area Policy
  2. Eurostat - Residence Permits Statistics (2024)
  3. Destatis - Migrationstatistiken Deutschland
  4. Auswaertiges Amt - Visa und Aufenthalt
  5. European Commission - ETIAS Information

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