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"Vom Flüchtling ohne Internet zum Google-Entwickler in Berlin" - Wie 3.400 Araber in 5 Jahren Deutschlands Tech-Sektor eroberten

2015 kam Tarek in Berlin an - mit einem alten Handy ohne Internet. 2021 bekam er einen Job als Entwickler bei Google Berlin mit einem Gehalt von 95.000 Euro jährlich. Seine Geschichte ist keine Ausnahme - laut Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl arabischer Tech-Beschäftigter in Deutschland von 400 (2015) auf 3.800 (2025) - ein Anstieg von 850%.

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فريق برليننا

Berlinuna Redaktionsteam - Wir bringen Ihnen die neuesten Nachrichten und wichtige Informationen für die arabische Gemeinschaft in Deutschland.

•11. Januar 2026•5 Min. Lesezeit•72 Aufrufe
"Vom Flüchtling ohne Internet zum Google-Entwickler in Berlin" - Wie 3.400 Araber in 5 Jahren Deutschlands Tech-Sektor eroberten

صورة توضيحية / Symbolbild. Photo: Christopher Gower/Unsplash

An einem Frühlingsabend 2015 saß Tarek (ein Pseudonym) auf dem Boden eines Lagers in Tempelhof - dem zum Flüchtlingslager umfunktionierten Flughafen. Er hatte ein altes Nokia-Handy ohne Internetverbindung und einen gebrauchten Dell-Laptop, den er für 120 Euro in einem früheren Lager gekauft hatte.

"Ich war Programmierer in Damaskus," sagte Tarek. "Aber in diesem Moment wusste ich nicht einmal, wie man 'Programmieren' auf Deutsch sagt."

Sechs Jahre später, 2021, unterschrieb Tarek einen Arbeitsvertrag bei Google Berlin als Software-Entwickler. Jahresgehalt: 95.000 Euro - das 12-fache des durchschnittlichen Flüchtlingsgehalts in Deutschland.

Wie ist das passiert?

Die stille Welle: 3.800 Araber in Deutschlands Tech-Sektor

Laut Daten der Bundesagentur für Arbeit gab es 2015 - auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise - nur 400 registrierte arabische Arbeitnehmer im Bereich "Informationstechnologie" in Deutschland.

2025? Die Zahl sprang auf 3.800 Beschäftigte - ein Anstieg von 850% in einem Jahrzehnt.

Allein Berlin beherbergt etwa 1.200 arabische Entwickler und Software-Ingenieure - sie arbeiten in Unternehmen von Zalando bis SAP, von SoundCloud bis Deutsche Bank.

Aber wie?

Weg 1: Bootcamps - Von Null zum Job in 6 Monaten

2016 startete das Programm "ReDI School of Digital Integration" in Berlin - eine kostenlose Programmierschule für Flüchtlinge.

Tarek war einer der ersten Teilnehmer. "Der Unterricht war auf Englisch - zum Glück sprach ich es. Wir lernten JavaScript, React, Node.js - alles, was Berliner Startups brauchen."

Nach 6 Monaten intensiven Lernens (20 Stunden pro Woche) bekam Tarek sein erstes Praktikum in einem Startup in Kreuzberg für 800 Euro monatlich.

Nach 3 Monaten wurde ihm ein fester Vertrag mit 42.000 Euro Jahresgehalt angeboten.

Beliebte Bootcamps für Araber in Deutschland:

  • ReDI School - Kostenlos, für Flüchtlinge und Migranten, Unterricht auf Englisch
  • Le Wagon Berlin - Kostenpflichtig (8.500 Euro), aber 89% Vermittlungsquote innerhalb von 6 Monaten
  • Ironhack - Intensive 9-Wochen-Programme in Web Development und Data Analytics
  • DCI (Digital Career Institute) - Einjähriges Programm, vom Jobcenter finanziert für Bürgergeld-Empfänger

Sarah, eine palästinensische Entwicklerin aus Ramallah, besuchte 2018 die ReDI School. "Ich hatte keine Programmiererfahrung - ich war Buchhalterin in Palästina. Aber nach dem Bootcamp bekam ich einen Job bei Zalando. Jetzt verdiene ich 68.000 Euro."

Weg 2: Deutsche Universitäten - Langfristige Investition

Ahmed aus Aleppo wählte einen anderen Weg. Nach Bestehen der DSH-Prüfung (Deutsch für Hochschulzugang) schrieb er sich 2017 für Informatik an der Technischen Universität Berlin ein.

"Das erste Jahr war ein Albtraum," sagte Ahmed. "Die Vorlesungen waren auf Deutsch - komplexe technische Begriffe wie 'Datenstruktur' und 'Algorithmus'. Ich verbrachte Stunden damit, Lehrbücher zu übersetzen."

Aber die Beharrlichkeit zahlte sich aus. 2020 bekam Ahmed ein Sommerpraktikum bei SAP Walldorf für 1.400 Euro monatlich. Nach dem Abschluss 2021 wurde ihm eine Junior Developer Position für 52.000 Euro angeboten.

2025, nach 4 Jahren Erfahrung, verdient er jetzt 78.000 Euro jährlich als Senior Software Engineer.

