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ChatGPT zeigt jetzt Werbung in Deutschland
OpenAI-Chef Sam Altman bei TED im April 2025.

Bildquelle: Steve Jurvetson · CC BY 2.0

ChatGPT zeigt jetzt Werbung in Deutschland

Wer ChatGPT kostenlos nutzt, kann seit heute bezahlte Hinweise im Chat sehen. Entscheidend ist nicht nur, wo die Anzeige auftaucht, sondern auch, welche Daten ihre Auswahl beeinflussen und wie sie sich ausblenden lässt. Der Start in Deutschland trennt die Tarife deutlicher als bisher. Drei Bedienelemente zeigen, ob es sich um eine Antwort, eine bezahlte Platzierung oder eine personalisierte Auswahl handelt.

Redaktioneller BelegGeprüft3 QuellenlinksAktualisiert 25. August 2026Methodik

Berlinuna Redaktion

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Seit dem 24. August 2026 können Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland bezahlte Platzierungen in ChatGPT sehen. Betroffen sind zunächst Free- und Go-Konten. Wer eine solche Karte unter einer Antwort entdeckt, sollte sie als Werbung behandeln und nicht als Empfehlung des Chatbots.

Nach der Ankündigung von OpenAI startet das Angebot in 31 europäischen Märkten. Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Österreich gehören dazu. Tagesschau.de bestätigt Datum und Reichweite. Plus und Pro bleiben dem Bericht zufolge werbefrei, der günstigere Go-Tarif dagegen nicht.

Antwort und Anzeige sollen getrennt bleiben

OpenAI erklärt, Anzeigen würden klar gekennzeichnet und technisch getrennt von den Modellantworten ausgespielt. Werbekunden könnten Antworten weder verändern noch in der Reihenfolge beeinflussen. Tagesschau.de beschreibt als sichtbares Merkmal eine Linie unter der Antwort; erst darunter könne eine Anzeige erscheinen.

Diese Trennung ist für Kaufentscheidungen entscheidend. Eine bezahlte Platzierung ist kein Qualitätssiegel, auch wenn sie zum aktuellen Gespräch passt. Vor einem Klick lohnt deshalb derselbe Check wie bei einer Suchmaschinenanzeige: Absender öffnen, Bedingungen lesen und Preise bei einer zweiten Quelle vergleichen.

Ausblenden, melden, Auswahl prüfen

Das OpenAI-Hilfecenter nennt im Dreipunkt-Menü drei Funktionen: Hide ad, Report ad und About this ad. Damit lässt sich eine Anzeige verbergen, wegen eines Problems melden oder ihre Auswahl nachvollziehen. Da diese Bedienhinweise allein von OpenAI stammen und der Rollout schrittweise erfolgt, können Bezeichnungen und Verfügbarkeit je nach Konto abweichen.

Wer die Personalisierung abschaltet, entfernt damit nicht automatisch alle Anzeigen. Laut Hilfecenter gibt es für Free-Konten zusätzlich einen werbefreien Modus mit niedrigeren Nutzungslimits und weniger Funktionen. Eine weitere Möglichkeit ist der Wechsel zu Plus oder Pro. Für die Auswahl personalisierter Anzeigen lässt sich, sofern im Konto vorhanden, die Verwendung früherer Chats und der Memory-Funktion separat begrenzen.

Beim ersten Werbehinweis lohnt ein kurzer Test: Kennzeichnung lesen, About this ad öffnen und die Einstellungen kontrollieren. Wirkt die Platzierung irreführend, sollte sie über Report ad gemeldet werden. Der verlinkte Anbieter bleibt ein Werbekunde, nicht eine Quelle der ChatGPT-Antwort.

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25. August 2026
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