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"Berliner Familienhilfe": Neues Programm hilft Familien bei bezahlbaren Wohnungen
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Bildquelle: Berlinuna / AI Generated · Berlinuna Original

"Berliner Familienhilfe": Neues Programm hilft Familien bei bezahlbaren Wohnungen

In einem neuen Schritt zur Bewältigung der Wohnungskrise hat Berlin das Programm "Berliner Familienhilfe" gestartet, das 2.400 Wohnungen für Familien mit mittlerem Einkommen bereitstellt. Das Programm zielt auf Haushalte ab, die zwischen 2.800 und 4.500 Euro monatlich verdienen – eine Gruppe, die oft zwischen allen Stühlen sitzt.

Redaktioneller BelegAusstehend2 offizielle LinksAktualisiert 29. Dezember 2025Methodik

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Rana Yassin erinnert sich genau an den Tag, an dem sie die Hoffnung verlor. Es war bei der siebenundzwanzigsten Wohnung. Drei Zimmer in Lichtenberg, 950 Euro – ein vernünftiger Preis für Berlin 2025. Vor ihr standen 47 andere Paare. "Ich schaute mich um und sah die gleichen Gesichter von den letzten sechs Besichtigungen", sagt Rana, eine Mathelehrerin aus Aleppo. "Wir alle jagten den gleichen wenigen Wohnungen nach."

Das war, bevor sie von der Berliner Familienhilfe hörte.

Modernes Wohngebäude in Berlin
Wohngebäude in Berlin

Was ist das Programm?

Am 15. November 2025 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen gestartet, stellt die Berliner Familienhilfe 2.400 Wohneinheiten aus neuen geförderten Wohnungen für Familien mit mittlerem Einkommen bereit. Das bedeutet Familien, die zu viel für einen traditionellen Wohnberechtigungsschein (WBS) verdienen, aber nicht genug, um auf dem freien Markt zu konkurrieren.

Einkommensgrenzen für Zwei-Personen-Haushalte: 2.800-4.500 Euro netto monatlich. Für Vier-Personen-Haushalte: 3.600-5.200 Euro. Das ist genau die Spanne, die Rana gut kennt – eine Lehrerin mit stabilem, aber nicht außergewöhnlichem Einkommen, und mit ihrem Mann, der in der IT arbeitet, verdienen sie zusammen etwa 3.900 Euro.

"Das Jobcenter hilft uns nicht, weil wir arbeiten", erklärt sie. "Aber wir können uns keine 1.400 Euro für drei Zimmer leisten. Wir sitzen zwischen allen Stühlen."

Wie funktioniert das Programm

Anders als auf dem regulären Wohnungsmarkt, wo der Höchstbietende oder schnellste Bewerber die Wohnung bekommt, arbeitet die Berliner Familienhilfe mit einem Punktesystem, das berücksichtigt:

  • Haushaltsgröße: Familien mit Kindern erhalten Vorrang (zwei Punkte pro Kind)
  • Berlin-Aufenthaltsdauer: Leben in der Stadt seit über 3 Jahren fügt 3 Punkte hinzu
  • Aktuelle Wohnsituation: Leben unter ungeeigneten Bedingungen (wie eine Ein-Zimmer-Wohnung mit zwei Kindern) gibt zusätzliche Punkte
  • Haushaltseinkommen: Haushalte mit niedrigerem Einkommen innerhalb der qualifizierten Spanne erhalten Vorrang

Bewerbungen werden über das Berliner Wohnungsportal angenommen. Jede Woche werden neue Wohnungen hinzugefügt, wobei die meisten Einheiten in Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick verteilt sind – Bezirke, die 2024-2025 das größte Bauwachstum verzeichneten.

Glückliche Familie in neuer Wohnung
Familie in neuer Wohnung

Wer hat eine Wohnung bekommen?

Bisher wurden laut Zahlen vom 20. Dezember 2025 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 412 Wohnungen zugeteilt. Davon waren 23% Migrantenfamilien – darunter 67 arabische Familien.

Rana und ihre Familie gehörten dazu. Sie bewarb sich am 22. November. Am 9. Dezember erhielt sie eine E-Mail: Sie wurde für eine Drei-Zimmer-Wohnung in Hohenschönhausen akzeptiert, 870 Euro monatlich inklusive Nebenkosten.

"Ich habe geschrien", erinnert sie sich. "Mein Mann dachte, etwas wäre falsch." Sie hält inne. "Zweieinhalb Jahre lang suchten wir. Siebenundzwanzig Besichtigungen. Dutzende Absagen. Und plötzlich – hatten wir ein Zuhause."

Herausforderungen bleiben

Aber das Programm ist keine Wunderlösung. Mit nur 2.400 Wohnungen und etwa 340.000 Familien in Berlin innerhalb der qualifizierten Einkommensspanne sind die Zahlen immer noch gegen Sie. Die durchschnittliche Annahmequote liegt bisher bei 8,7% – besser als der freie Markt, aber immer noch wettbewerbsintensiv.

Klaus Lederer, der für Stadtentwicklung zuständige Senator, war beim Start deutlich: "Dies ist ein Anfang, kein Ende. Wir müssen 20.000 Einheiten jährlich bauen, um die Nachfrage zu decken – und derzeit produzieren wir etwa 14.000."

Aber für Familien wie Ranas sind selbst 8,7% eine Chance – viel besser als die Null, mit der sie zuvor konfrontiert waren.

So bewerben Sie sich

Wenn Sie an der Berliner Familienhilfe interessiert sind, hier die Schritte:

  1. Berechtigung prüfen: Berechnen Sie Ihr monatliches Nettoeinkommen des Haushalts. Es sollte je nach Haushaltsgröße zwischen 2.800-5.200 Euro liegen.
  2. Dokumente sammeln: Sie benötigen: Kopien von Gehaltsabrechnungen der letzten 3 Monate, Meldebescheinigung, Kopien von Reisepässen oder Personalausweis, Nachweis der aktuellen Wohnsituation (Mietvertrag oder Bestätigung vom Vermieter)
  3. Online registrieren: Gehen Sie zu berlin.de/wohnen und erstellen Sie ein Konto. Füllen Sie das Bewerbungsformular aus (verfügbar auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch).
  4. Auf Treffer warten: Das System sendet Ihnen Benachrichtigungen, wenn Wohnungen verfügbar sind, die Ihren Kriterien entsprechen. Durchschnittliche Wartezeit bisher: 3-7 Wochen.

Rana zog am 20. Dezember in ihre neue Wohnung ein. Ihre sechsjährige Tochter hat jetzt ihr eigenes Zimmer – etwas, das in ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung in Wedding unmöglich war. "Es ist kein Palast", sagt Rana. "Aber es gehört uns. Und das ist alles, was zählt."

Für Tausende andere arabische Familien in Berlin, die in der Wohnungskrise feststecken, könnte die Berliner Familienhilfe die Tür sein, auf deren Öffnung sie gewartet haben.

Quellen

  1. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - Berliner Familienhilfe Programm
  2. Berlin Wohnungsportal - Bewerbungsportal
  3. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg - Wohnungsmarkt 2024

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29. Dezember 2025
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