
Bildquelle: Karodzinski / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0) · CC BY-SA 4.0
Heilberufe: Anerkennung ändert sich
Für Ärzte, Zahnärztinnen, Apotheker und Hebammen mit Drittstaatenabschluss kann sich der Weg zur Anerkennung ändern. Der riskante Fehler wäre, die Meldung als sofort geltende Zusage zu lesen. Wer 2026 plant oder wartet, sollte jetzt Referenzberuf, Arbeitsort und zuständige Stelle prüfen, bevor er die Strategie wechselt. Sonst startet der Antrag mit der falschen Erwartung.
Berlinuna Redaktion
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Ein Arzt, eine Apothekerin oder eine Hebamme mit Abschluss außerhalb der EU steht 2026 vor einer echten Planungsfrage: Unterlagen für die Gleichwertigkeitsprüfung sammeln oder sich direkt auf die Kenntnisprüfung vorbereiten? Diese Entscheidung sollte nicht an einer Überschrift hängen.
Nach Angaben von Anerkennung in Deutschland und BMG beschloss der Bundestag am 26. März 2026 ein Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennung in Heilberufen. Die BMG-Chronik nennt den Bundesrat im zweiten Durchgang am 8. Mai 2026. Vorsichtig formuliert: Der Start ist für den 1. November 2026 vorgesehen; behandeln Sie die Regeln nicht als schon geltende Praxis ohne Auskunft der zuständigen Stelle.
Betroffen sind nicht alle Berufe. Die offiziellen Informationen beziehen sich auf Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen mit Drittstaatenabschluss. Für Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie soll die Kenntnisprüfung zum Regelfall werden; die dokumentenbasierte Gleichwertigkeitsprüfung soll wahlweise bleiben. Für Hebammen beschreibt das BMG ein Wahlrecht zwischen Kenntnisprüfung und Anpassungslehrgang.
Der konkrete Schritt ist heute kein Alleingang im laufenden Antrag, sondern der Anerkennungs-Finder: Referenzberuf und Arbeitsort eingeben, zuständige Stelle notieren und den offiziellen Link sichern. Bei offenen Fragen verweist das Portal auf die Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland unter +49 30 1815-1111.
Wer bereits einen Antrag laufen hat, sollte vor dem Zurückziehen von Unterlagen oder dem Wechsel der Prüfungsstrategie eine schriftliche Auskunft der zuständigen Stelle einholen. Die Anerkennung ist außerdem keine Zusage für Visum, Approbation im Einzelfall oder Arbeitsplatz. Jede Aussage, dass die neuen Regeln schon gelten, sollte sich auf veröffentlichten Gesetzestext oder schriftliche Auskunft stützen.
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- Aktualisiert
- 16. Juni 2026
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