
Bildquelle: Leonhard Lenz / Wikimedia Commons (CC0)
Breitenbachplatz: Parkplätze ab Montag dicht
Am Montag, 3. August, beginnt am Breitenbachplatz nicht der Brückenabriss. Stattdessen verschwinden Stellplätze unter einzelnen Brückenfeldern hinter Bauzäunen. Die Verkehrsverwaltung verweist auf Veränderungen am Bauwerkszustand und engere Kontrollen. Gleichzeitig blockiert ein Vergabenachprüfungsverfahren den Rückbau. Was vor Ort genau gesperrt wird – und welche dramatische Schlussfolgerung die Mitteilung gerade nicht zulässt.
Berlinuna Redaktion
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Wer am Montag, 3. August 2026, unter der Hochstraße am Breitenbachplatz parken will, kann vor einem Bauzaun stehen. Die Berliner Verkehrsverwaltung sperrt Teilflächen unter einzelnen Brückenfeldern. Der Abriss beginnt trotzdem nicht: Das Vergabeverfahren ist blockiert.
Schilder am Freitag, Sperrung am Montag
Nach der SenMVKU-Mitteilung vom 30. Juli werden die Halteverbotsschilder am 31. Juli aufgestellt und gelten ab 3. August. Dann sollen Parkplatzflächen unter einzelnen Brückenfeldern abgesperrt und weitere Untersuchungen vorgenommen werden. Eine Stellplatzkarte enthält die Mitteilung nicht. Vor Ort entscheiden deshalb Beschilderung und Bauzaun, nicht die bisherige Gewohnheit.
Die Verwaltung begründet den Schritt mit festgestellten Veränderungen am Bauwerkszustand. Die Flächen müssten frei bleiben, damit genauer überwacht und bei Bedarf sofort gehandelt werden könne. Zugleich verweist sie auf regelmäßige Prüfungen. Das ist eine vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme; von einer unmittelbar bevorstehenden Einsturzgefahr spricht die Mitteilung nicht.
Ein Bieterverfahren hält den Rückbau auf
Ein unterlegener Bieter hat laut SenMVKU ein Nachprüfungsverfahren bei der Vergabekammer Berlin eingeleitet. Bis zur Entscheidung ruht die Vergabe der Rückbauleistungen. Die Behörde rechnet in den nächsten Wochen mit einer Entscheidung, nennt aber keinen neuen Baustart. Ein Termin für den Beschluss ist noch kein Termin für Abrissarbeiten.
Asphalt und Brückenabdichtung waren zwischen Oktober und Dezember 2025 bereits entfernt worden. Der eigentliche Rückbau folgte nicht. Ein Beitrag der rbb24 Abendschau vom 9. Juni schilderte die seit zwei Jahren gesperrte Hochstraße bereits als mehrfach verzögertes Projekt. Auch dieser Bericht liefert keinen belastbaren neuen Abrissbeginn.
Warum die Brücke nicht erhalten werden soll
Die offizielle Projektseite datiert die Bauwerke auf 1978. Sie liegen zwischen Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf. Aufgeführt werden unter anderem Defizite an Schubbewehrung und Koppelfugen. Entscheidend sei der verbaute Sigma-Spannstahl, der als anfällig für verzögerte Bruchbildung durch Spannungsrisskorrosion gilt. Nach Darstellung der Verwaltung lässt sich dieser Materialmangel weder durch weniger Verkehr noch durch eine Reparatur beseitigen.
So lässt sich der Ort ohne Stellplatz erreichen
Die BVG-Übersicht für U Breitenbachplatz nennt die U3 sowie die Buslinien 101, 248, 282 und N3. Wer den Platz ab Montag anfährt, sollte sich nicht auf einen Stellplatz unter der Brücke verlassen und die aktuelle Verbindung in der Fahrinfo prüfen.
Fest stehen damit nur drei Punkte: Die Teilflächen werden ab 3. August gesperrt, die Sicherheitskontrollen laufen unabhängig vom Abriss, und ein neuer Rückbautermin fehlt. Weitergehende Aussagen brauchen eine spätere Mitteilung.
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- Aktualisiert
- 30. Juli 2026
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