Top deutsche Universitäten für Informatik:

  1. TU München - Deutschlands Nr. 1 laut QS-Ranking 2025
  2. TU Berlin - Stark in KI und maschinellem Lernen, mitten in Berlin
  3. RWTH Aachen - Bekannt für Industrie-Kooperationen (BMW, Siemens)
  4. Uni Heidelberg - Stark in Computational Biology
  5. KIT Karlsruhe - Kostenlos, nah an Frankreich, starke Forschungsumgebung

Weg 3: Selbststudium + GitHub - Am schwierigsten, aber für manche am schnellsten

Layla aus dem Irak ging weder zum Bootcamp noch zur Uni. Sie brachte sich das Programmieren selbst bei - über YouTube und freeCodeCamp.

"Ich lernte 6 Stunden täglich nach dem Integrationskurs," sagte sie. "Nach 8 Monaten hatte ich 5 Projekte gebaut und auf GitHub veröffentlicht - eine Website für ein arabisches Restaurant, eine Wetter-App, ein Tic-Tac-Toe-Spiel."

2022 bewarb sie sich auf eine Junior Frontend Developer Stelle in einem Startup in Wedding. "Der Manager sagte mir: 'Der Abschluss ist mir egal - dein GitHub-Profil zeigt, dass du programmieren kannst.'"

Sie startete mit 38.000 Euro. Jetzt, nach 3 Jahren, verdient sie 56.000 Euro.

Ressourcen für Selbststudium (kostenlos):

  • freeCodeCamp - Vollständiger Lehrplan von HTML bis React und Node.js
  • The Odin Project - Vollständig kostenloser Full-Stack-Pfad
  • CS50 (Harvard) - Harvards Informatikkurs auf YouTube
  • Codecademy - Interaktive Übungen
  • LeetCode - Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche bei großen Unternehmen

Das echte Gehalt: Was verdienen arabische Entwickler in Deutschland?

Laut Statistischem Bundesamt und Websites wie Glassdoor und StepStone sind dies die Entwicklergehälter in Deutschland für 2026:

  • Junior Developer (0-2 Jahre Erfahrung): 38.000 - 52.000 Euro
  • Mid-Level Developer (3-5 Jahre): 55.000 - 72.000 Euro
  • Senior Developer (6+ Jahre): 75.000 - 105.000 Euro
  • Lead Developer / Tech Lead: 90.000 - 130.000 Euro
  • Große Unternehmen (Google, Amazon, SAP): 95.000 - 180.000 Euro (mit Boni)

Hinweis: Berlin zahlt etwas weniger als München oder Frankfurt (10-15%), aber die Lebenshaltungskosten sind auch niedriger.

Die echten Herausforderungen - Was dir niemand sagt

Erfolgsgeschichten sind schön - aber die Realität ist nicht immer einfach.

1. Sprachbarriere in Vorstellungsgesprächen

Yasser, ein syrischer Entwickler, bewarb sich auf 43 Jobs, bevor er sein erstes "Ja" bekam.

"Die meisten Interviews waren auf Deutsch - selbst wenn der Job nur Englisch erforderte," sagte er. "Ich verstand die technischen Fragen, aber der 'Small Talk' am Anfang war ein Albtraum."

Lösung: Konzentriere dich auf internationale Startups in Berlin (wie N26, SoundCloud, Delivery Hero) - diese Unternehmen arbeiten vollständig auf Englisch.

2. Versteckte Diskriminierung

"Einige traditionelle deutsche Unternehmen haben Vorbehalte," sagte Fatima, eine ägyptische Entwicklerin. "Als sie mein Kopftuch im Zoom-Interview sahen, änderte sich ihr Ton. Ich wurde zwei Tage später abgelehnt - 'aus kulturellen Gründen'."

Das ist nicht häufig - aber es passiert.

Lösung: Suche nach Unternehmen mit starker "Diversity & Inclusion"-Kultur - wie Zalando, Delivery Hero, GetYourGuide. Diese Unternehmen bewerten nur Fähigkeiten.

3. Burnout

"Ich arbeitete 50 Stunden pro Woche - nicht weil das Unternehmen es verlangte, sondern um mich zu beweisen," sagte Khaled. "Nach zwei Jahren brach ich gesundheitlich zusammen. Ich erkannte: Deutschland respektiert Work-Life-Balance - ich muss sie auch respektieren."

Fazit: Lohnt es sich?

Tarek, der diese Geschichte begann, sagt: "In Damaskus verdiente ich 200 Dollar im Monat als Programmierer. In Deutschland ist mein Jahresgehalt jetzt 95.000 Euro - etwa 8.000 Euro netto monatlich."

"Aber wichtiger als das Geld: Hier werden Fähigkeiten respektiert. Es spielt keine Rolle, woher du kommst - wenn du guten Code schreiben kannst, findest du deinen Platz."

Laut Make it in Germany benötigt Deutschland bis 2030 140.000 neue Software-Entwickler, um den Fachkräftemangel zu decken. Die Chance ist riesig - und die Tür ist offen.

Die Frage ist nicht "Kann ich?", sondern "Wann fange ich an?"

Hinweis: Einige Namen und Details in diesem Artikel wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

المصادر / Quellen

  1. Bundesagentur für Arbeit - Für Menschen aus dem Ausland
  2. Statistisches Bundesamt - Arbeit und Arbeitsmarkt
  3. Make it in Germany - Fachkräfteeinwanderungsgesetz

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