Berlin führt 2027 einen eigenen Buchhandlungspreis ein. Sechs unabhängige Läden sollen jährlich ausgezeichnet werden. Der Hauptpreis ist mit 20.000 Euro dotiert. Eine Bewerbung ist derzeit trotzdem nicht möglich.
Die Berliner Wirtschaftsverwaltung stellt für die Vorbereitung und den ersten Jahrgang insgesamt 125.000 Euro bereit. Eine unabhängige Meldung von taz und epd bestätigt die Einführung des Preises und den genannten Gesamtansatz.
Drei Preisstufen für sechs Läden
Nach der gemeinsamen Ankündigung von Senat und Branchenverband sind neben dem Hauptpreis zwei Auszeichnungen zu je 12.000 Euro geplant. Drei weitere Buchhandlungen auf der Shortlist mit sechs Plätzen sollen jeweils 5.000 Euro Anerkennung erhalten.
Organisiert wird das Verfahren vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Berlin-Brandenburg. Er will die Ausschreibung, das Bewerbungsportal, die Jury und die Termine Anfang 2027 veröffentlichen. Die Vorbereitungen sollen im Herbst 2026 beginnen.
Diese Grenzen sind angekündigt
Angesprochen sind inhaber- oder genossenschaftlich geführte, unabhängige Buchhandlungen mit Sitz in Berlin. Sie dürfen nach dem derzeitigen Stand höchstens fünf Filialen haben und müssen unter einer Million Euro Jahresumsatz bleiben.
Diese Details stammen von den beiden ankündigenden Institutionen. Sie sind noch keine vollständige Ausschreibung. Erst das offizielle Dokument von 2027 wird zeigen, welche Nachweise einzureichen sind, wie der Umsatz belegt wird und welche Frist gilt.
Noch keine Unterlagen losschicken
Interessierte Buchhandlungen können ihre Unternehmensform, den Berliner Sitz, die Filialzahl und den Jahresumsatz vorab prüfen. Eine Bewerbung sollten sie aber erst vorbereiten, wenn Kriterienkatalog und Portal veröffentlicht sind. Bis dahin ist die offizielle Seite des Börsenvereins die verlässlichste Anlaufstelle.
Für Leserinnen und Leser ist die Ankündigung zugleich ein Hinweis auf die kulturelle Funktion kleiner Buchhandlungen im Kiez. Wer selbst einen Laden führt, sollte die Seite für Anfang 2027 vormerken. Wer nur vom Preis hört, sollte nicht den Eindruck weitergeben, die Bewerbungsphase habe bereits begonnen.
Berlinuna Redaktion
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