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Gasvorräte: Was Ihre Rechnung bestimmt

Die Gasvorräte sind niedrig, die monatliche Zahlung an den Versorger ist bekannt.

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Gasvorräte: Was Ihre Rechnung bestimmt

Bildquelle: Axel Hindemith · CC BY-SA 3.0

Redaktioneller BelegGeprüft3 QuellenlinksAktualisiert 5. Oktober 2026Methodik
Quellenbeleg

Wer wegen niedriger Gasvorräte mehr Geld für die Heizung einplanen will, braucht zuerst den eigenen Tarif und Verbrauch. Nehmen Sie bei einem eigenen Gasvertrag die letzte Rechnung zur Hand und vergleichen Sie die dort genannten Preise mit Ihren neuesten Tarifinformationen. Entscheidend für Ihre Kalkulation ist der Preis, der für Ihren Vertrag gilt.

Die nötigen Angaben muss der Versorger nachvollziehbar aufführen. §40 EnWG, veröffentlicht auf Gesetze im Internet, verlangt unter anderem Vertragsdauer und geltende Preise. In eine Verbrauchsabrechnung gehören auch Anfangs- und Endzählerstand, der Verbrauch im Abrechnungszeitraum und die Angabe, wie der Zählerstand ermittelt wurde. Hinzu kommen der Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresverbrauch und eine vollständige, verständliche Darstellung der Berechnungsfaktoren.

Bei einem Tarif mit Arbeits- und Grundpreis lässt sich die Berechnung so prüfen: Multiplizieren Sie die verbrauchten Kilowattstunden mit dem Arbeitspreis. Steht dieser in Cent je Kilowattstunde, teilen Sie das Ergebnis durch 100, bevor Sie den Grundpreis in Euro für denselben Zeitraum addieren. Verwenden Sie dabei durchgehend Bruttopreise einschließlich Steuern oder durchgehend Nettopreise ohne Steuern. Hat sich der Tarif im Abrechnungszeitraum geändert, prüfen Sie die Teilzeiträume mit den jeweils geltenden Preisen.

Für eine Schätzung der kommenden Winterkosten nehmen Sie, soweit vorhanden, den Verbrauch aus dem entsprechenden Zeitraum des vergangenen Winters. Der gesamte Jahresverbrauch wäre dafür die falsche Vergleichsgröße. Auch mit passenden Daten bleibt die Annahme, dass Sie ähnlich viel Gas benötigen werden. Ist ein Rechenschritt unklar, können Sie eine verständliche und kostenlose Erläuterung vom Lieferanten verlangen. Dieses Recht steht in §40 Absatz 1 EnWG.

Die Meldung über die Gasvorräte beantwortet eine andere Frage. Laut DW Arabic waren die deutschen Speicher am 20. September 2026 zu gut 57 Prozent gefüllt, mit rund 141 Terawattstunden Gas. Wie viele Wintertage die Versorgung damit gesichert wäre, lässt sich daraus allein nicht berechnen. Auch während der Heizperiode kommt Gas über Importe hinzu; zugleich hängt der Bedarf vom Verbrauch ab.

Trotz der im Vergleich zu früheren Jahren deutlich niedrigeren Füllstände bewertet die Bundesnetzagentur die Versorgung als stabil. Die Versorgungssicherheit sei aktuell gewährleistet, das Risiko einer angespannten Gasversorgung weiterhin gering. Die Behörde nimmt die Speicherentwicklung nach eigenen Angaben ernst. In ihre Einschätzung fließen aber ebenso Pipeline- und LNG-Importe, Infrastruktur und Nachfrage ein. Ein niedriger Speicherstand bedeutet deshalb für sich genommen keinen bevorstehenden Lieferausfall.

Preisrisiken bleiben: Bei einem sehr kalten Winter oder fehlenden Importmengen könnten die Marktpreise rasch steigen, sagt Olaf Geyer von Arthur D. Little im DW-Bericht mit Blick auf den kommenden Winter. Eine konkrete Erhöhung von Haushaltstarifen oder einen Termin dafür nennt diese Einschätzung nicht. Ob und wie stark veränderte Großhandelspreise bei Kunden ankommen, hängt nach Angaben der Bundesnetzagentur unter anderem davon ab, wie der Lieferant Gas einkauft und welche Vertragsbedingungen gelten.

Halten Sie für Ihr Heizbudget deshalb den geltenden Arbeits- und Grundpreis, den betrachteten Zeitraum und die Verbrauchsmenge fest. Für die Versorgungslage lesen Sie daneben die offizielle Lagebewertung der Bundesnetzagentur. Achten Sie bei den Speicherzahlen auf das jeweilige Messdatum.

Quellenabruf: 28. September 2026.

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